Muskelkater nach dem Training ist gut? - Trainieren muss weh tun?
Eine weit verbreitete Meinung unter Sportlern ist: Je mehr Schmerzen man am Tag nach dem Training habe, umso größer sei der Effekt. Ein veritabler Muskelkater zeuge von einem gelungenen Training. Falsch! Muskelkater nach dem Training zeigt lediglich, dass die Muskel zu stark belastet wurden. Und Überlastung der Muskel ist alles andere als effektiv, weil der Körper viel länger zur Regeneration braucht. Ähnlich verhält es sich mit der Mär, dass Sport auch mal wehtun muss. Wer aber trotz Schmerzen weitertrainiert, ist kein harter Kerl, sondern handelt fahrlässig.
Stimmt es denn, dass man durch Krafttraining und/oder Gymnastik die überschüssigen Pfunde an den Problemzonen loswerden kann? Auch das entspricht nicht der Wahrheit. Wer die Pfunde purzeln sehen will, muss auf eine gesunde Ernährung achten und Ausdauertraining machen, so wird hauptsächlich Fett verbrannt. Beim Krafttraining werden Muskel aufgebaut, was natürlich auch nicht das Schlechteste ist, weil die Figur dadurch „strammer“ wird.
Genaugenommen ist es vollkommen falsch. Aber ich mag Sarkasmus!
Schlank ohne Fettverbrennung und Abnehmen im Schlaf
Während des Krafttrainings wird kein oder nur sehr wenig Fett verbrannt. Darum wird wenig oder kein Fett abgebaut. Der Kalorienverbrauch im anaeroben Stoffwechsel ist jedoch sehr gross.Die anaerobe Glykolyse verbraucht grosse Mengen des Muskelglykogens. Durch den grossen Kalorienverbrauch trägt das Krafttraining entscheidend zur negativen Tageskalorienbilanz bei. Und dies ist das wichtigste Element um Abzunehmen.
Die Reparatur des teilweise zerstörten Muskelzellgewebes, als normale Begleiterscheinung beim Krafttraining, der nach dem Training noch lange stark erhöhte Adrenalinspiegel und darum ein stark erhöhter Stoffwechsel, das wieder Auffüllen der stark entleerten Muskelglykogen- und Kreatinspeicher und andere anabole Prozesse führen zu einem grossen Nachbrenneffekt. Die regenerativen Prozesse laufen auf Hochtouren. Und: Regeneration findet immer im Fettstoffwechsel statt. Krafttraining selbst verbrennt also wenig oder kein Fett. Die durch Krafttraining ausgelösten intensiven, regenerativen Prozesse brauchen aber viel Fett. Das passiert hauptsächlich im gesunden, tiefen Nachtschlaf mit seinen, auch durch das Krafttraining ausgelösten, hohen Ausschüttungen an anabolen Hormonen. Diese Hormone wirken lipolytisch, sie fördern die Fettverbrennung. Schläft man 7-9 Stunden, was die moderne Schlafforschung heute rät, und isst man zwei Stunden vor dem Schlafen, kann der Körper ca. 10 Stunden für die regenerativen Prozesse intensiv Fett verbrennen und darum Fett abbauen. Der Traum vom Abnehmen im Schlaf wird Wirklichkeit!
Krafttraining baut Muskelmasse auf. Muskelmasse ist während 24 Stunden am Tag sehr Stoffwechsel aktiv. Nur um am Leben zu bleiben, verbraucht der Muskel auch in Ruhe, im Gegensatz zu den Fettpolstern, sehr viele Kalorien. Und in Ruhe sind auch das vorwiegend Fettkalorien. Der Traum vom Abnehmen beim Faulenzen wird Wirklichkeit!
Das findet sich ebenfalls unter den Artikeln auf fitness.com und kommt der Wahrheit deutlich näher. Leider sind die Artikel keine fachlich geprüfte Sammlung mehr - mit Vorsicht genießen.
Mal sehen welche reaktionen jetzt kommen und welche weiteren mythen so hinzugefügt werden.
mfg
klingt zwar etwas pauschal, ist aber im grunde genommen nicht falsch.
ich habe jedenfalls mit dem training des urhebers dieses werbeslogans nur gute erfahrungen gemacht. er trifft für mich voll zu!
Stimmt es denn, dass man durch Krafttraining und/oder Gymnastik die überschüssigen Pfunde an den Problemzonen loswerden kann? Auch das entspricht nicht der Wahrheit. Wer die Pfunde purzeln sehen will, muss auf eine gesunde Ernährung achten und Ausdauertraining machen, so wird hauptsächlich Fett verbrannt. Beim Krafttraining werden Muskel aufgebaut, was natürlich auch nicht das Schlechteste ist, weil die Figur dadurch „strammer“ wird.
Der Artikel auf der Hauptseite von dem aus dieses Thema verlinkt wurde. Leider/glücklicherweise findet sich unter den Artikeln auch genau die gegenteilige Aussage. Samt brauchbarer Begründung.