Frühwarnsystem für Ausdauersportler
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idw). Ausdauersportler sind hart zu sich selbst. Verletzungen beachten sie erst, wenn sie starke Schmerzen haben. Schäden entstehen aber schon wesentlich früher. Mediziner des Landeskrankenhauses Klagenfurt haben Teilnehmer des Kärntner Triathlons vor und nach dem Wettkampf untersucht. Sie fanden heraus, dass viele Athleten schon vor dem Rennen Mikroverletzungen aufwiesen - die sich dann durch den Wettkampf verschlimmerten. Mit Hilfe moderner Magnetresonanztomographen (MRT) können Radiologen heute schon kleinste Veränderungen feststellen, die bei Belastung aber möglicherweise zu Frakturen und ernsthaften Knorpelverletzungen führen. Im Laufe des Wettkampfes in Kärnten vergrößerten sich die Vorschäden einiger Athleten und entwickelten sich zu Kniegelenksergüssen, Entzündungen der Achillessehne, Muskelödemen und periostalen Ödemen. Besonders oft diagnostizierten die Radiologen Ödeme, das sind Wasseransammlungen, die in dauerhaft überbelasteten Gelenken entstehen und das Gewebe schwächen. Dr. Sandra Habernig, Leiterin der Studie, rät: "Sportler können Überlastungsschäden durch eine MRT-Untersuchung schon früh erkennen und ihr Training entsprechend gestalten." Deshalb sei es auch für Breitensportler sehr wichtig, sich rechtzeitig medizinischen Checks zu unterziehen. "Im Ausdauersport sind die Belastungen für Amateure ähnlich hoch wie für Profis", erklärt Habernig. Zu ähnlichen Ergebnissen kommt eine Studie des Radiologischen Instituts der Universität Essen. Die Mediziner untersuchten mit einem Hochleistungs-MRT die Sprunggelenke von Marathonläufern nach einem Wettkampf. "Bei vielen Athleten wiesen wir im Anschluss an den Wettkampf winzige Verletzungen nach. Wann diese entstanden sind, können wir mit dieser Studie allerdings nicht sagen", erläutert die Leiterin der Studie, Dr. Susanne Ladd. "Einige Athleten hatten Knorpelverletzungen, die irreparable sind. Veränderungen wie diese hätten wir mit normaler Technik kaum sehen können – sie führen aber häufig zu einer Arthrose", bestätigt Patrick Kokulinsky aus dem Team von Dr. Ladd. Die Mediziner der Triathlon-Studie bestätigen, dass besonders das Laufen für die diagnostizierten Verletzungen verantwortlich ist. In der Untersuchung der Triathleten stellten die Ärzte kaum Veränderungen in Schulter-, Brust- und Armbereich fest. Dr. Habernig rät daher, das Training für ausdauerndes Laufen umzustellen und sich schonend auf einen Wettkampf vorzubereiten. Jedoch betonen die für die Studien verantwortlichen Ärzte auch, dass niemand sich vom Sport abhalten lassen soll. Denn ein ausgewogenes Training trainiert schließlich auch die Knochen und Gelenke sowie das Herz-Kreislauf-System. Dies zählt auch und vor allem für Breiten- und Freizeitsportler.
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