Ein Blick ins Herz - Forscher entwickeln neue bildgebende Verfahren
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(idw). Vor der Behandlung von Erkrankungen steht ihre Erkennung. Der Sonderforschungsbereich (SFB) 656 der Universität Münster "Molekulare kardiovaskuläre Bildgebung (MoBil) - von der Maus zum Menschen" entwickelt neue Methoden, um Herzerkrankungen durch molekulare Untersuchungsverfahren frühzeitig sichtbar zu machen. "Damit können wir bereits in frühen Stadien Patienten, die ein Herzinfarktrisiko haben, identifizieren und gezielt einer vorbeugenden Therapie zuführen", so SFB-Sprecher Prof. Dr. Dr. Otmar Schober. Durch ein Pilotprojekt mit Schwerpunkt Öffentlichkeitsarbeit sollen demnächst auch Patienten über die Forschungsergebnisse informiert werden und Schüler aus Münster und Umgebung die Gelegenheit haben, mit den SFB-Forschern zu experimentieren. Zur Diagnose von Herzerkrankungen gibt es verschiedene Verfahren, die häufig invasiv sind, also einen Eingriff in den Körper nötig machen. Der SFB 656 entwickelt nicht-invasive molekulare Methoden, bei denen zum Beispiel Entzündungsherde im Körper durch fluoreszierende oder radioaktive Markermoleküle, so genannte Tracer, sichtbar gemacht werden. Wissenschaftler aus Medizin, Physik, Chemie und Pharmazie, Mathematik und Informatik arbeiten eng zusammen, um neue molekulare Tracer zu entwickeln, die technischen Methoden der Bildgebung zu verbessern und die Befundauswertung durch Computerprogramme zur dreidimensionalen Visualisierung zu optimieren. Die neuen Verfahren werden zunächst an Mäusen getestet, die ähnliche Krankheitssymptome wie menschliche Patienten zeigen, zum Beispiel Verengungen der Herzkranzgefäße oder Herz-Muskel-Erkrankungen. Der Test am Mausmodell ist Voraussetzung dafür, dass die Methoden später auch am Menschen angewandt werden können.
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