Dritter Platz für Würzburger Erfindung
Vorherige
Nächste
(idw). Innovativ: Dieses Schlagwort wird heute geradezu inflationär verwendet - und das sogar für Produkte, die keine wirkliche Neuerung bieten. Das Gerät allerdings, das Professor Peter Schneider von der Universität Würzburg entwickelt hat, gehört nicht in diese Kategorie. Der Mediziner wurde jetzt beim KKH-Innovationspreis 2007 für Früherkennung und Prävention mit Platz Drei ausgezeichnet, der mit einem Betrag von 4000 Euro dotiert ist. Denn Schneider hat ein Gerät entwickelt, mit dem sich der Trainingszustand der Muskulatur messen lässt. Dabei steht die zu untersuchende Person auf einer Bodenplattform und vollführt bestimmte Körperübungen, etwa schnelle Kniebeugen. Sensoren in der Plattform registrieren die einwirkenden Kräfte, die Signale gehen an einen Computer. Dort werden sie mit einer Software verarbeitet, die ebenfalls auf das Erfinder-Konto von Schneider geht. Die Daten, die dabei herauskommen, sind für Mediziner interessant. Sie liefern beispielsweise Hinweise darauf, ob Gleichgewichtsstörungen zentralnervös oder muskulär bedingt sind. Außerdem geben sie Aufschluss über das Sturzrisiko, das etwa bei Patienten mit Muskeldystrophie oder nach Schlaganfällen erhöht ist. Das Gerät eignet sich aber nicht nur für Reha und Medizin, sondern als Ergometer auch für den Einsatz im Spitzensport oder im Fitness-Training. Die Universität meldete Schneiders Erfindung zum Patent an, die Firma Soehnle Professional GmbH & Co. KG vertreibt das Gerät inzwischen weltweit unter dem Namen Balance-X-Sensor. Mehr Informationen über Schneiders Erfindung finden Sie im Internet unter: http://www.uni-wuerzburg.de/it/sonstiges/meldungen/single/artikel/erfindung/
Vorherige
Nächste