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Jo-Jo-Syndrom
In Amerika
hörte man bereits vor Jahren den Slogan: "The less you diet, the more
you lose" Je weniger Diäten du machst, desto mehr nimmst du ab.
Doch im Gegensatz zu anderen Trends, die über den Ozean
schwappten, wollte man von diesem hierzulande wenig wissen. Während sich
die wirklich Übergewichtigen oftmals zu wenig mit ihrer Figur
auseinandersetzen, ist das Thema für andere Nummer eins. Die Gruppe
derjenigen, die ständig auf Diät sind, wird immer größer.
Eine Ursache für das Phänomen liegt sicher darin, dass in unserer
Gesellschaft eine Diskrepanz klafft zwischen dem üppigen Angebot
verführerischer Nahrungs- und Genussmittel auf der einen und dem modischen
Schlankheitsideal auf der anderen Seite. Viele treibt dieser Widerspruch
geradezu in eine Diätensucht, die zu folgenschweren
Essstörungen, etwa Bulimie = Ess- Brechsucht,
Anorexie = Magersucht sowie Adipositas = Ess- bzw. Fettsucht
führen kann. Hinzu kommt, dass übertriebene
Schlankheitsbemühungen häufig in Zusammenhang stehen mit psychischen
Problemen. Die Betroffenen, die meistens sowieso schon ein wenig stabiles
Selbstwertgefühl haben, werden immer unzufriedener mit sich. Jahrelange
erfolglose Versuche, das eigene Gewicht in den Griff zu bekommen, können
Depressionen und das Gefühl von Unzulänglichkeit
verstärken. Man schreibt sich selbst ein Versagen zu und erkennt dabei
nicht, dass die Misserfolge schon durch falsche Diäten vorprogrammiert
sind.
Das Auf und Ab des
Körpergewichts
Die DIÄT, die sich aus dem griechischen
Wort diaita = gesunde Lebensweise ableitet, stellt inzwischen selbst
eine Gefahr für die Gesundheit dar. Junge Frauen sind heute die
Hauptrisikogruppe für einen Nährstoffmangel. Denn mit rigorosen
Hungerkuren und auf rasche Gewichtsverluste abzielende Blitzdiäten geht in
der Regel eine Unterversorgung mit lebensnotwendigen Vitaminen und
Mineralstoffen, u. a. Kalzium, Zink, Eisen und B-Vitamine einher. Auch wer
ständig zu wenig isst, muss mit Mangelerscheinungen rechnen. Die
Leistungsfähigkeit sinkt, man wird anfälliger für Krankheiten
und leidet unter Nervosität, Erschöpfung und schlechter Haut. Auf und
nieder mit dem Gewicht wegen des sogenannten Jo- Jo- Effekts Manche
Diätwütigen geraten durch die oben beschriebenen Crash-
Diäten in einen fatalen Teufelskreis von Ab- und Zunehmen. Sie
bekommen ihr Gewicht nicht in den Griff, da es meist darum geht, dass die
Betroffenen ihre wirklichen Probleme nicht anpacken. Alles dreht sich um das
Gewicht, dabei verschieben sie ihr Leben auf später.
Sie sagen:
Wenn ich fünf Pfund weniger habe, wird alles anders. Dann trenne ich mich
von meinem Partner, dann suche ich mir einen neuen Job o.ä. Das
funktioniert aber meistens nicht. Sie nehmen ab, sind aber dennoch nicht
zufrieden. Im Gegenteil: Sie nehmen wieder zu, sogar meist mehr, und das Ganze
beginnt von vorn. Stelle man sich einmal vor, in der Nacht geschieht ein Wunder
und man wacht ohne seinen schwabbeligen Bauch auf. Was würde sich dadurch
in seinem Leben ändern? Die Antwort kann ziemlich ernüchternd sein.
Das JO- JO- SYNDROM, wie Wissenschaftler den Teufelskreis von Diät,
kurzfristiger Gewichtsverringerung und erneuter Gewichtszunahme, mit oft sogar
ein paar Pfunden dazu, nennen.
Wie kommt es zum Jojo-Effekt ?
Ursache dieses Auf und Ab ist eine natürliche Reaktion des
Körpers aus Urzeiten her. Wird er auf Diät gesetzt, schaltet er auf
Sparflamme und reduziert seinen Energieverbrauch um 20 Prozent und mehr.
