Wichtiger Faktor für Entstehung der Alzheimer-Krankheit entdeckt
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(idw). Die Erforschung der Ursachen der Alzheimer-Krankheit, der häufigsten Demenzerkrankung im höheren Alter, ist eine Voraussetzung für die Entwicklung von dringend benötigten Therapien. Prof. Andreas Papassotiropoulos von der Universität Basel untersucht das menschliche Genom, um Moleküle aufzuspüren, die an der Entstehung dieser Krankheit beteiligt sind. Nun haben Papassotiropoulos und Kollegen vom Howard Hughes Medical Institute in einer groß angelegten genetischen Studie in der Schweiz, Großbritannien und den USA ein Molekül identifiziert, das die Bildung von Amyloid-Plaques steuern könnte. Amyloid-Plaques sind dichte Eiweißklumpen, die sich im Gehirn von Alzheimer-Patienten ansammeln. LRP6, so der Name des Moleküls, wurde bisher bei Modellorganismen untersucht, wo es für die normale Entwicklung des Nervensystems zuständig ist. "Wir konnten zeigen, dass LRP6 ein wichtiger Faktor für die Entwicklung der Alzheimer-Demenz ist. Es ist möglich, dass dieses sonst für die normale Hirnentwicklung so wichtige Molekül auch am Stoffwechsel der Amyloid-Plaques beteiligt ist und dadurch ins Krankheitsgeschehen eingreift. Diese Erkenntnis wurde durch den Einsatz von genetischen Untersuchungsmethoden bei Patienten aus der Schweiz, Großbritannien und den USA gewonnen und weiter im Labor an Zellkulturen vertieft. Solche Studien verdeutlichen, wie unerlässlich die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Klinikern, Humangenetikern und Molekularbiologen ist, um Krankheitsmechanismen zu verstehen", sagt Prof. Papassotiropoulos. Die Forscher hoffen, dass die Entdeckung neuer genetischer Mechanismen das Verständnis über die Entstehung der Alzheimer-Krankheit substanziell verbessern und dadurch den Weg für neue Therapien ebnen wird.
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