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Fußball weiterhin unangefochtene Nummer Eins im Fernsehen

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(dosb). Der Sportausschuss des Deutschen Bundestages hat eine kleine Anhörung zum Thema „Einseitigkeit der Fernsehberichterstattung bei der Auswahl der Sportarten“ durchgeführt. Im vergangenen Jahr hat der Programmanteil des Sports in der ARD acht Prozent betragen (2005: sieben Prozent), hieß es dabei. Im Jahr der Fußball-WM habe „Das Erste“, so ARD-Programmdirektor Dr. Günter Struve, „von mehr als 35 Sportarten“ berichtet: 26 davon wurden in einer Länge von mehr als 30 Minuten behandelt. Die Statistik: 1. Fußball (11.350 Minuten), 2. Olympische Winterspiele (8.469), 3. Radsport (4.573), 4. Ski Nordisch (2.747), 5. Biathlon (2.549), 6. Ski Alpin (2.402), 7. Boxen (1.737), 8. Motorsport (1.439), 9. Leichtathletik (1.335), 10. Reitsport (635), 11. Rodeln (406), 12. American Football (337), 13. Handball (294), 14. Schwimmen (269), 15. Tennis (184), 16. Paralympics (168), 17. Eisschnelllauf (151), 18. Bob (132), 19. Hockey (127), 20. Eiskunstlauf (88), 21. Tischtennis (62), 22. Segeln (46), 23. Tanzen (44), 24. Basketball (40), 25. Turnen (35), 26. Skeleton (31). Dem gegenüber seien neun Sportarten im Jahresverlauf weniger als 30 Minuten im Gemeinschaftsprogramm zu sehen gewesen, wie zum Beispiel Volleyball, Kanu, Ringen, Eishockey (au-ßerhalb der Olympia-Berichterstattung) und Rudern. „Weitere Sportarten, die vor allem regionale Interessen bedienen und in keinem anderen Programm verbreitet werden, übertragen die Dritten Programme der ARD“, erklärte Dr. Struve. 19 andere Sportarten hätten so ihre Sendeflächen erhalten - wie etwa Billard, Curling, Fechten, Gewichtheben, Judo und Schach. Sein Gesamtfazit: „Die Vielseitigkeit der Sportberichterstattung, ergänzt durch die qualitativ hochwertige redaktionelle Aufarbeitung, haben zur Folge, dass die Zuschauer dem Ersten 2006 in einer repräsentativen Umfrage (ARD-Trend) wiederholt das beste Sportprogramm bescheinigt haben.“ ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender teilte mit, dass das „Zweite“ im vergangenen Jahr 23 verschiedene Sportarten „ausführlich“ übertragen (das heißt: mehr als 30 Minuten) und von 19 weiteren Sportarten in kürzeren Zusammenfassungen (weniger als 30 Minuten) berichtet habe. Zahlen über die Sendeminuten legten die Mainzer nicht vor. Ganz oben im Ranking steht danach der Fußball (einschließlich der 87 Sendestunden von der WM 2006 in Deutschland), gefolgt von den Olympischen Spielen (140 Stunden), Ski Nordisch mit Skispringen, Radsport, Biathlon und Boxen. Auf den Plätzen ab Rang sieben folgen: Ski Alpin, 8. Leichtathletik, 9. Motorsport, 10. Bob/Rennrodeln, 11. Eisschnelllauf, 12. Schwimmen, 13. Reiten, 14. Behindertensport, 15. Handball, 16. Tennis, 17. Hockey, 18. Eiskunstlauf, 19. Triathlon, 20. Turnen, 21. Rudern/Kanu, 22. Tischtennis, 23. Basketball und 24. Segeln. Zu den Sportarten, von denen 2006 weniger als eine halbe Stunde berichtet wurde, gehören auch Eishockey (außerhalb der Olympia-Berichterstattung), Fechten, Golf, Judo, Rhythmische Sportgymnastik, Ringen und Volleyball. Brender unterstreicht in einer schriftlichen Unterlage: Nach dem Ranking des Volumens der ZDF-Sportberichterstattung „würden alle Wintersport-Disziplinen nach Fußball sicherlich die nachfolgenden Plätze belegen“. Für das zweite Halbjahr 2007 kündigte er an, dass das ZDF gemeinsam mit der ARD „über sieben Welt- bzw. Europameisterschaften in Deutschland von nicht ganz so populären Sportarten ausführlich berichten wird und auch die Fernsehbilder von diesen Veranstaltungen selbst produziert“.
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