(idw). Dass Kakao und Schokolade lecker schmecken und glücklich machen können, wissen nicht nur Kinder seit langem. Wissenschaftler der Universität Münster haben jetzt festgestellt, dass Kakao auch heilen und Krankheiten vorbeugen kann. Prof. Dr. Andreas Hensel und Dr. Alexandra Deters vom Institut für Pharmazeutische Biologie und Phytochemie sowie Prof. Dr. Thomas Hoffmann und Dr. Timo Stark vom Institut für Lebensmittelchemie der WWU Münster haben eine neue Stoffklasse aus Kakao isoliert und charakterisiert. Diese als "CocoaHeal" bezeichnete Substanz wirkt wachstumsfördernd auf Hautzellen, die so genannten Keratinozyten. Die hautgenerativen und wundheilenden Eigenschaften von "CocoaHeal" können in der Therapie und Prävention wunder Hautpartien bei Bettlägrigen, zur Behandlung von Sonnenbrand, aber auch im Kosmetikmarkt bei "Anti-Aging-Produkten" eingesetzt werden. Außerdem verhindert "CocoaHeal", dass sich die Magengeschwüre verursachenden Bakterien "Heliobacter pylori" im Magengewebe einnisten können. Die Erfindung aus Münster wurde bereits zum Patent angemeldet und wird von "Provendis", der Patentverwertungsagentur der Hochschulen des Landes NRW, im Auftrag der Universität Münster vermarktet. Mehrere Unternehmen haben bereits Interesse an entsprechenden Kakaoextrakten und den isolierten Reinsubstanzen bekundet.