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04.10.2005, 13:25 Thema: Dr. Feelgood - Wenn Essen zur Medizin wird #1Treets
Thema: Dr. Feelgood - Wenn Essen zur Medizin wird
21:50 – 22:15 auf SWR = Wieso, weshalb, warum
Wissenschaftsmagazin
Moderation: Ingolf Baur
Eine neue Ära hat begonnen. Mediziner und Ernährungsexperten wollen den Menschen durch Gen-Diät gesünder machen. Das Risiko für Krebs, Herzleiden und Übergewicht soll durch richtiges Essen deutlich verringert werden. Voraussetzung für die neue Diät ist ein Gen-Check, denn längst weiss man, welche Gene zum Beispiel Darmkrebs oder Diabetes begünstigen. Diese Erkenntnisse sind entscheidend, denn die bisherigen Ernährungsratschläge passen nicht zum Stoffwechsel eines jeden Menschen.
ich frag mich grad gesünder? dünner? dümmer? verdienen die jetzt nicht mehr genug an pülverchen? muss jetzt ein gen-check eingeführt werden?! und dann läuft das unter "wissenschaftsmagazin".
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04.10.2005, 14:09 Thema: Dr. Feelgood - Wenn Essen zur Medizin wird #2krihama
Und was macht man, wenn man ein "böses" Gen hat?
Kann man sich das rausoperieren oder ist man dann sogleich dem Tode geweiht?
...
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04.10.2005, 14:26 Thema: Dr. Feelgood - Wenn Essen zur Medizin wird #3Ingvar
Hallo,
an sich ist die Idee ja nicht übel. Bei vielen ernsten Krankheiten wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Leiden oder Krebs spielen Veranlagung und Umwelteinflüsse zusammen. Wer aufgrund seiner Gene ein höheres Risiko für eine solche Krankheit trägt, kann dann mehr Wert auf Vorbeugung durch gesünderen Lebensstil legen.
Dann kommt das große Aber: Wie unterscheiden sich denn die Empfehlungen für einen Vorbelasteten von denen für einen Gesunden? Wenn ich kein Gen trage, das mich für Diabetes besonders anfällig macht, sollte ich dann weniger Sport machen und mehr essen? Nur, wenn es aufgrund der Gene unterschiedliche Empfehlungen für unterschiedliche Gruppen gibt, macht die Untersuchung größeren Sinn. Kurt als Forumsdoc: Gibt es solche Unterschiede, oder liegt der einzige Sinn darin, dass man genetisch Vorbelastete nach einer solchen Untersuchung besser überwachen und somit früher eingreifen kann?
Ach ja, und was "Wissenschaftsmagazine" angeht, da habe ich längst keine Illusionen mehr. Was die manchmal an Irrtümern verbreiten, geht auf keine Kuhhaut! Es gibt ein paar wenige gute, aber sonst...
Viele Grüße
Marc
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04.10.2005, 15:10 Thema: Dr. Feelgood - Wenn Essen zur Medizin wird #4kurt
Eine "Gen-Diät" ist Nonsens
abgesehen davon, dass genetische untersuchungen als screening nicht finanzierbar sind, sind derzeit nur sehr wenige genetische zusammenhänge mit bestimmten krebsarten bekannt (bsp. brustkrebs), ebensowenig bei herz-kreislauferkrankungen. um ein familiäres risiko abschätzen zu können, braucht es nur eine genaue familienanamnese. die kostet nichts und ist ohnehin bereits bestandteil jeder gesundenuntersuchung.
Zitat von Treets
oder glauben besagte experten gar, man könne oral zugeführte gene in sein genom einbauen (diese angst haben ja auch viele gegner der gentechnologie), um gewisse genetische schäden zu reparieren?
mit kopfschüttelndem gruß, kurt
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05.10.2005, 00:06 Thema: Dr. Feelgood - Wenn Essen zur Medizin wird #5HubertDer war gut
Zitat von kurt
Grüße, Hubert
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05.10.2005, 08:44 Thema: Dr. Feelgood - Wenn Essen zur Medizin wird #6rinkaEtwas ähnliches wie diese "Gen-Checks" gibt es übrigens schon in einem großen Ausmaß bei dem sogenannten "Neugeborenen-Screening". Dabei werden in Deutschland über einen einfachen Bluttest alle Neugeborenen nach mehreren gut behandelbaren und bekannten Stoffwechselkrankheiten untersucht. Die am häufigsten vorkommende Krankheit, die Phenylketonurie, läßt sich damit schon von Beginn an durch eine entsprechende Diät so gut in den Griff bekommen, dass sich das Gehirn der Säuglinge ganz normal entwickeln kann. Auch das Wissen um genetische "Defekte" führt immer früher dazu, dass schon bei den ersten Auffälligkeiten bei Neugeborenen über Diät größere Schädigungen verhindert oder aufgehalten werden können. Erst seit ca. 10 Jahren ist z.B. der sogenannte "GLUT1-Defekt" bei Kindern durch ketogene Diät therapierbar.
