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Forschungsergebnisse zu Frauenlaufschuhen

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(idw). Der Arbeitsbereich Biomechanik der Abteilung Sportmedizin des Universitätsklinikums Tübingen stellte im März die Ergebnisse der "Women's Running" Studie vor, die in den Jahren 2004 bis 2006 durchgeführt wurde. Thema und Ziel dieser Studie war die Entwicklung spezifischer Laufschuhe für Frauen, die den Bedürfnissen von Frauen vor allem hinsichtlich Passform und Biomechanik entsprechen. Die aus der Studie gewonnenen Erkenntnisse wurden von der Firma Nike bereits in den neuen Frauen-Laufschuhen (Frühjahr 2007) erstmals umgesetzt. Der Fokus der mehrjährigen Studie in der Biomechanikabteilung der Sportmedizin des Tübinger Universitätsklinikums lag auf unterschiedlichen Bereichen der klinischen und biomechanischen Forschung: Neben einer orthopädischen Diagnostik, der Beurteilung der Achs- und Beweglichkeitsverhältnisse der unteren Extremität und der Erfassung verschiedener Trainingsparameter wurde die Laufbewegung beim Joggen mit einem Mehrkamerasystem im dreidimensionalen Raum analysiert. Ein weiterer Schwerpunkt der Untersuchung lag auf der Beurteilung der Fußform. Hierfür wurden die Füße von mehr als 900 Frauen und Männern mit einem dreidimensionalen Scanner vermessen. Aus den genannten Ergebnissen lassen sich für eine frauenspezifische Laufschuhkonzeption folgende Konsequenzen ableiten, die zum Teil bereits in die aktuellen Laufschuhe der Fa. Nike eingeflossen sind: Durch das im Mittel geringere Gewicht und die geringere Laufgeschwindigkeit der Läuferinnen sollte ein Frauenlaufschuh flexibel und leicht sein. Hierzu werden zusätzliche Kerben in der Außensohle des Vor- und Rückfußes ergänzt. Gleichzeitig muss der Schuh jedoch hinreichend Stabilität bieten, da der Bewegungsablauf der Frauen im Geschlechtsvergleich größere Bewegungsexkursionen und größere Bewegungsamplituden vorweist. Durch eine verbesserte Zuggurtung des Schnürsystems im Mittelfußbereich kann sowohl die Stabilität als auch die Passform verbessert und individuell reguliert werden. Weitere Elemente im Fersenbereich sollen die Pronationsbewegung kontrollieren. Da Männer- und Frauenfüße innerhalb einer Schuhgröße Unterschiede in den Weiten- und Höhenmaßen aufweisen, ist die Verwendung desselben Leistens für beide Geschlechter zu hinterfragen. Ein spezieller Frauenlaufschuhleisten bietet insbesondere im Bereich der Ferse hinreichend Halt. Spezielle Materialien im Bereich des Großzehen- und Kleinzehenballens lassen einen flexiblen Raum für den Vorfuß und das Großzehengrundgelenk. Da der Leisten für die Herstellung des Schuhs wesentlich für die Passform verantwortlich ist, sollte er den geschlechtsspezifischen Anforderungen und den Anforderungen unterschiedlicher Fußtypen gerecht werden. Die Ergebnisse der vorliegenden Studie sowie Folgeprojekte, die sich insbesondere mit der Passform der Schuhe beschäftigen werden, sollen hier weitere Impulse für die Umsetzung in das Produkt liefern.
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