(idw). Die gute Nachricht zuerst: Obwohl Jugendliche heute in einer komplexeren Welt aufwachsen und mit zahlreichen Stressfaktoren belastet sind, zeigt die überwiegende Mehrheit von ihnen sehr gute Bewältigungsstrategien und kann mit Stress gut und angemessen umgehen. "Deutsche Jugendliche haben bei den PISA-Studien in einzelnen Schulfächern vielleicht nicht so gut abgeschnitten wie andere Nationen, aber sie haben angesichts der hohen Anforderungen eine Vielzahl kompetenter Bewältigungsstrategien und damit auch sehr gute Ressourcen", berichtet Univ.-Prof. Dr. Inge Seiffge-Krenke vom Psychologischen Institut der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Dieser Befund gilt allerdings nicht in gleichem Maße für Kinder von Migranten und von Alleinerziehenden, lautet die schlechte Nachricht. Seiffge-Krenke hat die Stressbelastung und Bewältigungskompetenz von deutschen Jugendlichen untersucht und die Daten mit anderen Ländern verglichen, wobei insgesamt rund 9800 Jugendliche aus 18 Ländern befragt worden sind. Die Ergebnisse sind nun in dem Buch "Nach PISA. Stress in der Schule und mit den Eltern. Bewältigungskompetenzen deutscher Jugendlicher im internationalen Vergleich" erschienen.