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  1. Muss Sport wirklich Spaß machen? #16
    Widar
    Schon einmal über die seltsame Kombination der Worte "müssen" und "Spaß" nachgedacht?

  2. Muss Sport wirklich Spaß machen? #17
    wutesch
    Zitat Zitat von Widar
    Schon einmal über die seltsame Kombination der Worte "müssen" und "Spaß" nachgedacht?
    Ganze Romane (der Weltliteratur) z.B. mit dem Thema "die Freuden der Pflicht" sind im Umlauf: Siegfried Lenz: "Deutschstunde"!

    Als Playboy hast du natürlich nicht das "Problem", z.B. arbeiten zu müssen und vielleicht trotzdem Spaß an der Arbeit zu haben!

    Wolfgang

  3. Muss Sport wirklich Spaß machen? #18
    Widar
    Zitat Zitat von wutesch
    Ganze Romane (der Weltliteratur) z.B. mit dem Thema "die Freuden der Pflicht" sind im Umlauf: Siegfried Lenz: "Deutschstunde"!

    Als Playboy hast du natürlich nicht das "Problem", z.B. arbeiten zu müssen und vielleicht trotzdem Spaß an der Arbeit zu haben!

    Wolfgang
    Ich dachte eher an die "Verordnung" von Spaß.

  4. Muss Sport wirklich Spaß machen? #19
    Gast4858
    Hallo Wolfgang,
    auch wenn das Thema schon fast durch ist.
    Arbeit ist für mich Beruf! Beruf kommt für mich von Berufung, dh ich mache es weil es mich ausfüllt, mir Spass macht und letztlich für einen vollen Kühlschrank sorgt. Sollte es irgendwann mal so sein, dass es nur noch "Arbeit" ist,darf man mal über einen Tapetenwechsel nachdenken.
    So sehe ich es mit Bewegung und Sport.
    Die Sportarten, die ich ausführe machen mir Spass, ich mache sie gerne. Gehe ich nur noch unter Zwang oder mit Unwille zum Sport, sollte ich auch hier nachdenken, ob es das richtige für mich ist.
    Den Anspruch habe ich z.B. an eine Rückenschule oder eine Rehamaßnahme nach einer OP nicht. Das ist für mich Bewegung.
    Bewegung ist Pflicht ebenso wie Arbeit
    Sport ist ebenso wie Beruf eine persönliche Erfüllung.
    Andreas

  5. Muss Sport wirklich Spaß machen? #20
    wutesch
    Zitat Zitat von Spin_me
    Hallo Wolfgang, auch wenn das Thema schon fast durch ist.
    Arbeit ist für mich Beruf! Beruf kommt für mich von Berufung, dh ich mache es weil es mich ausfüllt, mir Spass macht und letztlich für einen vollen Kühlschrank sorgt. Sollte es irgendwann mal so sein, dass es nur noch "Arbeit" ist,darf man mal über einen Tapetenwechsel nachdenken.
    Andreas
    Hallo Andreas,

    wenn Beruf Berufung, Ausfüllung und Spaß für dich ist, so ist das toll und ich wünsche dir von ganzem Herzen, dass diese ideale Symbiose dein Leben lang anhalten möge. Gestatte mir nur aus meiner Erfahrung heraus zu berichten, dass deine Arbeitsempfindung in unserer Zeit und Gesellschaft eher selten ist. Und die meisten davon können aus den verschiedendsten Gründen nicht einmal einfach über einen "Tapetenwechsel" nachdenken.
    Mit zunehmendem Alter wird "die Last des Lebens" spürbarer. Unter der "Last des Lebens" kannst du neben dem Beruf auch das ganze soziale Umfeld (Lebenspartner, Kinder, Freunde usw.) und die eigene Gesundheitssituation einbeziehen.
    Psychologisch nenne ich es mal die "Last der verdauten Bilder" (Erinnerungslast) und physisch sinkt einfach die Leistungskraft. Deshalb ist bei aufgeklärten Menschen ein Fitnessprogramm unerlässlich, um diesen unumgänglichen (Neben-)Effekten des Lebens entgegenzuwirken.
    Fitness ist für mich nicht die sportliche Höchstleistung, sondern im weitesten Sinne die "Leichtigkeit des Seins", also die Minimierung des Grades der Empfindung der "Last des Lebens".
    Fitness zeigt sich also vor allem in ganz alltäglichen Belastungssituationen:
    Bewältigung beruflichen/privaten Stresses, Immunstärke gegenüber Infektgefahr, Treppesteigen, schwere Koffer tragen, Kraft zum täglichen Fitness-Training aufbringen uvm.

