Gefährliche oder hilfreiche
Mikrowelle?
Ob in der Presse oder im Bekanntenkreis,
immer wieder stößt man auf Aussagen über mögliche
Gesundheitsgefährdungen durch die Mikrowelle. Oft hört man, die
Strahlen seien gesundheitsgefährdend oder es treten schädliche
Veränderungen des Lebensmittels bei Nutzung der Mikrowelle auf.
Nichts davon ist bis heute
bestätigt worden.
Mikrowellen sind elektromagnetische Wellen, die mit ihrer
Energie kleine Teilchen im Lebensmittel (z.B. Wassermoleküle) zum
Schwingen bringen. Dadurch wird das Lebensmittel sozusagen von innen heraus
erwärmt. Diese Erwärmung kann jedoch sehr
ungleichmäßig sein, wodurch heiße und kalte Stellen
entstehen können. Deshalb sollten alle Speisen, vor allem aber
Babynahrung, während des Erhitzens und vor dem Verzehr gut
durchgerührt werden. Aufgrund der schnellen und z.T.
ungleichmäßigen Erwärmung können aber grundsätzlich
in den kälteren Stellen Krankheitserreger, wie z.B. Salmonellen
überleben . Deshalb sollte man frischeihaltige Speisen und
Geflügel sicherheitshalber auf dem Herd oder im Backofen zubereiten.
Der Gehalt an wertvollen Nährstoffen im Lebensmittel
ist nach dem Garen in der Mikrowelle nicht geringer als bei den anderen
üblichen Garmethoden . Im Gegenteil: wird beispielsweise Gemüse
mit wenig Wasserzugabe in der Mikrowelle gegart, ist der Vitaminverlust
geringer als beim normalen Kochen auf dem Herd.
Auch die Angst vieler, die aus den Geräten austretende
Leckstrahlung sei gesundheitsgefährdend, ist
unbegründet. Großangelegte Studien in den letzten 2 Jahrzehnten
zeigten, dass alle getesteten Geräte die zulässigen Höchstwerte
noch weit unterschritten.
Die Mikrowelle kann also bei sachgerechtem Einsatz eine gute
Ergänzung, kein Ersatz, der herkömmlichen Garmethoden sein.
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