(dsb). Die vierte, gerade erschienene Ausgabe 2006 der Zeitschrift „Leistungssport“ enthält neben zahlreichen Fachbeiträgen Analysen der zurückliegenden Olympischen Spiele Turin 2006. Die Beiträge ziehen eine internationale Leistungsbilanz der führenden Sportnationen, wobei maßgeblich eine Auswertung der Sportartgruppen im Vordergrund steht. Es folgt eine vergleichende Analyse der Erfolgseffektivität und der Leistungsschwerpunkte ausgewählter führender Sportnationen sowie ein Langzeitvergleich der besten Nationen von Turin über den Zeitraum von 1992 bis 2006. Ausführlich werden die Leistungen der deutschen Olympiamannschaft bilanziert. Die Würdigung der Turin-Erfolge und eine kritische Betrachtung sichtbar gewordener Defizite werden im besagten Langzeitvergleich aufgezeigt. Darüber hinaus enthält die Ausgabe folgende interessante Beiträge: Mit Blick auf die nächsten Olympischen Sommerspiele in 2008 in Peking vermittelt Jia Miao einen Einblick in die Organisationsstrukturen des Sportsystems in China, die maßgeblich die chinesischen Erfolge im Leistungssport bedingen. Das Verhältnis von Sport und Medien aus juristischer Sicht wird von Peter Duvinage unter die Lupe genommen. Steffen Haffner thematisiert den „Bundesausschuss Leistungssport (BA-L) in der Rückschau“. Hendrik Beckmann und Wolfgang Schöllhorn stellen in ihrem Beitrag „Differenzielles Lernen im Kugelstoßen“ eine Möglichkeit vor, wie durch eine innovative Betrachtung des Bewegungslernens neue Möglichkeiten zur Trainingseffektivierung und -ökonomisierung eröffnet werden. Karlheinz Wohlgefahrt u.a. berichten über eine neue „Diagnostik von Leistungsfähigkeit und Wettkampfleistung im Sportspiel Tischtennis“. In der Rubrik Trainerforum interviewte Eva Pfaff die Bundestrainerin für Frauenfußball, Silvia Neid, zu aktuellen Fragen der Trainings- und Wettkampfplanung.