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  1. 3 oder 5mal am Tag essen? #31
    Strahlemann
    Jeder hat sein Päckchen im Leben zu tragen und ist seines eigenen Schicksals Schmied.
    Genau das ist was ich mit meiner Schwarzweißmalerei herausstellen wollte, auch wenn's nichts Neues ist

    Es gibt Milliarden von möglichen Gründen warum jemand übergewichtig ist, meinetwegen Syndrom X .. Y und Z, alles zusammen, dazu noch Psychologische Gründe und ich stelle mich ja auch überhaupt nicht hin und sage "das ist alles nicht ernstzunehmen, ihr Weicheier!" - aber wenn jemand den Entschluss trifft abzunehmen, dann sollte er das alles Ausblenden weil es ihm überhaupt nicht hilft seinem Ziel näher zu kommen. Im Gegenteil, es wird eine ständige Ausrede und Entschuldigung wieder "gesündigt" zu haben statt Diät und Sportplan eisern zu verfolgen.

    Ich erhebe mich auch nicht über Dicke und verurteile sie - nur sobald jemand den Entschluss trifft "Ja, ich will abnehmen und ja ich will sportlich sein, mein Ziel ist, dass man mich in 5 Jahren nicht mehr wieder erkennt!" - dann ist das so ähnlich wie wenn man einem Spiel oder sportlichen Wettkampf beitritt: Ab jetzt gelten Regeln, wenn man die verletzt wird man nicht gewinnen und die sind echt einfach und haben eben nicht wirklich was mit Nuancen zu tun ob man 3, 5 oder 7,5 mal am Tag ist

  2. 3 oder 5mal am Tag essen? #32
    uschi
    ad La Nicci

    bevor du die fundierten und internationalen Empfehlungen der DEG, ODG, etc... bezweifelst solltest du dich selber auf den aktuellen Stand der Wissenschaft bringen.

    a) "Syndrom X" - diesen Ausdruck verwendet man in der Medizin seit 20 Jahren nicht mehr. Mitlerweile heißt es "Metabolsches Syndrom" (ich würds mal googeln ;-)

    b) Du zäumst das Pferd beim Schwanz auf. Nicht das Übergewicht ist eine Folge des Metab. Syndroms, sondern umgekehrt! (google auch mal unter "Insulinresistenz")

    seas, uschi
    Geändert von uschi (19.09.2009 um 12:36 Uhr)

  3. 3 oder 5mal am Tag essen? #33
    Gast9197

    Ohne Disziplin geht es nicht...

    @ Strahlemann

    Ich denke auch, dass eine Körperfettreduktion ohne wenigstens ein bißchen Disziplin nicht funktioniert!
    Man muss nicht hungern, das auf keinen Fall.
    Denn wie schon erwähnt wurde, sollten die Kalorien möglichst nicht mehr als 500 kcal unter den persönlichen Leistungsumsatz fallen um zu vermeiden dass der Grundumsatz sinkt.
    Auf der anderen Seite sollte Essen auch Spass machen. Man muss nur aufpassen, dass man die richtigen Dinge isst.

    Ich selbst erwische mich immer wieder dabei, wie ich schon fast zwanghaft versuche den einzigen und besten Weg zu finden um optimal abzunehmen. Nicht nur für mich selbst, sondern einfach weil mich das Thema interessiert. Dabei merke ich, wie ich oftmals schon viel zu theoretisch werde und das eigentliche Tun dabei in den Hintergrund.
    Deswegen, einfach machen mit Genuß und Disziplin

  4. 3 oder 5mal am Tag essen? #34
    mo5iq

    stimmt

    ist mir aber alles zu kompliziert.

    ich hatte in 4 arbeitsstressreichen jahren erneut 10 kilo zugenommen.
    mir reichte es.
    ich habe eine gesprächstherapie begonnen,
    um mich von 40 jahren seelenballast zu befreien,
    bin nicht mehr bahn, sondern fahrrad gefahren (im alltag, ca 30min/tag)
    und eine von einem freund empfohlene ernährungsumstellung vorgenommen.
    d.h.,
    ausreichendes frühstück mit dr.jentschura,
    mittags worauf ich lust hatte und
    abends reichlich nach gefallen.
    also drei mahlzeiten, keine zwischensnacks.
    nach 1 jahr habe ich nun 20 kilo weniger.
    obwohl ich wesentlich mehr "zu mir nehme" als früher

    wichtig ist, zu verstehen, dass nicht kalorienbilanz entscheidet,
    sondern in erster linie hormonelle regelprozesse, was auch immer meine vorredner erläutert haben mögen.

