(idw). Neue Dinge zu lernen, Erfahrungen zu speichern und sich an neue Umstände anzupassen - diese Eigenschaften des Gehirns ermöglichen nicht nur uns das tägliche Überleben. Erreicht wird diese besondere Flexibilität unter anderem dadurch, dass Nervenzellen ständig neue Verbindungen auf- oder wieder abbauen. Doch Nervenzellen brauchen bis zu 24 Stunden, bevor sie über eine solche neue Kontaktstelle auch tatsächlich Informationen austauschen können. Dies konnten Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Neurobiologie jetzt erstmals zeigen. In ihrem Experiment bauten Nervenzellen zwar nach einer Anregung innerhalb von wenigen Minuten gezielt Verbindungen zu ihren Nachbarzellen aufbauen. Doch die Übertragung von Informationen über diese Verbindungen war erst nach mehreren Stunden möglich. Die Ergebnisse wurden im Juli 2007 im Journal of Neuroscience veröffentlicht.