    Gruß, Wolfgang
    Geändert von wutesch (21.03.2006 um 13:36 Uhr)

  6. Muss Sport wirklich Spaß machen? #21
    Gast4858
    Hallo Wolfgang,
    es ist sicherlich eine Momentaufnahme, von der ich hoffe, dass sie lange anhält!
    Das das Leben morgen schon völlig anders sein kann, dessen bin ich mir bewusst.
    Der allgemeinen Last des Lebens wirke ich auch heute entgegen, in dem ich mich zwischendurch einfach mal hin setzte, die Augen schliesse, tief durchatme, vielleicht mal ne Duftkerze anzünde und wie man so schön sagt die Seele baumeln lasse(Psychologisch gesehen). Ich denke das Verhältnis "Sport" den ich gerne machen, den ich machen muss um fit zu bleiben und den ich machen muss um meine Lebensqualität wieder herzustellen, verschiebt sich mit zunehmendem Alter in Richtung des letzt genannten und irgendwann habe ich auch keine Wahlmöglichkeit. Wenn ich nach einem Schlaganfall wieder hergestellt werde, hat das wenig mit Freude am Sport zu tun.
    Sport ist sicherlich etwas anderes, als Fitness, es gibt ja auch nicht den Begriff der Leistungsfitness ;-)
    Andi

  7. Muss Sport wirklich Spaß machen? #22
    wutesch
    Zitat Zitat von Spin_me
    Hallo Wolfgang,
    es ist sicherlich eine Momentaufnahme, von der ich hoffe, dass sie lange anhält!
    Das das Leben morgen schon völlig anders sein kann, dessen bin ich mir bewusst.
    Der allgemeinen Last des Lebens wirke ich auch heute entgegen, in dem ich mich zwischendurch einfach mal hin setzte, die Augen schliesse, tief durchatme, vielleicht mal ne Duftkerze anzünde und wie man so schön sagt die Seele baumeln lasse(Psychologisch gesehen). Ich denke das Verhältnis "Sport" den ich gerne machen, den ich machen muss um fit zu bleiben und den ich machen muss um meine Lebensqualität wieder herzustellen, verschiebt sich mit zunehmendem Alter in Richtung des letzt genannten und irgendwann habe ich auch keine Wahlmöglichkeit. Wenn ich nach einem Schlaganfall wieder hergestellt werde, hat das wenig mit Freude am Sport zu tun.
    Sport ist sicherlich etwas anderes, als Fitness, es gibt ja auch nicht den Begriff der Leistungsfitness ;-)
    Andi
    Ich habe mich vielleicht missverständlich ausgedrückt: Zur Fitnesserlangung gehört unbedingt die Sportausübung! Bewegungstherapie kann niemals zur Fitness führen.
    Wettkampfsport muss es dabei nicht sein, aber ein "fitter" Endfünfziger kann sicher so manchen Zwanzigjährigen noch ins Schwitzen bringen.

    Wolfgang

  8. Muss Sport wirklich Spaß machen? #23
    mipooh
    Das liest sich jetzt ein bischen so, als sei der Spaß der Älteren lediglich ein geringeres Übel. Um den Lasten auszuweichen.
    Das kann ich aus Beobachtungen bestätigen, dass dies oft so zu sein scheint. Ein Grund warum viele Ältere gar nicht erst damit anfangen.
    Wie ich finde ein sehr schlechter Zugang zu Gesundheit im Alter. Wo bleibt dabei die Phantasie? Es gibt so viele verschiedene Sportarten, die fit machen können. Da sollte sich doch für jeden etwas finden lassen. Auch mit "Leichtigkeit des Seins" ohne in einem Gegensatz zu stehen zum "Jammertal".
    Aber vielleicht habe ich Dich ja auch etwas mißverstanden und Du sprichst lediglich an, dass ein Gleichgewicht auf zwei Seiten Gewicht hat.

  9. Muss Sport wirklich Spaß machen? #24
    wutesch
    Zitat Zitat von mipooh
    Das liest sich jetzt ein bischen so, als sei der Spaß der Älteren lediglich ein geringeres Übel. Um den Lasten auszuweichen.
    Den Lebenslasten kann nicht ausgewichen werden. Letztendlich führen sie bei jedem auch irgendwann zum Tod - unausweichlich.
    Der Umgang mit ihnen ist das Thema. Man kann schwer an ihnen tragen (und schon früh daran zerbrechen) oder sie eben mit relativ leichter Hand führen (dies lässt dann auch den Spielraum für Spaß). Das ist einzig und allein eine Frage der Kraft(-ausdauer), und um deren Entwicklung geht es in jedem Fitnesstrainingsprogramm (auch psychische Kraft hat letztendlich immer die allgemeine Physis als Grundlage).

    Wolfgang

  10. Muss Sport wirklich Spaß machen? #25
    wolfman1

    Sport und Spass....