Zitat von Treets
Sinnvoll ist so etwas also durchaus und wird auch schon seit Jahrzehnten eingesetzt. Allerdings sollte man als Erwachsener schon gemerkt haben, welche Nahrungsmittelunverträglichkeiten bestehen. Da könnte ein Gentest höchstens noch bestätigen, dass Unverträglichkeiten eine genetische Ursache haben. Übergewicht deutet dagegen wohl eher darauf hin, dass man keine Unverträglichkeiten hat. Denn sonst würden die Nahrungsmittel sich ja nicht so bereitwillig auf den Hüften absetzen.
Viele GrüßeGeändert von rinka (05.10.2005 um 09:07 Uhr)
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05.10.2005, 17:57 Thema: Dr. Feelgood - Wenn Essen zur Medizin wird #7kurt
da geht es um was anderes
was du sagst, ist im großen und ganzen alles richtig. aber diese postulierte "gendiät" hat nichts mit einer angeborenen stoffwechselstörung zu tun. wie ich schon sagte, sind gen-screenings ein irrationales, unfinanzierbares gedankenkonstrukt. abgesehen davon, dass noch viel zu wenig über die genetischen ursachen von krebs und herz-kreislauferkrankungen bekannt ist.
Zitat von rinka
die phenylketonurie bedarf übrigens auch keiner "gendiät", sondern nur das meiden einer bestimmten aminosäure, nämlich von phenylalanin (ich hab schon darüber informiert, siehe archiv. ebenso hab ich schon über die ketogene diät bei mitochondrialen erkrankungen gepostet, die in diesem fall angezeigt ist. ob der GLUT-1-defekt auch dazugehört, weiß ich jetzt nicht, aber wenn du es sagst...
).
schönen abend, kurt
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05.10.2005, 19:17 Thema: Dr. Feelgood - Wenn Essen zur Medizin wird #8rinkaNaja, aber bei diesem "Gen-Screening" geht es doch wohl auch darum, die angeblich besten Nahrungsmittel zu finden und sich seinen Genen entsprechend zu ernähren. Die behaupten ja wohl nicht ernsthaft, dass die vorgeschlagenen Nahrungsmittel die Gene verändern würden. Meines Wissens ordnen sie die Nahrungsmittel bestimmten Gentypen zu und geben einem eine Liste von empfehlenswerten und weniger empfehlenswerten Nahrungsmitteln.
Zitat von kurt
Von diesen etwas undurchsichtigen Methoden abgesehen, wollte ich ja auch nur sagen, dass es durchaus schon Praxis ist, bei bestimmten angeborenen Krankheiten Ernährungsempfehlungen zu geben. Es sind ja nicht nur die mitochondrialen Erkrankungen, der GLUT-1-Defekt (übrigens m.W. zur Zeit die einzige Krankheit, bei der die ketogene Diät die Therapie der Wahl ist). Weiter fällt mir noch die Zöliakie ein. Unter anderem hier in München findet gerade ein Experiment statt, bei der Risikoeltern für DM 1 gesucht werden. Wenn ich mich recht an den Vortrag erinner, gibt es Vermutungen, dass Weizenkleber in den Säuglingsbreien bei Risikopatienten für das Versagen der Inselzellen verantwortlich sein könnte. Hier versucht man herauszufinden, ob das Vermeiden von Gluten eventuell eine Verzögerung in der Entwicklung des Diabetes bringt oder sogar verhindern kann. Das sind alles Fälle, wo ein Einsatz eines "Genscreenings" ja eventuell Sinn hätte.
