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Gesund im Alter mit Trainingsspaß

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(idw). Ein positives Fazit können die Senioren Fitness und Präventions Studie (SEFIP) und die Erlanger Longitudinale Vibrations Studie (ELVIS) am Osteoporose-Forschungszentrum im Institut für Medizinische Physik (IMP) der Universität Erlangen-Nürnberg ziehen. Nach 18 Monaten Studiendauer sind die insgesamt rund 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der beiden Bewegungs- und Sportprogramme für ältere Menschen nicht nur gesundheitlich deutlich stabiler geworden, sie haben außerdem Freude am regelmäßigen Training entwickelt. Die Ergebnisse der beiden erfolgreichen Studien wurden beim 2. Bayerischen Rehabilitationssport-Symposium Ende Oktober öffentlich präsentiert. Die beiden Studien am IMP haben sich die Entwicklung eines umfassenden Gesundheitssportprogramms und die Untersuchung der Effekte eines solchen auf die wichtigsten Beschwerden und Risikofaktoren des älteren Menschen zum Ziel gesetzt. Die 240 selbstständig lebenden Teilnehmerinnen der SEFIP-Studie und die 150 Teilnehmerinnen der ELVIS-Studie, im Alter zwischen 65 und 80 Jahren, absolvierten ein Sportprogramm, das in enger Zusammenarbeit mit dem Institut für Sport und Sportwissenschaft, dem Verein Netzwerk Knochengesundheit e.V. und mit der Siemens Betriebskrankenkasse, aus deren Reihen die Teilnehmerinnen der Untersuchung stammen, erarbeitet und durchgeführt wurde. Das Programm gliederte sich in vier Trainingseinheiten pro Woche, zwei davon in der Gruppe und zwei zu Hause. Das Training setzte sich aus Aerobic, Gleichgewichtstraining, Stretching und insbesondere Krafttraining mit und ohne Geräte zusammen. Diesem Trainingsprogramm wurde ein "Wellnessprogramm", das weniger häufig und mit geringerer Belastung von einer Kontrollgruppe ausgeübt wurde, gegenüber gestellt. Nach der ersten Analyse der bisherigen Daten ziehen die Projektleiter Wolfgang Kemmler (SEFIP) und Simon von Stengel (ELVIS) ein sehr befriedigendes Fazit. Neben positiven Einflüssen auf Risikofaktoren des metabolischen Syndroms wie Übergewicht und Adipositas, Blutfette und Blutdruck konnten im Bereich der Frakturrisikofaktoren sowohl die Knochendichte stabilisiert als auch die Sturzhäufigkeit reduziert werden. Besonders erfreulich ist jedoch, dass die Teilnehmer und Teilnehmerinnen Spaß an dieser Trainingsform hatten. Dies belegt die hohe Trainingsbeteiligung und die große Anzahl der "Dabeigebliebenen", die in Zukunft als Mitglieder im Partnerverein Netzwerk Knochengesundheit e.V. weitermachen wollen.
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