    Sport - wenn es nicht gerade knallharter Berufssport ist - sollte doch Freude machen. Und wenn mal irgendwie etwas weh tut ist es doch auch ein Lebenszeichen!
    Ausserdem - wer die Freizeit mit Sport verbringt und daran keine Freude findet, sollte sich fragen, was da verkehrt läuft...
    Also, viel Spass noch!
    Wolfgang

  11. Muss Sport wirklich Spaß machen? #26
    Gast4858

    Irgendwie hatten wir das doch alles schon....

    an anderen Stellen hier.
    Sorry ich bleib dabei, Fitness, Sport, Leistungssport und Bewegungstherapie definieren sich vielleicht für jeden etwas anders.
    Nach einem Schlaganfall wird der Betroffene in meinen Augen Bewegungstherapie als Leistungssport betrachten, ebenso wie der Leistungssportler meine sportlichen Bemühungen als Bewegungstherapie abstempelt.
    Es liegt im Blickwinkel des Betrachters!
    Um mal bei Beispielen aus meinem Bereich zu bleiben.
    Ein 60 jähriger geht jeden morgen ins Hallenbad schwimmt seine 1000m = Sport
    Ein 60 jähriger geht jeden morgen ins Hallenbad schwimmt seine 1000m und verbessert ständig seine Zeit, damit er bei den Wettkämpfen weiter oben auf dem Treppchen steht = Leistungsport
    Ein 60 jähriger geht 2 mal in der Woche zur Aquafitness = Fitness
    Ein 60 jähriger geht nach einer langen Erkrankung zur Aquafitness = Bewegungstherapie
    Ich denke Fall 1-3 machen es mit Spass, Fall 4 wird sich sicherlich sagen, Wenn ich nichts tue verbessert sich meine Situation nicht, also muss ich was machen.

    Wo ich mich befinde, oder wo ich einsteige ist doch letztlich abhänngig von den persönlichen Umständen.
    Und wenn ich es ganz lasse, ist es doch eine individuelle Entscheidung mit der man gerade im Alter dann leben muss.
    Ich denke wenn man mit 65 Jahren merkt, vieles geht nicht mehr so und man macht vielleicht wirklich einmal die Woche "Bewegungstherapie", ist es sicherlich besser als nix zu machen!

  12. Muss Sport wirklich Spaß machen? #27
    wutesch
    Zitat Zitat von Spin_me
    Ein 60 jähriger geht jeden morgen ins Hallenbad schwimmt seine 1000m = Sport
    Ein 60 jähriger geht jeden morgen ins Hallenbad schwimmt seine 1000m und verbessert ständig seine Zeit, damit er bei den Wettkämpfen weiter oben auf dem Treppchen steht = Leistungsport
    Ein 60 jähriger geht 2 mal in der Woche zur Aquafitness = Fitness
    Ein 60 jähriger geht nach einer langen Erkrankung zur Aquafitness = Bewegungstherapie
    Ich denke Fall 1-3 machen es mit Spass, Fall 4 wird sich sicherlich sagen, Wenn ich nichts tue verbessert sich meine Situation nicht, also muss ich was machen.
    Fiitness ist meines Erachtens ein Zustand, den man nur durch Sport erreicht. Er geht dabei weit über den Anspruch einer Bewegungstherapie hinaus. Diese hat ja allerhöchstens das Ziel der Wiederherstellung zur Ausübung von Sport. Auch bin ich nicht sicher, ob im Fall 3 der Zustand der Fitness erreicht werden kann.
    Klar, dass an den Fitnesszustand im Alter reduziertere Leistungskriterien angelegt werden müssen, als in der Jugend. Aber diese sind keineswegs so fundamental unterschiedlich zumindest bezüglich der Ausdauerleistungsfähigkeit. Diese kann durch konsequentes Training sehr lange auf einen sehr hohem Niveau gehalten (bzw. von einem niedrigen Level auf einen sehr viel höheren angehoben) werden und die Benefits daraus sind gerade im Alter unbezahlbar.
    Deshalb mein vehementes Plädoyer für die intensive Sportausübung im Alter zur Erhaltung der Fitness!

    Wolfgang

  13. Muss Sport wirklich Spaß machen? #28
    Widar
    Mit zunehmendem Alter wird die Intensität ohnehin das wichtigste Kriterium sein, weil nur so die Muskelmasse erhalten werden kann. (siehe Artikel von Kurt auf seiner www-Seite).

    Ich sehe Fitnesstraining als "Zähneputzen." Es gehört zu einem gesundheitsbewussten Lebensstil dazu. Ob man "Spaß" (ich finde das Wort "Freude" besser, denn "Spaß" hat man an Sachen, die man sich nicht anstrengen oder Disziplin aufbringen muss), gar keine Empfindungen oder sogar ein gewisses Unbehagen dabei verspürt ist ein Frage der Einstellung. Die kann man durch entsprechendes "mentales Üben" ja selbst steuern.
    Für die "harten Fakten" zum "Zähneputzen" haben wir ja dieses Forum. Was die Leute damit machen und wie sie es umsetzen, sollte ihnen überlassen sein.

    Gruß
    Sascha

    PS: "Sport" ist ein Gummiwort. Für den einen ist es mit Wettkampf verbunden, für den anderen ist es einfach körperliche Bewegung, für den nächsten......

    "Bewegungstherapie" ist eher ein psychomotorisches Training für Körpergefühl
    und Ausgeglichenheit. Als Training im eigentlichen Sinne kann man es nicht bezeichnen.

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