    der menschliche körper ist zu komplex, als dass man einfache allgemeingültige regeln aufstellen kann

  5. 3 oder 5mal am Tag essen? #35
    Maligree
    Zitat Zitat von mo5iq Beitrag anzeigen
    der menschliche körper ist zu komplex, als dass man einfache allgemeingültige regeln aufstellen kann
    Das Universum mag noch komplexer sein, aber nach dir scheint es ja dann auch keine Naturgesetze zu geben, ich freue mich schon auf das Perpetuum-Mobile von dir

  6. 3 oder 5mal am Tag essen? #36
    mo5iq

    Autologie

    Zitat Zitat von Maligree Beitrag anzeigen
    Das Universum mag noch komplexer sein, aber nach dir scheint es ja dann auch keine Naturgesetze zu geben, ich freue mich schon auf das Perpetuum-Mobile von dir
    mir sind die naturgesetze schon geläufig (lässt man die qed ausser acht),
    aber ich arbeite an deren überwindung.
    nicht zu vergessen das drei-körper-problem !

  7. 3 oder 5mal am Tag essen? #37
    La_Nicci
    Uschi,

    das es heute das Metabolische Syndrom heisst, ist mir schon klar.
    Aber gemeint ist das gleich wie Syndrom-X. Diesen Begriff habe ich übrigens von Nicolai Worm (dem LOGI-Papst).

    Und zu b): ich habe nicht behauptet, Dicke wären dick, weil sie unter dem Syndrom-X leiden; das ich für mich auch klar, dass es eine Folge vom Überessen ist.
    Es geht mehr darum, dass WENN man mal dick ist, es schwerer wieder loswird, weil man dann in dieser Spirale gefangen ist.

    Ein ständiges Überessen setzt hormonelle Prozessi in Gang, die vorher nicht da waren. und diese Prozesse muss man versuchen zu stoppen.

  8. 3 oder 5mal am Tag essen? #38
    AnDiii
    Stimmt, durch weniger bzw. bewusster Futtern und mehr Bewegung.

  9. 3 oder 5mal am Tag essen? #39
    alex1966
    Hallo La_Nicci,

    sorry, wenn ich Dir in einigen Punkten wiederspreche, aber ich habe in den letzten Monaten so einiges an mir selbst erleben können!

    Kurz zu mir: bin 43 Jahre alt, männlich, 184 cm gross und habe seit Juni die Diagnose Diabetis mellitus Typ 2 und einen Cholesterinwert von deutlich über 400. Zu diesem Zeitpunkt wog ich ca. 105 kg. Naja, und nach den Zuckerwerten wäre für mich die Insulinspritze die einzige Lösung....

    Für mich war dies mehr oder weniger ein Schock aber alles drumherumreden war damit obsolet.

    Ich bin zwar schon ein Jahr lang ins Fitness-Studio gegangen, aber der innere Schweinehund war häufig Sieger bei der Entscheidung, was denn nun besser für mich wäre Und ebensohäufig habe ich bei der Kalorienzufuhr nach dem Motto "na, du hast ja auch ne Menge getan" auf nichts geachtet und dies häufig überkompensiert!

    Kurz und gut - es musste etwas geschehen! Aber was und vor allem wie?

    Tja und jetzt nach ca 3,5 Monaten haben sich die Cholesterinwerte mehr als halbiert (sind unter 200), mein Langzeitzucker ist um ca. 25% geringer (6,5), meine Zuckerwerte haben sich weitestgehend normalisiert (Ausreisser nach oben sind leider noch vorhanden) und mein Gewicht ist unter 90 kg Und das, obwohl ich von den verschriebenen Medikamenten nur die halbe Menge eingenommen habe! Eine Diät habe ich ebenfalls nicht gemacht! Warum? Weil ich - ehrlich gesagt nicht viel davon halte und jeder der sogenannten Experten einem etwas anderes erzählt und dies teilweise gegensätzlich!

    Und wie habe ich das trotzdem hinbekommen??

