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Thema „Schwere Schulranzen“

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(dosb). Bei vielen Kindern werden bereits zur Einschulung Haltungsschwächen bzw. sogar -schäden diagnostiziert. So verwundert es nicht, dass viele Grundschüler über Rückenschmerzen klagen.
Ursachen hierfür sind hauptsächlich mangelnde Bewegung und zu schwere Schulranzen, die noch dazu falsch getragen werden. Die Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung (BVPG) nennt Maßnahmen, die notwendig und praktikabel sind und somit einen Beitrag zur Besserung bzw. Erhaltung der Kindergesundheit leisten können.
Eltern können bereits beim Kauf des Schulranzens eine Basis für eine „leichte Zukunft“ schaffen. So sollte der Ranzen nicht mehr als 1200 Gramm wiegen und die Ausstattung eine gepolsterte Rückwand und Gurte sowie Reflektoren und Leuchtstreifen beinhalten. Die Gurte sollten längenverstellbar (und somit an das wachsende Kind anpassbar) und mindestens 4 cm breit sein. Die Ranzenbreite sollte der Schulterbreite des Kindes entsprechen, der obere Rand mit der Schulterhöhe abschließen. Ein Hilfsmittel bei der Suche nach dem richtigen Ranzen ist das GS-Zeichen 58124, das auf geprüfte und mit dem Mindeststandard versehene Modelle hinweist.
Erst wenn alle Sicherheitskriterien erfüllt sind, sollte ein letzter Punkt beachtet werden: das Aussehen. Für die Kinder ist am wichtigsten, welche Farbe der Ranzen hat und mit welchem Motiv er versehen ist. Daher sollte der Schulranzen gemeinsam gekauft und auch mehrere Modelle ausprobiert werden.
Ist der richtige Schulranzen besorgt und hat die Schule angefangen, sollten die Eltern regelmäßig das Gewicht des gefüllten Ranzens kontrollieren. Dieses soll maximal zehn Prozent des Körpergewichts des Kindes betragen. Am einfachsten wird das Gewicht überprüft, indem die Eltern jeden Abend zusammen mit dem Kind die Sachen für den nächsten Tag packen und sich dabei die Frage stellen: Was wird wirklich gebraucht? Aber auch von organisatorischer Seite, d.h. der Schule und den Lehrkräften, kann einiges beigetragen werden. Einen Anfang bilden Ablagemöglichkeiten in der Schule. Hier können die Kinder Materialien, die zu Hause nicht gebraucht werden, aufbewahren statt sie täglich hin und her zu schleppen.
Wichtig sind auch Bewegung und sportliche Betätigung, um Rückenschmerzen und Haltungsschäden zu vermeiden. Die BVPG fordert regelmäßigen qualifizierten Sportunterricht, der Muskelaufbau und Stärkung der Wirbelsäule spielerisch fördert.


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