Rückenschmerzen aktiv vermeiden
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(idw). Etwa 80 bis 90 Prozent aller Deutschen leiden mindestens einmal in ihrem Leben unter Rückenschmerzen. In den meisten Fällen verursachen wenig Bewegung, falsche Körperhaltung und Verspannungen durch Stress die Schmerzen.
Der Berufsverband der Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie (BVOU) informierte anlässlich des Deutschen Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie vom 22.bis 25. Oktober 2008 in Berlin über einfache Maßnahmen, die Erkrankungen des Rückens oder deren Chronifizierung verhindern können.
"Das beste Mittel gegen Rückenschmerzen ist körperliches Training", erklärte etwa Dr. med. Siegfried Götte, Präsident des BVOU. Gerade bei einem "Hexenschuss" sollten Patienten so schnell wie möglich das Bett verlassen und sich bewegen. Setzt eine Behandlung zu spät ein, können die Schmerzen chronisch werden. Medizinische Trainings- und Verhaltenstherapie, intensive Rückenschule und aktive körperliche Belastung stärken den chronisch schmerzenden Rücken.
Wie bei allen Schmerzzuständen ist es notwendig, die Ursache zu erforschen, statt mit Medikamenten nur die Schmerzen zu unterdrücken. Um Rückenschmerzen gar nicht erst entstehen zu lassen, empfehlen die Experten Vorsorgeuntersuchungen bei Säuglingen und kleinen Kindern, um frühzeitig Haltungsschäden zu erkennen, die zu Verschleißerscheinungen führen können. Körperliche Aktivität und Sport kräftigen Rücken- und Bauchmuskulatur und stabilisieren die Wirbelsäule. Je weniger Muskulatur vorhanden ist, desto früher entstehen Rückenschmerzen, Arthrose und Osteoporose.
Heute leiden jedoch bereits mehr als die Hälfte der Kinder im Schulalter unter Rückenschmerzen. Orthopäden fordern deshalb schon seit Jahren täglich eine Stunde Schulsport.
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