Ich wollte auch nur anmerken, dass diese Ansätze m.E. nicht völlig aus der Luft gegriffen und absurd sind, sondern wie immer auch nützliche Dinge bewirkt werden können. So wie das in dem ersten Beitrag dargestellt wurde, scheint es mir ja auch nur Quatsch zu sein. Andererseits waren gerade dieses Jahr in unserem Krankenhaus viele Vorträge für die Öffentlichkeit, wo ein Professor z.B. eine Chipkarte in der Größe einer Streichholzschachtel zeigte, auf der das gesamte menschliche Genom gespeichert war. Zukünftig könnte jeder Mensch seine Genkarte mit sich führen. So wie er das darstellte, versprechen sich die Krebsforscher von der Abgleichung der Gene sehr viel Informationsgewinn über mögliche Nebenwirkungen oder maßgeschneiderte Therapien mit entsprechend unterschiedlichen Wirkstoffen. Warum soll auf diesem Weg und in einigen Jahren nicht quasi als Abfallprodukt auch die eine oder andere Vorhersage für Krankheitsrisiken möglich werden? z.B. das individuelle Risiko, Alkoholiker zu werden? Ich halte das ganze nicht für völlig unmöglich; nur zur Zeit ist es wohl noch Phantasterei.
Viele Grüße
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05.10.2005, 19:53 Thema: Dr. Feelgood - Wenn Essen zur Medizin wird #9Treets
mag sein, dass es für manches sinnvoll wäre, aber dieses posting habe ich aus einem diäten-forum in dem ich schon länger bin. und ich halte ein gensceening um eine gen-diät daraus zu fabrizieren schlichtweg für blödsinn. da stehen antworten z.b. "hoffentlich ist so ein gen-test nicht so teuer" , "zahlt den die krankenkasse".. usw. die meisten haben irgendwie schon wieder hoffnung dass der test zeigt, dass sie wegen irgendeinem gen dick sind. und das halte ich für absoluten blödsinn. wenn ichs nicht vergesse, werd ich mir das trotzdem mal ansehen.*g
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06.10.2005, 11:49 Thema: Dr. Feelgood - Wenn Essen zur Medizin wird #10kurt
so, wie diese "Gendiät" präsentiert wird, ist es Nonsens!
dieser nonsens erinnert mich an die irrationale "blutgruppen-diät". es gibt weder "gentypen" noch dafür geeignete oder ungeeignete nahrungsmittel.
Zitat von rinka
dass gluten eine rolle in der pathogenese des typ 1-diabetes mellitus spielen soll, ist eine weit hergeholte hypothese. und die zöliakie wird ja auch nicht durch eine genetische untersuchung diagnostiziert. oft wird sie erst im erwachsenenalter festgestellt, und zwar in nicht wenigen fällen ungerechtfertigterweise, sprich die zöliakie wird überdiagnostiziert. dann werden die betroffenen zu einer diät "gezwungen", die gar nicht indiziert ist. angeborene stoffwechselerkrankungen werden i.d.r. bereits im säuglingsalter erfasst und entsprechende ernährungsrichtlinien gegeben. erst im erwachsenenalter manifestiert sich keine genetisch bedingte stoffwechselerkrankung. nahrungsmittelunverträglichkeiten muss man davon differenzieren. bei einer laktose- oder fruktosemalabsorption braucht es keine genetische untersuchung, das wäre geradezu absurd. und wie auch du vermutlich weißt, bedeutet eine solche malabsorption bzw. "intoleranz" nicht automatisch den kompletten verzicht auf milchprodukte oder obst.Von diesen etwas undurchsichtigen Methoden abgesehen, wollte ich ja auch nur sagen, dass es durchaus schon Praxis ist, bei bestimmten angeborenen Krankheiten Ernährungsempfehlungen zu geben. Es sind ja nicht nur die mitochondrialen Erkrankungen, der GLUT-1-Defekt (übrigens m.W. zur Zeit die einzige Krankheit, bei der die ketogene Diät die Therapie der Wahl ist). Weiter fällt mir noch die Zöliakie ein. Unter anderem hier in München findet gerade ein Experiment statt, bei der Risikoeltern für DM 1 gesucht werden. Wenn ich mich recht an den Vortrag erinner, gibt es Vermutungen, dass Weizenkleber in den Säuglingsbreien bei Risikopatienten für das Versagen der Inselzellen verantwortlich sein könnte. Hier versucht man herauszufinden, ob das Vermeiden von Gluten eventuell eine Verzögerung in der Entwicklung des Diabetes bringt oder sogar verhindern kann. Das sind alles Fälle, wo ein Einsatz eines "Genscreenings" ja eventuell Sinn hätte.
