KT für Kletterer?
Diskutiere KT für Kletterer? im Krafttraining Forum im Bereich Fitness Allgemein; Hier eine Frage, die mich schon länger beschäftigt & auf die ich verschiedene Antworten kenne - Nur welche ist die Richtige?
Mein Hauptsport ist das
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08.11.2005, 16:24
KT für Kletterer?
#16
nach vorne gebeugte Schultern...
[QUOTE=nala][QUOTE=KatharinaS] (Kletterer neigen doch auch dazu nach vorne gebeugte Schultern zu haben - ich dachte, das käme von der vernachlässigten Brustmuskulatur?)
Protrahierte Schultern kommen eher nicht von vernachlässigter Brustmuskulatur! Ein stark trainierer Brustmuskel zieht die Schultern nach vor, aber nur dann, wenn die Gegenspieler zu schwach sind! Also die Scapula-Muskeln am Rücken.
...haben nix mit einer vernachlässigten muskulatur zu tun, sondern sind ein haltungs"problem". da ist viel gewohnheit dabei. die vorstellung, muskeln würden körperteile in bestimmte richtungen "ziehen", ist eine irrige.
lg, kurt
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09.11.2005, 09:06
KT für Kletterer?
#17
@kurt: da bin ich anderer Meinung
es besteht z.B. ein auffällig hoher zusammenhang zwischen verkürztem rectus femoris, verkürztem Hüftbeuger ( als beckenkippender Muskulatur) und einer Hohlkreuzbildung, die sich aber durch gezieltes Training der antagonistischen beckenaufrichtenden Muskulatur bessern lässt....
jetzt kann man mutmaßen, ob die Verkürzung folge der Haltung ist oder die Haltung Folge der Verkürzung... jedenfalls berichten gerade die neuesten Untersuchungen davon , dass gerade das Training des Gegenspielers (ggf. auch ruhig unter Endkontraktionen) die einzig wahre Maßnahme ist, die Ruhespannung des Gegenspielers zu senken (was ein Dehnen anscheinend nicht schafft)-- und zwar reziprok.
Falsch ist es also anscheinend nicht den Trapezius mittl. Anteil und ggf. unterer Anteil zu stärken, um eine Haltungskorrektur zu ermöglichen .
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09.11.2005, 11:43
KT für Kletterer?
#18
Missverständnis "Muskelverkürzung"

Zitat von
obibiber
@kurt: da bin ich anderer Meinung
es besteht z.B. ein auffällig hoher zusammenhang zwischen verkürztem rectus femoris, verkürztem Hüftbeuger ( als beckenkippender Muskulatur) und einer Hohlkreuzbildung, die sich aber durch gezieltes Training der antagonistischen beckenaufrichtenden Muskulatur bessern lässt....
jetzt kann man mutmaßen, ob die Verkürzung folge der Haltung ist oder die Haltung Folge der Verkürzung... jedenfalls berichten gerade die neuesten Untersuchungen davon , dass gerade das Training des Gegenspielers (ggf. auch ruhig unter Endkontraktionen) die einzig wahre Maßnahme ist, die Ruhespannung des Gegenspielers zu senken (was ein Dehnen anscheinend nicht schafft)-- und zwar reziprok.
Falsch ist es also anscheinend nicht den Trapezius mittl. Anteil und ggf. unterer Anteil zu stärken, um eine Haltungskorrektur zu ermöglichen .
dass man eine funktionelle "muskelverkürzung" (eine strukturelle, wie vielfach geglaubt wird - offensichtlich auch du - gibt es nicht) nicht durch dehnen, sondern kräftigen des antagonisten über den maximalen ROM beheben kann, ist richtig (das kannst du auch auf meiner homepage nachlesen: "was ist dran am dehnen?"). das gleiche gilt für eine muskuläre dysbalanz (kraftungleichgewicht zw. agonist und antagonist).
eine "muskelverkürzung" erkennt man nicht anhand der körperhaltung, sondern ist durch eine verminderte toleranz gegenüber einer dehnungsspannung sowie durch eine verminderte muskuläre flexibilität gekennzeichnet.
eine "verkürzung" ist demnach eine folge der haltung und nicht umgekehrt. wird nie der gesamte ROM ausgenutzt, stellt sich ein muskel darauf ein.
zum training des trapezius: auch wenn er aus drei anteilen besteht (wie z.b. auch der deltoid oder der pectoralis major), ist es dennoch nur ein muskel, den man nicht so "gezielt" trainieren kann, wie sich das viele vorstellen.
dass ein kletterer eine abgeschwächte rückenmuskulatur hat - und zwar in ihrer gesamtheit (trapezius, rhomboidei, latissimus, autochthone rückenmusk.), halte ich für ein gerücht. gerade beim klettern werden diese muskelgruppen optimal trainiert. natürlich hat ein kletterer auch einen kräftigen pec (der wird ja bei jedem aufziehen des körpers trainiert), aber das ist sicherlich nicht der grund, wenn er "vorhängende schultern" hat.
gruß, kurt
Geändert von kurt (09.11.2005 um 11:51 Uhr)
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09.11.2005, 15:31
KT für Kletterer?
#19
[QUOTE=kurt][QUOTE=nala]

