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Fitness.com Artikel

Frohes Fett! - Alle Jahre wieder

Waage(diaita) Weihnachtsb(r)äuche und Weihnachtsspezialitäten bergen die Gefahr der Gewichtszunahme in sich, denn für viele artet das gesellige Fest in endlosen Mahlzeiten, kneifendem Hosenbund und Speckröllchen aus. Bereits jetzt schon mit Schrecken an die gewichtigen Folgen der weihnachtlichen Schlemmerei zu denken, muss nicht sein, beschwichtigt Klaudia Pütz, Diplom Diätassistentin bei der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik in Bad Aachen die Bedenken. Selbst wenn die Fe(s)ttage nicht gerade figurfreundlich sind:

Dick wird man nicht zwischen Weihnachten und Silvester, sondern zwischen Silvester und Weihnachten,

betont Pütz. Die Gewichtszunahme liegt nach einer im "The New England Journal of Medicine" veröffentlichten Studie (Yanovski JA et al.: A Prospective Study of Holiday Weight Gain. N Engl J Med 2000; 342: 861-867.) mit durchschnittlich 0,37 Kilogramm niedriger als allgemein befürchtet. Wichtiger, als sich bereits schon im vornherein Gedanken zu machen, ist vielmehr ein bewusster und maßvoller Umgang mit den Festtagsspezialitäten. Was das ganze Jahr über täglich auf den Teller kommt, hat einen viel größeren Effekt auf die Figur als eine reichhaltige Festwoche.

Es ist nichts verboten!

Es muss allerdings die Verhältnismäßigkeit, die gesamte Ernährung über den Tag und über die Woche verteilt sowie die Bewegung stimmen. Nach den Festtagen sollte schnell wieder zur fettnormalisierten, ausgewogenen Ernährung zurückgefunden werden, damit uns die Gewichtszunahme während der Vorweihnachtszeit und der Feiertage nicht das ganze Jahr verfolgt. Mit einigen Tricks bei der Lebensmittelauswahl und beim Backen können Sie die Weihnachtszeit entspannt genießen, ohne zusätzliche Kilos auf Hüften und Po zu laden. Die Ernährungsexperten der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V. zeigen die Tipps, Empfehlungen und Vorschläge für eine genüssliche Weihnachtszeit auf, um kulinarisch fit die Weihnachtstage zu überstehen und ohne gesundheitliche Schäden ins nächste Jahr zu rutschen.

Tipps fürs Menü:
Nehmen Sie sich viel Zeit für das Einkaufen, das Zusammenstellen der Menüs und zum Kochen, um ein besonderes Essen zuzubereiten. Denn Weihnachten ist die Zeit für Genießer und das Weihnachtsessen stellt für die ganze Familie ein kulinarisches Highlight dar. Wie wäre es, wenn Sie anstelle eines Gänsebratens einen leckeren mit Backpflaumen gefüllten Putenbraten zum Fest anbieten? Das mit Obst gefüllte Fleisch schmeckt saftig und ist sehr fettarm. Auch Putenmedaillons sind ein leichtes, leckeres Festessen. Als Weihnachtsbraten eigenen sich anstelle von Gans und Ente magere Fleischsorten wie Pute, Huhn, Kalb oder Wild. Wer fett einsparen will, kann die Haut von Geflügel entfernen. Ein Vergleich: 100 Gramm Putenfleisch enthalten 1 g Fett, während 100 g Gans 30 g Fett enthalten.