stimmt, das ist noch zukunftsmusik. wie ich schon sagte, kennt man erst bei wenigen krankheiten den genetischen hintergrund. die zukunft sollte idealerweise so aussehen, dass genetische defekte bereits intrauterin behoben werden können und man damit nicht mehr auf eine therapie angewiesen ist, weil das kind gesund auf die welt kommt. aber natürlich sollte auch klar sein, dass man niemals jede genetische risikokonstellation im vorfeld wird beherrschen können. schicksalshafte ereignisse wird es immer geben.Ich wollte auch nur anmerken, dass diese Ansätze m.E. nicht völlig aus der Luft gegriffen und absurd sind, sondern wie immer auch nützliche Dinge bewirkt werden können. So wie das in dem ersten Beitrag dargestellt wurde, scheint es mir ja auch nur Quatsch zu sein. Andererseits waren gerade dieses Jahr in unserem Krankenhaus viele Vorträge für die Öffentlichkeit, wo ein Professor z.B. eine Chipkarte in der Größe einer Streichholzschachtel zeigte, auf der das gesamte menschliche Genom gespeichert war. Zukünftig könnte jeder Mensch seine Genkarte mit sich führen. So wie er das darstellte, versprechen sich die Krebsforscher von der Abgleichung der Gene sehr viel Informationsgewinn über mögliche Nebenwirkungen oder maßgeschneiderte Therapien mit entsprechend unterschiedlichen Wirkstoffen. Warum soll auf diesem Weg und in einigen Jahren nicht quasi als Abfallprodukt auch die eine oder andere Vorhersage für Krankheitsrisiken möglich werden? z.B. das individuelle Risiko, Alkoholiker zu werden? Ich halte das ganze nicht für völlig unmöglich; nur zur Zeit ist es wohl noch Phantasterei.
aber die gentechnologie ist zweifellos eine große herausforderung und in jedem fall wert, beforscht zu werden. leider wehren sich viele menschen von vornherein dagegen, weil ihnen das hintergrundwissen dazu fehlt. erinnere dich an den afrikanischen staatschef, der sich weigerte, den von den usa angebotenen genmais einzufühen, und seine bevölkerung lieber dem hungertod preisgab. das ist für mich massenmord. leider war der aufschrei in der welt viel zu leise, und man ging bald wieder zur "tagesordnung" über...
gruß, kurt
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06.10.2005, 13:18 Thema: Dr. Feelgood - Wenn Essen zur Medizin wird #11rinkaDenke auch, dass das in die Richtung geht.
Zitat von kurt
So genau kenne ich mich da nun auch nicht aus. Ich habe es hier
Zitat von kurt
gelesen und für mich geht das in die hier diskutierte Richtung:
Ob es sich bestätigt oder nicht, werden wir wohl erfahren, wenn die Studie abgeschlossen ist. Wie sinnvoll medizinische Forschungsansätze im einzelnen ist. kann ich ja nun wirklich nicht beurteilen. Kann nur feststellen, dass in dieser Richtung geforscht wird.In der BABYDIÄT-Studie wird untersucht, ob durch die Vermeidung von glutenhaltigem Getreide und daraus hergestellten Produkten innerhalb des ersten Lebensjahres der Ausbruch des Diabetes verzögert oder sogar verhindert werden kann. Die veränderte Ernährung soll bei Kindern mit extrem hohem Antikörper- beziehungsweise Diabetes-Risiko durchgeführt werden: Bei Kindern mit den Vererbungsmerkmalen DR 3/4 oder DR 4/4 und deren Mutter, Vater oder Geschwister an Typ 1-Diabetes erkrankt sind
Hmm, darüber hatte ich mir bis dato noch gar keine Gedanken gemacht. Ich vertrage leider alles viel zu gut und würde mir manchmal wünschen, dass es mehr Dinge gibt, die ich nicht vertrage oder die mir nicht schmecken. Das Gewichthalten wäre dann sicher einfacher. Mir fällt immer nur auf, dass diejenigen Leute, die irgendetwas nicht gut vertragen, selten übergewichtig sind. Von daher weiß ich sowieso nicht, in welche Richtung so ein Gentest gehen soll. Logischerweise müßte man den Übergewichtigen nur die Lebensmittel nennen, die sie nicht so gut vertragen, weil sie davon nicht so viel essen würden. Sagt man ihnen, was sie ausgezeichnet vertragen, hilft ihnen das ja wohl kaum weiter.