Zitat von
KatharinaS
(Kletterer neigen doch auch dazu nach vorne gebeugte Schultern zu haben - ich dachte, das käme von der vernachlässigten Brustmuskulatur?)
...haben nix mit einer vernachlässigten muskulatur zu tun, sondern sind ein haltungs"problem". da ist viel gewohnheit dabei. die vorstellung, muskeln würden körperteile in bestimmte richtungen "ziehen", ist eine irrige.
lg, kurt
Da hat es einen kleinen Fehler mit dem Zitieren gegeben...dieser Satz (Kletterer neigen doch auch dazu nach vorne gebeugte Schultern zu haben - ich dachte, das käme von der vernachlässigten Brustmuskulatur?) kam von Katharina und ich wollte ihn nur zitieren...hat aber dann so ausgesehen, als hätte ich ihn geschrieben!
Und weiter unten hab ich mich nicht ganz klar ausgedrückt. Sicherlich handelt es sich hauptsächlich um das Haltungsproblem (mit runder BWS dasitzen, Schultern vorne haben..."schlampiges" Sitzen etc....). Ich dachte zwar, dass ich das auch erwähnt hätte...aber anscheinend hab ich dann drauf vergessen!
Aber dass eine funktionell verkürzte Muskulatur die Schultern auch zusätzlich nach vorne ziehen kann, denke ich schon...das würd ich nicht gänzlich ausschließen! Natürlich ist die verkürzte Mm. nicht der Grund sondern eine Folge der Protraktion...die aber dann wenn sie verkürzt ist die Schulter noch mehr nach vorne ziehen kann.
Eigentlich wollte ich nur sagen, dass eine schlecht trainierte Brustmuskulatur NICHT der Grund sein kann für eine Schulterprotraktion.
Geändert von nala (09.11.2005 um 15:34 Uhr)
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09.11.2005, 15:41
KT für Kletterer?
#20
nochmals: es gibt keine strukturelle "Muskelverkürzung"
[QUOTE=nala][QUOTE=kurt]

Zitat von
nala
Da hat es einen kleinen Fehler mit dem Zitieren gegeben...dieser Satz (Kletterer neigen doch auch dazu nach vorne gebeugte Schultern zu haben - ich dachte, das käme von der vernachlässigten Brustmuskulatur?) kam von Katharina und ich wollte ihn nur zitieren...hat aber dann so ausgesehen, als hätte ich ihn geschrieben!
Und weiter unten hab ich mich nicht ganz klar ausgedrückt. Sicherlich handelt es sich hauptsächlich um das Haltungsproblem (mit runder BWS dasitzen, Schultern vorne haben..."schlampiges" Sitzen etc....). Ich dachte zwar, dass ich das auch erwähnt hätte...aber anscheinend hab ich dann drauf vergessen!
Aber dass eine funktionell verkürzte Muskulatur die Schultern auch zusätzlich nach vorne ziehen kann, denke ich schon...das würd ich nicht gänzlich ausschließen! Natürlich ist die verkürzte Mm. nicht der Grund sondern eine Folge der Protraktion...die aber dann wenn sie verkürzt ist die Schulter noch mehr nach vorne ziehen kann.
Eigentlich wollte ich nur sagen, dass eine schlecht trainierte Brustmuskulatur NICHT der Grund sein kann für eine Schulterprotraktion.
somit ist die vorstellung, dass ein "zu kurzer" muskel ein gelenk in eine bestimmte richtung "zieht", falsch.
ansonst siehst du das ganze völlig richtig. das hauptproblem sind muskuläre dysbalanzen. aber diese sind keine blickdiagnose, sondern stellt man mittels einer isokinetischen kraftmessung fest.
lg, kurt
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09.11.2005, 17:50
KT für Kletterer?
#21
[QUOTE=kurt][QUOTE=nala]

Zitat von
kurt
somit ist die vorstellung, dass ein "zu kurzer" muskel ein gelenk in eine bestimmte richtung "zieht", falsch.
ansonst siehst du das ganze völlig richtig. das hauptproblem sind muskuläre dysbalanzen. aber diese sind keine blickdiagnose, sondern stellt man mittels einer isokinetischen kraftmessung fest.
lg, kurt
So hab ich das ja auch nicht behauptet...aber wie vorher schon gesagt, ich dürfte mich falsch ausgedrückt haben, da ich lediglich gemeint hätte, ein durch die falsche Gelenksstellung verkürzter Muskel kann sekundär diese Stellung weiter forcieren!
Keine Blickdiagnose ist klar...! Muskuläre Dysbalacen sind oft ein Problem. Es wird ja auch von so manchen Autoren beschrieben, eine ideopathische Skoliose entsteht aufgrund einer Dysbalance der Multifidii. Wissen tut mans ja nicht so wirklich, da ideopathisch...! Aber das ist ein anderes Thema, ist mir nur grad so eingefallen!
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10.11.2005, 11:14
KT für Kletterer?
#22
es heißt "idiopathisch"
[QUOTE=nala][QUOTE=kurt]

Zitat von
nala
So hab ich das ja auch nicht behauptet...aber wie vorher schon gesagt, ich dürfte mich falsch ausgedrückt haben, da ich lediglich gemeint hätte, ein durch die falsche Gelenksstellung verkürzter Muskel kann sekundär diese Stellung weiter forcieren!
Keine Blickdiagnose ist klar...! Muskuläre Dysbalacen sind oft ein Problem. Es wird ja auch von so manchen Autoren beschrieben, eine ideopathische Skoliose entsteht aufgrund einer Dysbalance der Multifidii. Wissen tut mans ja nicht so wirklich, da ideopathisch...! Aber das ist ein anderes Thema, ist mir nur grad so eingefallen!
ob eine dysbalanz der multfidi allein ausreicht, eine skoliose zu verursachen, wage ich zu bezweifeln.
lg, kurt
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10.11.2005, 16:14
KT für Kletterer?
#23
[QUOTE=kurt][QUOTE=nala]

Zitat von
kurt
ob eine dysbalanz der multfidi allein ausreicht, eine skoliose zu verursachen, wage ich zu bezweifeln.
lg, kurt
Ich kann mir's auch nicht so wirklich vorstellen!!
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