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Gesundheits-Check bei Laufveranstaltungen gefordert

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(dosb). Bei Laufveranstaltungen in Deutschland und im Ausland sind in diesem Jahr bereits mindestens neun Menschen zu Tode gekommen. Diese hohe Zahl wird mit großer Sorge registriert und hat bei den Laufveranstaltern und in der Öffentlichkeit zu Diskussionen über möglichen Konsequenzen geführt. Jetzt hat German Road Races (GRR), die Interessengemeinschaft der großen deutschen Straßenlauf-Veranstalter in Deutschland, eine erste Umfrage durchgeführt und ausgewertet. Demnach reicht die gängige Praxis, bei der die Teilnehmer quasi mit ihrer Anmeldung zu einem Lauf per Unterschrift erklären, dass sie sich in einem „angemessenen Trainingszustand" befinden, allein nicht mehr aus. Künftig möchte German Road Races eine verbindliche Voraberklärung darüber einführen, dass ein zeitlich nahe am Veranstaltungstermin gelegener Gesundheits-Check bei einem medizinischen Spezialisten durchgeführt wurde. Das vorschnell ins Spiel gebrachte ärztliche Attest wird jedoch weitgehend abgelehnt, weil es neben rechtlichen Bedenken zu viele Unsicherheitsfaktoren enthält, ganz zu schweigen vom hohen Verwaltungsaufwand. Weiter empfiehlt die GRR den Laufveranstaltern einen umfangreichen Maßnahmenkatalog mit intensiven Vorbereitungskursen, die die Laufveranstalter selbst für Laufinteressierte, und zwar insbesondere für Anfänger und Wiedereinsteiger anbieten sollen. Hinzu kommen Beratungen in Fragen der Trainingsgestaltung und der Ernährung sowie zielgruppenspezifische Verbreitung von konkreten Verhaltensregeln vor, während und nach dem Wettkampf. Ein gesundheitliches Restrisiko wird es aber trotz aller bestehenden und zusätzlichen Sicherheitsvorkehrungen aber immer geben. Deswegen ist nicht zuletzt auch mit Nachdruck an die Eigenverantwortung der Läuferinnen und Läufer als „mündige" Bürgerinnen und Bürger zu appellieren, die letztlich selbst „ihre" Entscheidung für oder gegen die Teilnahme an einem Lauf zu treffen haben. Vor Panikmache und Verunsicherung wird jedoch seitens GRR entschieden gewarnt: „Das hilft in der Sache nicht weiter. Eine maßvolle Aufklärung mit flankierenden Maßnahmen muss weiterhin im Vordergrund stehen", sagt GRR-Sprecher Horst Milde (Berlin).
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