(dosb). Jeder zehnte Sportverein in Deutschland engagiert sich mit fachlich gestützten Programmen, um das Bewegungsverhalten breiter Bevölkerungsgruppen zu verbessern. Das ist das Ergebnis des „Sportentwicklungsberichts 2005/2006“, den Prof. Christoph Breuer von der Deutschen Sporthochschule Köln im Sportausschuss des Deutschen Bundestages vorstellte. 62 Prozent aller Vereine unterhalten nach der Auswertung einer Umfrage Kontakte zu Schulen, jeder vierte Verein engagiert sich mit Angeboten in Kindergärten. 60.000 Vereine, so haben es die Kölner Forscher herausgefunden, lassen Jugendliche demokratisch mitwirken, was demnach zwei Drittel aller Sportvereine sind. Das Forschungsprojekt „Sportentwicklungsbericht“ ist gemeinsam vom Bundesinstitut für Sportwissenschaft (BISp), dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und den Landessportbünden aufgelegt worden. Wie BISp-Direktor Jürgen Fischer darlegte, solle ein wirkungsvolles Steuerungselement des gemeinwohlorientierten Sports entwickelt werden, das Gegenwartsanalysen mit vorausschauenden Elementen und Zukunftsszenarien verbindet. Mit den Ergebnissen der Studie könnte der organisatorische Sport faktengesättigte Hinweise erhalten, um den gesellschaftspolitisch dynamischen Entwicklungen, aber auch den grundlegenden Herausforderungen organisatorischer wie inhaltlicher Art besser gerecht werden zu können.