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Trinken will gelernt
sein
Sportlergerechte Nahrung, fettarmes Kochen, vegetarische Kost,
Diäten, .... Wo man hinhört versuchen Sportbegeisterte, sich
bewußt gesund zu ernähren. Viele vergessen jedoch dabei, dass die
Wahl des richtigen Sportgetränks genauso wichtig für die
Leistungsbereitschaft ist.
Wer Sport treibt schwitzt, und
mit dem Schweiß gehen dem Körper große Mengen Wasser,
Mineralien und Elektrolyte verloren. Gerade der Wassermangel wirkt sich im
Sport sehr schnell leistungsmindernd und gesundheitsgefährdend aus, denn
Wasser ist nun mal das wichtigste Transport- und Kühlmittel des
Körpers. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, dass Sportler das richtige
Trinken trainieren. Stellt sich bei einem Sporttreibenden das Gefühl von
Durst ein, ist das meist ein Zeichen für eine bereits verminderte
Leistungsfähigkeit. Deswegen sollten aktive Sportler bereits vor einem
Wettkampf genügend Flüssigkeit zu sich nehmen.
Jede Sportart
stellt andere Ansprüche an den Körper, deswegen ist es nicht einfach,
die Frage nach der idealen Zusammensetzung eines Sportgetränks zu
beantworten. Die Sportwelt diskutiert von Wasser, über Iso-Drinks bis hin
zu den sogenannten Energydrinks und Eiweißshakes. Differenzieren sollte
man in erster Linie zwischen Getränken, die dem Wasserausgleich beim
Ausdauersport dienen und solchen, von denen man sich eine Unterstützung
beim Muskelaufbau in Kraftsportarten verspricht.
Im Ausdauerbereich
reichen Wasser oder Tee grundsätzlich für einen sportlichen Einsatz
von knapp 60 min aus, um den Wasserhaushalt zu regulieren. Sie liefern jedoch
bei länger dauernden Wettkämpfen nicht den wichtigen
Energienachschub. Fruchsaftschorlen hingegen enthalten die notwendigen
Kohlenhydrate in Form von Fruchtzucker zur Energiebereitstellung.
Dabei sollte man beachten, dass die Kohlensäure in
vielen Getränken bei der Erwärmung im Magen in Kohlendioxid
umgewandelt wird. Dieses Gas neigt dazu den Magen zu füllen und verhindert
so eine größere Flüssigkeitsaufnahme. Mischen Sie deshalb
Fruchsaftschorlen lieber mit kohlensäurearmem Wasser. Mineralwasser sollte
genügend Magnesium (ca. 100 mg/l) und Kalium enthalten, um diesen Verlust
schnell auszugleichen. Zwar wird durch den Schweiß auch Natrium
(Kochsalz) abgegeben, jedoch genügt die Zufuhr an Natrium durch unsere
übliche Ernährung vollkommen. Natrium beschleunigt allerdings die
Flüssigkeitsaufnahme im Darm. Ein idealer Natriumgehalt lässt sich
durch den Zusatz von ca. 0,5 Gramm Kochsalz pro Liter erreichen. Limonaden sind
aufgrund ihres hohen Zucker- und/oder Koffeingehalts ebensowenig zum schnellen
Wasserersatz zu empfehlen, wie unverdünnte Fruchtsäfte, da diese
durch ihren hohen Kohlenhydratgehalt die Magenentleerung behindern.
Energydrinks verleihen nicht unbedingt Flügel, sondern regen eher die
Nieren durch ihren hohen Koffeingehalt zur vermehrten Wasserausscheidung an.
Auch ihre ungenügende Mineralzusammensetzung ist für einen aktiven
Sportler nicht geeignet. Sogenannte hypo- bis isotonische Getränke dagegen
entsprechen in ihrer Teilchenkonzentration der körpereigenen
Flüssigkeit und können deshalb vom Körper schneller aufgenommen
werden als etwa unverdünnte Fruchsäfte. Durch spezielle
Kohlenhydratkombinationen (Maltodextrin, Fruktose und lösliche
Stärke) sowie durch zahlreiche Vitamine, Koenzyme und Mineralstoffe ist es
diesen speziellen Getränken möglich, den Durst zu löschen, den
Wasserverlust auszugleichen und den Energiepegel aufrechtzuerhalten.
Isotonische Pulver sollten deshalb für den Sport sehr dünn
angerührt werden, damit sie vom Körper schnell aufgenommen werden
können.
Viele Kraftsportler schwören während ihres
Trainings auf die Einnahme von eiweißhaltigen Shakes. Zumeist werden
diese im Fitnessstudio angeboten. Doch ist diese zusätzliche Aufnahme von
Eiweiß für Kraftsportler überhaupt notwendig? Es ist zwar
richtig, dass Kraftsportler mehr Eiweiß zu sich nehmen sollten, jedoch
kann der maximale tägliche Bedarf von ca. 1,5g/kg Körpergewicht
leicht durch ausgewogene Ernährung gedeckt werden.
Besser ist es
den Eiweißbedarf durch tierische und pflanzliche Eiweiße, wie etwa
durch den Verzehr von frischen Milchprodukten oder magerem Fleisch abzudecken.
Wie in jedem Sport ist es auch für den Kraftsportler wichtig,
genügend Kohlenhydrate zur Energiebereitstellung aufzunehmen.
Fruchtsaftschorlen stellen eine ideale Kombination aus energieliefernden
Kohlenhydraten und ausgleichendem Wasser und Mineralien dar. Achten sie darauf,
dass die Konzentration von Fruchtzucker nicht mehr als 60g/l beträgt, da
er so optimal aufgenommen werden kann, d.h. verdünnen Sie Fruchtsäfte
immer stark und geben Sie etwas Kochsalz hinzu (s.o.).
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Trinken Sie 300 - 500 ml
wenigstens zwei Stunden vor einer sportlichen Aktivität, um den
Körper mit Flüssigkeit und Energie zu versorgen, 130 - 300 ml kurz
vor Beginn der sportlicher Aktivität, um zusätzliche Flüssigkeit
und Energie aufzunehmen. Mindestens 130 - 300 ml sollten alle 15 - 20 Minuten
während des Trainings oder Wettkampfs getrunken werden, um den
Flüssigkeiotsbedarf zu decken. 300 - 500 ml sofort nach dem Training oder
Wettkampf trinken, um Flüssigkeit und Kohlenhydrate wieder
aufzufüllen. |
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Welches ist Ihr
bevorzugtes Sportgetränk?
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Autor: Benjamin Göddel |

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