Dabei greift er jedoch auch auf seine eigenen Fettreserven zurück und
leert diese Fettzellen: Das Gewicht sinkt. Zu Beginn rasch danach immer
langsamer bis zu einem gewissen Punkt. Sobald man aber wieder Normalkost zu
sich nimmt, beginnt der Körper aufzurüsten für Notzeiten und
füllt seine Fettdepots, indem er Hunger signalisiert, was eine
übermäßige Nahrungsaufnahme zur Folge hat. Dieses
kontinuierliche Up and Down (Jo- Jo) kann der Gesundheit mehr schaden als ein
geringes, aber permanentes Übergewicht. Besonders gefährlich sind die
sogenannten Crash-, Null- und Heilfastendiäten mit einer auf ein
Minimum reduzierten Nahrungsaufnahme.
Schlank werden und
Schlank bleiben.
Um das Gewicht dauerhaft auf ein psychologisch
und gesundheitlich zufriedenstellendes Niveau zu bringen, muss man nicht
weniger sondern anders essen. Menschen, die an Übergewicht leiden,
essen meist fettreicher und trinken mehr Alkohol. Dieser ist mit sieben
Kilokalorien pro Gramm neben Fett mit neun Kilokalorien pro Gramm der
energiereichste Nährstoff. Der Fettabbau ist, wenn es ums Abnehmen
geht, das A und O. Im Grunde könnte nahezu jeder Mensch also schlank, fit
und gesund sein. Denn jeder verfügt über ein sehr wirksames
fettverbrennendes System, das allerdings bei zuwenig Bewegung kaum noch
gefordert wird. Die Ernährungsregel für einen dauerhaft schlanken
Menschen ist einfach und logisch: Man drossele den Fettkonsum und esse weniger
Süßigkeiten; dafür jedoch Vollkornprodukte, Kartoffeln,
Hülsenfrüchte, Gemüse und Obst. So trägt man zu einer
nährwertreichen, aber fettarmen Ernährung bei.
Essgewohnheiten ändern.
Um zu einer
angemessenen Ernährung zu gelangen, ist es wichtig, sich die eigenen
Essgewohnheiten zu vergegenwärtigen und zu prüfen, welche
Lebensmittel man bevorzugt und welche Zusammensetzung diese haben. Ebenso ist
wichtig, wie viele Mahlzeiten am Tag man zu sich nimmt und was einen am meisten
zum "sündigen" verleitet. Durch bewusstes Essen fällt das Abnehmen
leichter, denn die Zusammensetzung der Mahlzeiten hat einen
entscheidenden Einfluss darauf, ob
man schnell
wieder hungrig wird oder nicht. Stärke- und Ballaststoffreiche Produkte
wie Vollkornbrot, Müsli, Kartoffeln, Nudeln, Gemüse sowie
Hülsenfrüchte sättigen erheblich anhaltender als zum Beispiel
zuckerhaltige Produkte. Kuchen, Kekse etc. rufen eine rasche
Insulinausschüttung hervor, wodurch der Blutzuckerspiegel ebenso schnell
wieder abfällt mit dem Ergebnis, dass man hungrig wird - und dann meistens
auf Süßes. Auch durch mehrere über den Tag verteilte Mahlzeiten
lässt sich die Hunger- Sättigungsregulation des Organismus positiv
beeinflussen. Mehrmals täglich ein leichter Imbiss ist vorteilhafter und
leichter für den Körper zu verdauen, da er ihn sogleich in
Arbeitsenergie umsetzt, als der Verzehr weniger aber großer Portionen.
Ohne Sport geht´s nicht !
Um ein wenig
sportliche Bewegung kommt kein dauerhaft schlank bleibender Mensch herum, denn
ohne Bewegung haben selbst die besten Ernährungsumstellungen keine Chance.
Es reicht schon, seinen Stoffwechsel durch regelmäßiges Joggen,
Radfahren, Schwimmen Walken, Inline Skaten oder ähnliches in Schwung zu
bringen. Dabei gilt: Lieber langsam, so dass man sich noch locker mit jemandem
unterhalten kann, dafür aber länger, um einen hohen Energieumsatz zu
ermöglichen. Man sieht also, dass Abnehmen gar nicht schwierig und
kasteiend ist, sondern für jeden leicht zu handhaben. Es muss lediglich
die Ernährung etwas umgestellt werden.
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Lieber langsam und gesund
durch viel Sport Pfund um Pfund abnehmen, als schnell zu hungern, denn die
überflüssigen Kilos kamen auch nicht über Nacht, sondern
schmelzen genauso langsam, wie sie entstanden sind! |
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Autorin: Silke Wittke |

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