(idw). Auf die Verpackung kommt es an: Auch Zellen schließen Proteine zum Transport in kleine Membranbläschen ein, damit sich diese unterwegs nicht mit anderen Substanzen vermischen. Wie diese Bläschen, die Vesikel, genau gebildet werden, zählt zu den wichtigen Fragen der Zellbiologie. Forscher des Mainzer Max-Planck-Instituts für Polymerforschung haben mittels einer Computersimulation herausgefunden, wie bestimmte Proteine ohne direkte Wechselwirkung untereinander großflächige Ausstülpungen der Membran erzeugen. Der physikalische Mechanismus, den die Wissenschaftler mit ihrer Simulation entdeckten, wirkt möglicherweise auch an anderen Prozessen mit, bei denen Zellmembranen verformt werden. So ließe sich damit etwa die Bildung von Organellen mit stark gekrümmten Oberflächen wie dem Golgi-Apparat und den Mitochondrien beschreiben. Die Forschungsergebnisse wurden Ende Mai in Nature veröffentlicht.