Eine Bandscheiben-Operation bringt weder Vor- noch Nachteile, so lautet das Fazit einer neuen Studie zur Behandlung von Bandscheibenvorfällen an der Lendenwirbelsäule. Laut der Ende November im Wissenschafts-Magazin Journal of the American Medical Association (JAMA) publizierten, weltweit größten klinischen Studie bei 1244 Bandscheibenpatienten, besteht im Ergebnis kein signifikanter Unterschied, ob die Patienten mit einer Operation oder konservativen - also nicht-operativen - Methoden behandelt wurden. "Diese Studie macht deutlich, dass es beim Bandscheibenvorfall keine Standardtherapie gibt. Vielmehr ist ein individuell auf jeden Patienten abgestimmtes Behandlungskonzept auf Basis einer gründlichen Diagnostik gefragt", sagte Prof. Dr. med. Peter Wehling vom Zentrum für Molekulare Orthopädie am Freitag in Düsseldorf. In Deutschland werden jährlich circa 30.000 Bandscheiben-operationen vorgenommen, bei der die Bandscheibe entfernt wird.