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So bleiben Kinderfüße gesund

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(idw). Die meisten Kinder kommen mit gesunden Füßen zur Welt. Doch durch falsches Schuhwerk können Kinderfüße Schaden nehmen. "Am gefährlichsten sind dabei Schuhe, die zu klein sind", gibt Stephan Odenwald, Juniorprofessor für Sportgerätetechnik an der TU Chemnitz, zu bedenken. Aus diesem Grund entwickelte seine Arbeitsgruppe im Auftrag des Unternehmens RENO ein Messgerät, das unabhängig vom subjektiven Eindruck des Kindes die richtige Schuhgröße ermittelt. "Wir Sportgerätetechniker profitieren dabei von der Nähe zum Institut für Sportwissenschaft der TU Chemnitz, denn die in Deutschland einzigartige enge Zusammenarbeit zwischen Bewegungswissenschaftlern und Maschinenbau-Ingenieuren eröffnet für Forschung und Entwicklung zahlreiche neue Möglichkeiten im Bereich "Sport und Technik" - insbesondere in der Schuhforschung", sagt Odenwald. "Das ganze Projekt basiert auf einer Studie der Universitätsklinik Tübingen aus dem Jahre 2005. Das erschreckende Ergebnis: Kinder tragen im Mittel ein bis zwei Nummern zu kleine Schuhe. "Kinder sind auf Grund ihrer noch nicht voll entwickelten Wahrnehmungsfähigkeit nicht in der Lage, uns zu sagen, ob ein Schuh richtig passt", so der Sportgerätetechniker, "und ihre Füße größtenteils noch aus knorpeligen Strukturen bestehen, sind sie weich und verformbar - sie passen sich also auch an falsch sitzende Schuhe an". "Der berühmte Daumendruck des Verkäufers, um die Größe zu prüfen, ist dabei genau falsch. Denn das Kind zieht die Zehen ein, und so liegt die Vermutung nahe, dass genug Platz im Schuh ist. Sobald der Daumen aber wieder weg ist, werden die Zehen ausgestreckt und der Schuh ist zu klein", gibt Odenwald zu bedenken. So wurde die Professur Sportgerätetechnik im Juli 2005 beauftragt, ein Messinstrument zu entwickeln, das genau die Maße am Fuß misst, die gebraucht werden, um einen Schuh richtig anzupassen. "Schon nach acht Wochen hatten wir einen ersten Prototyp des Messgerätes", so Odenwald. Damit entwickelte die Juniorprofessur das Nachfolgemodell zu den schon existierenden Messgeräten in den deutschlandweiten RENO-Filialen. Das neue Messinstrument aus der Chemnitzer Universität arbeitet mit Hilfe von Kameras anstatt mit den bisherig eingesetzten Flachbettscannern. Dabei wird der Fuß nicht nur von unten fotografiert, sondern auch von der Seite. Somit ist auf einem Bild die planare Ansicht und die Seitenansicht der Füße zu sehen. Das System berechnet im Anschluss ein Referenzkoordinatensystem, aus dem dann letztendlich die richtige Schuhgröße bestimmt wird. Die Vorteile, die solch ein neues Messgerät bringt, nennt Odenwald: "Wir können damit die systembedingten Nachteile der bisherig eingesetzten Flachbettscanner ausschließen. Der Lichtstrahl muss nicht erst den ganzen Fuß abtasten, bis das Bild entsteht. Da unser System mit Kameras arbeitet, haben wir innerhalb eines Knopfdrucks das fertige Bild, wobei das Messinstrument unter allen Lichtverhältnissen einsetzbar ist. Zudem werden bei uns beide Füße nacheinander gemessen".
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