    Nun, eigentlich ist es ganz einfach! Von nichts kommt nichts (die einfache Formulierung der Thermodynamik): Kalorienverbrach muss grösser der Kalorienzunahme sein.
    Vergleich es einfach mit dem Bankkonto: Wenn mehr reinkommt als man ausgibt wirds mehr, wenn man mehr ausgibt als man bekommt wirds eben weniger

    Also habe ich meinen täglichen Kalorienbedarf realistisch berechnet und mir mal die Mühe gemacht, alle Kalorien zu zählen, die ich so zu mir nehme. Dies ist alles andere als einfach, da man sich sehr viel zusammensuchen und vor allem ehrlich zu sich selbst sein muss! Auch der klitzekleine Schokoriegel oder die Tüte Nüsse zwischendurch oder vor dem Fernseher darf nicht vergessen werden. Auch die 2 Orangen oder 3 Kiwis - die ja nur gesund sind (!) - vergisst man in der Kalorienbilanz sehr schnell!

    Dies bedeutet, man hat zwei Stellschrauben, die man verändern kann:
    Entweder weniger Kalorien zu sich nehmen und/oder mehr Kalorien verbrauchen. Beides führt letztendlich zu einer negativen Kalorienbilanz.

    Wohl wissend, dass mir der Kalorienverbrauch mit mehr Sport leichter fällt, habe ich diese Aktivitäten im Fitness-Studio deutlich erhöht:
    - Keine Ausrede mehr zulassen (inneren Schweinehund überwinden), 3 - 6 x Training/Woche
    - Intensivierung des Krafttrainings (max. 12 Wiederholungen, 3 Sätze, 3. Satz bis zur Erschöpfung)
    - Einbau von Cardio-Training auf dem Fahrrad-Ergometer mit wechselnden Belastungsintensitäten (kurz: bis 30 Min, mittel: bis 60 Min, lang: bis 90 min) und Intervall mit maximaler Ausbelastung

    Bei der Ernährung habe ich vor allem durch das Weglassen aller süssen Getränke (Cola, Fanta, ja auch die ach so gesunden Fruchtsäfte!) und durch generell etwas kleinere Portionen meine Kalorienzufuhr gedrosselt.

    Durch diese Massnahmen habe ich jetzt wöchentlich ein Kaloriendefizit von ca. 3000 - 5000 kcal und mein Gewichtsverlust bewegt sich in diesem Rahmen (7000 kcal enspricht ca. 1 Kg Fettgewebe).

    In den letzten Wochen tritt jetzt vermehrt das "Problem" auf, dass das Kaloriendefizit nicht mehr dem Gewichtsverlust entspricht - dieser ist höher als erwartet! Irgendwo haben sich ein paar "stille" Verbraucher eingeschlichen - ich vermute einmal, dass durch das intensive Training und den dadurch erfolgten Zuwachs an Muskeln mein täglicher Energieverbrauch (GU) gestiegen ist.

    Für mich mein bisheriges Resümee:
    - es gibt keine "guten" oder "schlechten" kcal, der Energiewert ist ausschlaggebend
    - Sport in ausreichender Intensität ist ein wesentlicher Faktor, da er im Gegensatz zur Gewichtsabnahme nur per Diät dafür sorgt, das die Muskelmasse erhalten oder gar vergrössert wird, was positive Auswirkungen auf den Grundumsatz hat
    - Für die Abnahme ist letztendlich eine negative Energiebilanz ausschlaggebend
    - Elementares Ziel muss sein, dass dies nicht nur eine kurzfristige Aktion, sondern dauerhaft in den eigenen Lebensstil eingebaut wird.
    - Diabetis Typ 2 ist nicht die Ursache für das metabolische Syndrom, sondern umgekehrt!

    Vor allem darf man nicht erwarten, dass man sich die Pfunde, die man in vielen Jahren angefuttert hat, in kürzester Zeit wegbekommt!

    Ergänzend möchte ich noch erwähnen, dass ich viele für mich essentiellen Information über die Zusammenhänge von Sport, Ernährung, kcal, etc... von den Publikationen von Hr. Moosburger gewonnen habe. Ja, es ist viel Information und ja, vieles ist mit Sicherheit nicht einfach zu verstehen.

    Ich habe einige Zeit investieren müssen, bis ich übers Internet sinnvolle Informationen gefunden habe, denn erstens hat mich das in der Vergangenheit überhaupt nicht interessiert und zweitens sind 90% von dem was man findet, schlichtweg Blödsinn! Alles, was ohne Aufwand in kurzer Zeit viel verspricht kann man getrost vergessen!

    In diesem Sinne
    Alexander

  10. 3 oder 5mal am Tag essen? #40
    AnDiii
    Mensch und Evolution: Falsch konstruiert für die moderne Welt - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft

    Das Schlusswort finde ich gut. Der Autor weist nochmals darauf hin, dass wir bequemen Menschen immer nach Wegen suchen um die Wirkung zu lindern, aber an der Ursache wird nicht angepackt.

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