29.11.2005, 11:18Arthrose und Qualität der Synovia Beitrag #1
Mikrovitsch
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Arthrose und Qualität der Synovia
Ich bin kein Fachmann, aber Betroffener.
Im Forum habe ich mehrfach in etwa folgendes gefunden:
Zitat von Kurt
ein knorpel kann überhaupt nicht "aufgebaut" werden, wenn er einmal "abgenützt" ist (siehe "arthrose"). die zukunft liegt in der knorpelgewebstransplantation.
knorpelgewebe ist gefäßfrei und kann daher nicht über den blutweg ernährt werden. deshalb sind oral eingenommene "wundermittel" wie chondroitin, glucosamin, gelatine usw. sinnlos. der knorpel wird über die synovia, die gelenksflüssigkeit, ernährt.
Klingt eigentlich logisch. Und damit ist die Diskussion immer beendet.
Eine Schlussfolgerung wäre dann doch, dass Gelenkerkrankungen ernährungsunabhängig sind.
Meiner Meinung drängt sich dann doch die Frage auf, ob und wie sich die Qualität der Synovia durch Ernährung beeinflussen lässt.
Gelenkkapsel und Synovia
Die innere Schicht der Gelenkkapsel produziert die Synovia.
Die Gelenkkapsel umschließt das Gelenk. Sie besteht aus einer Verlängerung der Knochenhaut und besitzt zwei Schichten:
* Die äußere Schicht ist eine feste Schicht, die aus Kollagenfasern aufgebaut ist. Sie wird Membrana fibrosa genannt.
* Die innere Schicht ist locker und reich an Nerven und Blutgefäßen. Sie kann auch Fettzellen enthalten. Diese Schicht wird Membrana synovialis genannt. Sie besitzt vorspringende Falten, die aus speziellen Zellen aufgebaut sind. Diese Zellen sind für die Produktion der Gelenkflüssigkeit, der Synovia, zuständig. Die Synovia ist eine dickflüssige Substanz. Aus ihr ernährt sich der Gelenkknorpel. Gleichzeitig dient sie als Schmiersubstanz, um die Reibung an den Gelenkflächen zu minimieren.
Also wird der Knorpel indirekt doch über den Blutweg versorgt, oder?
Sind das echte Widersprüche oder nur Auswüchse meines gefährlichen Halbwissen?
Geändert von Mikrovitsch (29.11.2005 um 11:23 Uhr)
03.12.2005, 15:45Arthrose und Qualität der Synovia Beitrag #4
Mikrovitsch
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Zitat von uschi
die bildung von synovia wird durch bewegung angeregt.
Kann ich nur bestätigen und habe ich auch nie angezweifelt.
Ein bisschen mehr Klarheit hatte ich mir aber doch erhofft.
Weil ich fachlich von der Thematik, wenn überhaupt nur oberflächliches Wissen habe, war meine Argumentation wohl etwas unglücklich.
Zusammenfassung der Ergebnisse an der Universität Kiel:
* Aufnahme: Kollagen-Hydrolysat CH-Alpha® wird nach der Einnahme über den Darm ins Blut aufgenommen.
* Anreicherung: Kollagen-Hydrolysat CH-Alpha® reichert sich vor allem im Gelenkknorpel an.
* Stimulation: Kollagen-Hydrolysat CH-Alpha® regt die Neubildung von Kollagen in den Knorpelzellen an.
05.12.2005, 08:58Arthrose und Qualität der Synovia Beitrag #5
mommeli
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Hallo,
"Aktueller Stand der Forschung" müsste wohl eher "Aktueller Stand der Werbung" lauten. Soweit mir bekannt ist handelt es sich bei diesem Hydrolysat um eine Art vorverdaute Gelatine - eben hydrolysiert und damit in kleinere Moleküle gespalten. Das müßte identisch mit der sogenannten "Trinkgelatine" (uralt) sein. Gelatine gibt es übrigens auch im Drogerie-Markt für einen Bruchteil des Preises. Früher - vor BSE - konnte man sich im hiesigen Schlachthof die Gelatine für wenige Mark im Putzeimer kaufen. Man kann also mit allem ordentlich Geld machen.
05.12.2005, 17:51Arthrose und Qualität der Synovia Beitrag #7
mommeli
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Hallo,
erstens handelt es sich um kein Medikament, sondern ein Nahrungsergänzungsmittel. Zweitens verweisen die Links nicht auf neutrale Studien, sondern auf Seiten des Anbieters. Der Informationsgehalt des ersten Links geht gegen Null. Der zweite Link ist da schon interessanter - da liest man dann so Dinge wie "In Laborversuchen mit Zellkulturen..." oder "Im In-vitro-Experiment ..." . Selbst ein Laie sollte sich klar darüber sein, dass die Übertragbarkeit der Ergebnisse derart realitätsferner Laborversuche auf den tatsächlichen Nutzen mehr als hochproblematisch ist.
05.12.2005, 19:47Arthrose und Qualität der Synovia Beitrag #8
Mikrovitsch
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Zitat von mommeli
Selbst ein Laie sollte sich klar darüber sein, dass die Übertragbarkeit der Ergebnisse derart realitätsferner Laborversuche auf den tatsächlichen Nutzen mehr als hochproblematisch ist.
Genau deswegen habe ich diesen Thread ja eröffnet. Ich habe auch keine Lust dazu, Geld aus dem Fenster zu werfen.
Dann gibt es sicherlich Literatur, die das widerlegt, oder?