Buch-Tipp: „Die Wahrheit der Füße“
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(idw). Der Körper ist jener "Ort", an dem der Mensch die Ausbeutung seiner Person, aber auch der Umwelt am unmittelbarsten zu spüren bekommt. Gleichzeitig ist der eigene Leib ein einzigartiges "Medium" zur Selbsterfahrung. In der Begegnung mit der Natur und den Mitmenschen kann sich jedes Individuum im wörtlichen Sinne er-fassen und be-greifen. Univ.-Prof. Dr. Ingo Peyker vom Institut für Sportwissenschaft der Uni Graz hat über ein Jahrzehnt zu diesem Thema geforscht. Seine Erkenntnisse sind kürzlich unter dem Titel "Die Wahrheit der Füße", Teil I - III erschienen. Peyker sieht seine Bücher als Anleitung zur Selbstbeobachtung. Er konfrontiert seine LeserInnen mit der Frage, wie sie mit ihren eigenen Ressourcen umgehen und zeigt auf, wie wenig die Menschen heute auf ihren Körper und auf die Natur hören. "Wir führen einen Monolog mit der Natur", so der Wissenschafter. "In der globalisierten Gesellschaft erfährt der einzelne Mensch die Wirklichkeit nicht mehr individuell, indem er mit der Welt um sich herum über seine körperlich-sinnliche Wahrnehmung in Kontakt tritt. Stattdessen erlebt er eine virtuelle Realität, die in erster Linie über Bilder medial verbreitet wird." Im aktiven Sport sieht Peyker eine ideale Chance zur Selbsterfahrung: "Er ermöglicht das Austesten der eigenen Grenzen." Darüber hinaus zeigt der Autor auf, wie sich im Sport Körpererfahrung und Bewegungskultur vereinen lassen und damit dem gegenwärtigen Auseinanderdriften von Natur und Kultur etwas entgegen gesetzt werden kann. "Die Wahrheit der Füße" ist ein Lehrbeispiel für vernetztes Denken und eine Anleitung zur "Gegen-Dressur" von einseitigen Gewohnheiten des Wahrnehmens, Denkens und Handelns. Ingo Peyker, "Die Wahrheit der Füße" (Teil I - III), Centaurus Verlag, Herbolzheim 2006
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