FischDieses Jahr zur Abwechslung lieber Fisch servieren? Fisch ist ein wohlschmeckendes und gesundes Nahrungsmittel, das auf vielfältige Art und Weise zubereitet werden kann und eine schmackhafte Alternative zu Fleischspeisen darstellt. Fisch entspricht ebenfalls dem Trend gesunder, qualitativ hochwertiger und abwechslungsreicher Ernährung. Da Fischfleisch fast kein Bindegewebe hat, ist es zart und leicht verdaulich. Magerfische, beispielsweise die meisten kabeljauartigen Fische, Schellfisch, Scholle, Hecht oder Seelachs haben einen Fettgehalt von bis zu ein Prozent und sind daher unschlagbare Schlankmacher im Weihnachtsmenü. Bei mittelfetten Fischen liegt der Fettgehalt zwischen ein und zehn Prozent. Das sind beispielsweise Forelle, Rotbarsch, Sardelle und Karpfen. Thunfisch, Hering, Aal, Makrele und Lachs sind dagegen nicht mehr als fettarme Fischsorten zu bezeichnen und haben gegenüber anderen Fleischsorten keinen Kalorienvorteil, zeichnen sich aber ernährungsphysiologisch durch ihren hohen Gehalt an Omega-3-Fettsäuren aus.
Sollten Sie sich für einen klassischen Braten entscheiden, können Sie den Fettgehalt des fertigen Gerichts über die Soßenzubereitung beeinflussen. Kochen Sie Suppe und Bratensauce einen Tag vor dem Verzehr, stellen Sie sie kalt und schöpfen Sie anschließend das Fett ab. Besser als mit Sahne die Soße zu verfeinern eignet es sich, Kartoffel oder Gemüse mit zu kochen und es zu passieren. Das ergibt eine cremige, aber fettarme Soße.

Die Zubereitung macht´s!

Fettarme Garmethoden (Grillen, Dünsten, Dämpfen, Garen in der Folie, in einer beschichteten Pfanne, im Römertopf oder im Bratschlauch) auswählen und sichtbares Fett entfernen!

Allgemeine Tipps:
Starten Sie den Tag mit einem frischen Frühstück: Ein Müsli mit frischem Obst, Feigen und Datteln sättigt und hilft, nicht gleich in den nächsten Stunden über andere Weihnachtsspezialitäten herzufallen und bringt gute Laune in die Gästerunde. Oder bevorzugen Sie Vollkornbrot und -brötchen mit fettarmem Belag: Halbfettmargarine, Konfitüre, gekochter oder roher Schinken ohne Fettrand oder Hähnchenbrust.

Nachspeisentipp: Als Dessert nach einem reichhaltigen Essen ist vielen ein erfrischender exotischer Obstsalat lieber als ein Mousse au Chocolat. Ein selbstgemachtes Joghurteis mit pürierten Beeren oder frischen Früchten ist einmal etwas anderes. Mandarinen, Klementinen oder Apfelsinen sollten nicht nur den Nachtischteller optisch verzieren, sondern zwischendurch als kalorienarme Zwischenmahlzeiten verzehrt werden. Die frische Abwechslung enthält wichtige Vitamine und verbreitet den Duft einer herrlichen Weihnachtsatmosphäre.

WeihnachtsgebäckBewusst genießen und sich Zeit beim Essen nehmen, lautet die Devise. Fangen Sie nicht an, sich Kekse oder Schokokugeln zu verbieten. Strenge Verbote und Einschränkungen sind der sicherste Weg zum Misserfolg und nehmen die Freude an den Festtagen. Überlegen Sie, welche Köstlichkeiten Sie am liebsten essen möchten und wie viel davon. Diese Menge sollten Sie sich gönnen und bewusst genießen. Essen Sie langsam und empfinden Sie ganz bewusst den Geschmack. Auf diese Weise können Sie unkontrollierte und übermäßige Mengen vermeiden und müssen trotzdem nicht verzichten.

Wer dennoch zu Weihnachten über die Stränge geschlagen hat - es gibt auch eine gute Nachricht. Jeder um einige Gramm dicker gewordene Mensch hat im neuen Jahr eine neue Chance für eine schlanke Linie. Soviel Fett, wie Sie im neuen Jahr sparen werden, können Sie dieses Jahr gar nicht mehr essen!

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Quelle: D.I.E.T.




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