Vor
(dosb). Stress kann anregen, und Stress kann aufregen. Im ersten Fall wirkt er als motivierender Antrieb und mobilisiert Energien. Hingegen stellt belastender Stress im Berufs- und Privatleben auf Dauer ein ernst zu nehmendes Gesundheitsrisiko dar. Dabei gibt es gute Möglichkeiten, negativem Dauerstress wirksam zu begegnen, wie die Deutsche Herzstiftung betont. „Wenn Anspannung nicht durch regelmäßige Entspannung ausgeglichen wird, sind oft Schlafstörungen ein erstes deutliches Zeichen, dass wir in unserem Leben etwas ändern müssen“, erklärt Karl-Heinz Ladwig, Professor für Psychosomatische Medizin und Medizinische Psychologie am Helmholtz Zentrum München und Klinikum rechts der Isar der TU München. Dauerstress belastet die Psyche und den Körper. Er führt zu Erschöpfung, schwächt das Immunsystem und begünstigt die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Herzinfarkt und Schlaganfall. Damit Dauerstress nicht zum Krankmacher wird, ist es ratsam, möglichst frühzeitig etwas dagegen tun. Selbst wenn sich die auslösende Situation nicht grundlegend oder nur begrenzt ändern lässt, ist man dem Stress keineswegs hilflos ausgesetzt. So lässt er sich besonders gut mit intensiver Bewegung abschütteln: Optimal sind vier- bis fünfmal pro Woche eine halbe Stunde oder mehr Ausdauertraining, etwa in Form von Laufen, Schwimmen oder Radfahren, wie die Deutsche Herzstiftung mitteilt. Ebenso können Techniken wie die Progressive Muskelentspannung oder Autogenes Training sehr hilfreich sein. „Eine wichtige Anti-Stress-Strategie“, so Prof. Ladwig, „besteht zudem darin, selbst gewählte Aktivitäten wie etwa Musizieren, Theaterbesuche mit Freunden oder Kochen zu finden, die anregen, Freude machen und den Dauerstress vergessen lassen.“ Weitere Empfehlungen zur Stressbewältigung bietet die Deutsche Herzstiftung in ihrem neuen Sonderdruck „Stress“ an, der unter dem gleichnamigen Kennwort gegen Einsendung des Rückportos (1,45 Euro in Briefmarken) bezogen werden kann bei: Deutsche Herzstiftung, Vogtstr. 50, 60322 Frankfurt.
