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Weg mit dem Winterspeck
Es
ist jedes Jahr dasselbe: Weihnachten ist bekannterweise das Fest der Liebe und
da Liebe durch den Magen geht, wollen wir auch unseren Verdauungsorganen etwas
Gutes tun. Während der letzten Tage des Jahres gibt es endlich noch einmal
Zeit für wichtigere Dinge als Arbeit. Das gemeinsame Essen als
Familienevent steht ganz oben auf der Hitliste. Nach den sündigen
Feiertagen stellt sich dann die alles entscheidende Frage: "Wie bekomme ich
den Winterspeck weg?" Die Frage nach dem Zusammenhang zwischen Weihnachten
und Gewichtszunahme ist gar nicht so trivial, wie man meinen
sollte.
Essen als Tradition
Jedes Jahr an Weihnachten
bangen unzählige Gänse vergeblich um ihr Leben und landen
schließlich in den knurrenden Mägen hungriger Feinschmecker.
Opulentes Essen gehört fest zur Tradition. Weihnachten ohne Festessen ist
wie Bescherung ohne Geschenke. Da wäre es sicher falsch, die Kalorien zu
zählen und Mamas Gans madig zu machen. Wo würde es auch
hinführen, wenn das Weihnachtsessen plötzlich aus einem Vollkornbrot
mit Magerquark besteht. Es ist völlig gewöhnlich, wenn man bei
ausgesprochenen Festlichkeiten auch mal kräftig zuschlägt. Der
Osterhase bringt uns schließlich auch keine cholesterinfreien Eier und
wer sich den Weihnachtsmann mal näher angeschaut hat, wird feststellen,
dass er mehr zu den "endomorphen" Typen gehört, sich also auch eine kleine
Energiereserve für den Weg von Haus zu Haus bereithält.
Die
Rolle des Weihnachtsmannes
Wenn man es sich so richtig
überlegt, ist der Weihnachtsmann als Repräsentant einer Fitnessseite
wirklich kaum geeignet. Man hat ihn noch nie essen sehen, er ist sehr flink,
ausdauernd und hat trotzdem eine abdominale Depotfettreserve, die man salopp
auch als Wampe bezeichnen könnte. Schon seit vielen Jahrhunderten geht der
Weihnachtsmann mit typischer Leibesfülle auf Tournee. Kein Schornstein ist
ihm dabei zu eng. Fett und fit, ein vermeintlicher Widerspruch, der an
Weihnachten plötzlich aufgehoben wird. Verführt uns der
Weihnachtsmann zum Essen? Undenkbar welche Folgen sich daraus ergeben
würden. Der Fitness.com Weihnachtsmann wurde deshalb nicht zuletzt aus
Gründen der Emanzipation ausgetauscht gegen eine Weihnachtsfrau, die es
weiter unten zu bewundern gilt.
Vorbeugen hilft
Vor dem
Hintergrund, dass wir uns den Weihnachtsspeck gar nicht willkürlich und
vorsätzlich anfuttern, sondern eher Opfer äußerer Faktoren
sind, müssen wir uns gegen die unerwünschte zusätzliche
Energiereserve zur Wehr setzen. Die Ausgangsbedingungen sind denkbar schlecht,
um nicht zu sagen aussichtslos. Im Terminplan steht in der Weihnachtszeit nicht
"10:30 Uhr: Meeting mit dem Chef", sondern:
20.12. Weihnachtsfeier mit
dem Sportverein. Bier mitbringen! 22.12. Weihnachtsbuffet mit der Firma.
All you can eat! 24.12. Weihnachtsgans bei Muttern 26.12. Omas
Weihnachtsbraten. Auf keinen Fall vergessen!
Gegen diesen Essstress ist arbeiten die
reinste Erholung. Um bei solch reichhaltigen Mahlzeiten eine ausgeglichene oder
sogar negative Energiebilanz einzuhalten, müsste der Tag 48 Stunden haben.
Aber soweit hat bei der Planung der Feiertage wieder einmal niemand gedacht.
Kein Wunder, dass bei diesem Zeitmangel keine Möglichkeit mehr bleibt,
sich etwas zu bewegen. Schließlich muss der Verdauungstrakt in den
Phasen, in denen wir nicht gerade mal kauen, ordentlich arbeiten und da ist die
Lust auf Bewegung eher eingeschränkt. Während wir uns verdient auf
die faule Haut legen, lassen wir Magen und Darm schuften und schuften.
Gäbe es eine Gewerkschaft für innere Organe, würden die
Darmzotten in der Vorweihnachtszeit sicher auf die Straße gehen.
Nicht nur dass die armen am Feiertag Überstunden machen müssen,
auch danach gibt es noch viel zu tun. An jede Ecke liegen
Süßigkeiten und Lebkuchen. Die müssen schließlich
gegessen werden, und zwar an Weihnachten.
Was tun?
Alles
in allem muss eine Lösung gefunden werden, die Weihnachtssünden so
maßvoll zu begehen, dass einerseits die Speckanlagerung im Rahmen bleibt
und Oma, Mutter und alle anderen Weihnachtsköchinnen und -köche, die
Sie zum Essen einladen, nicht beleidigt sind.
Fitness.com gibt dazu
folgende Tips:
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Sensibilisieren Sie sich im
Hinblick auf Ihren Hunger. Wenn Sie an einem Tag nicht hungrig sind,
könnte das ein Anzeichen sein, dass sie durchgehend am Essen waren. Essen
Sie nicht aus Langeweile, sondern naschen Sie mit vollem Genuss, dafür in
Maßen. |
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Lassen Sie nicht den Salat,
die Vitamine und die Ballaststoffe beim Essen weg, nur weil gerade Weihnachten
ist. |
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Wenn Sie Sport treiben
wollen, tun Sie es am Morgen nach dem Aufstehen, bevor Sie sich in das
"Weihnachtskalorienparadies" aus Lebkuchen und Plätzchen begeben. |
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Zählen Sie nicht die
Kalorien ihres Festmahls. Das nimmt zwischen den Feiertagen so viel Zeit in
Anspruch, dass sie keine Minute mehr haben, Sport zu treiben. |
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Wenn Sie nicht so viel
essen wollen, aber nach dem zweiten Nachschlag immer noch von Ihrer
Großmutter dazu genötigt werden, wickeln Sie sie ein bisschen ein:
"Mein Junge, warum isst Du so wenig? Schmeckt es Dir etwa nicht?"
"Natürlich, aber Deine selbst gebackenen Plätzchen waren so lecker,
dass ich mich daran schon satt gegessen habe." |
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Das Geheimnis um den Winterspeck
lässt sich wie folgt zusammenfassen: Es liegt weniger an dem, was wir
essen und auch nicht an Weihnachten selbst. Es ist die Kombination aus
überschüssiger Freizeit und reichhaltigem Angebot. Die Kalorien zu
zählen wäre sicher genau so falsch, wie aus reiner Langeweile zu
essen. Die freien erholsamen Tage kann man sicher dazu nutzen, ein bisschen
Sport zu treiben. Hungern macht allerdings keinen Sinn, das frustet und
vermiest die Stimmung. Sollte sich trotz aller Vorsichtsmaßnahme ein
kleiner Wohlstandsbauch bilden, hat man auch gleich wieder einen guten Vorsatz
für das neue Jahr. Fitness.com wünscht allen Freunden und Besuchern
ein schönes Weihnachtsfest und erholsame Feiertage.
Autor:
Thomas Markmann |

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