Zitat von Kurt
Im Gegenteil! Ich würde ja lieber auch ein paar schwerwiegende Behinderungen in Kauf nehmen wollen, als das jede genetische Besonderheit vorsichtshalber schon intrauterin behoben wird. Denn wie oft passiert es, dass bei der gleichen Genkonstellation eine Krankheit nie ausbricht oder erst in hohem Alter relevant wird. Aber vielleicht ist gerade eine Genkonstellation, die irgendwann zu Erblindung führt, auch mit hoher Intelligenz gepaart? Ich finde die Vorstellung, dass Ärzte da den lieben Gott spielen, schon noch etwas gruselig.. die zukunft sollte idealerweise so aussehen, dass genetische defekte bereits intrauterin behoben werden können und man damit nicht mehr auf eine therapie angewiesen ist, weil das kind gesund auf die welt kommt. aber natürlich sollte auch klar sein, dass man niemals jede genetische risikokonstellation im vorfeld wird beherrschen können.
Ja und oft sind die Kunden von Dr. Feelgood u. ä. Ernährungsinstituten die, die am entschiedensten gegen Genmais sind.. leider wehren sich viele menschen von vornherein dagegen, weil ihnen das hintergrundwissen dazu fehlt.
Viele Grüße
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06.10.2005, 15:13 Thema: Dr. Feelgood - Wenn Essen zur Medizin wird #12kurt
so ist es!
nur mit deiner beobachtung, dass diejenigen, die manche nahrungsmittel nicht vertragen (sei es nur tatsächlich so oder nur eingebildet) weniger "gewichtsprobleme" hätten, kann ich nicht bestätigen. gerade die, die sich am meisten mit der ernährung befassen und diverse diäten durchführen, sind die, die mit übergewicht kämpfen. die, die keine gedanken daran verschwenden, ob das, was sie essen, gesund oder was immer sei, habe weniger figurprobleme und nehmen auch leichter ab (wenn sie es wollen) als die "grübler".
Zitat von rinka
gruß, kurt (der zweiteren angehört
)
p.s.:
noch ein einwand: medizinisch-therapeutische gentechnologie hat nichts mit "den lieben gott spielen" zu tun. selbstverständlich gelten hier ethische grundsätze. aber wenn man z.b. die CF (cystische fibrose) schon "im vorfeld" ausschalten kann, ist das nur positiv zu sehen. es geht nicht um ein verhindern von erkrankungen, die irgendwann mal im erwachsenenalter auftreten - das ist ohnehin nicht möglich (hab ich ja schon geschrieben), sondern um angeborene stoffwechselerkrankungen oder andere gendefekte.Geändert von kurt (06.10.2005 um 15:18 Uhr)
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06.10.2005, 16:07 Thema: Dr. Feelgood - Wenn Essen zur Medizin wird #13rinkaAber was ist Ursache und was ist Wirkung? Wenn einem das Essen nicht so wichtig ist, denkt man darüber eben auch nicht nach. Meistens sind das Leute, denen tatsächlich alles schmeckt und die essen, was Ihnen vorgesetzt wird, aber meist eben nur, wenn es ihnen vorgesetzt wird.
Zitat von kurt
Wer aber gerne ißt, gerne kocht und für den dazu auch noch Essen mit Geselligkeit, Wärme, Trost assoziiert ist, der ißt schnell mal mehr und muß dann zusehen, wie Appetit und Figur in Einklang gebracht werden können. Ich behaupte mal, dass 90 von 100 Frauen sich mit ihrer Figur und damit mit dem Essen beschäftigen. Auch die, die das vehement abstreiten.
Viele Grüße
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06.10.2005, 16:30 Thema: Dr. Feelgood - Wenn Essen zur Medizin wird #14kurt
damit wirst du recht haben
auch damit, dass ich nur esse, wenn ich was "zur verfügung" hab
Zitat von rinka
gruß, kurt (für den essen kein "trost" ist, wohl aber genuss & geselligkeit)
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07.10.2005, 17:17 Thema: Dr. Feelgood - Wenn Essen zur Medizin wird #15pupsi01
Mal abgesehen davon, dass diese Geschichte momentan noch reine Zukunftsmusik ist, denke ich schon, dass die Erkenntnisse der Nutrigenomik bzw. Nutrigenetik in Zukunft wichtige Erkenntnisse zu Tage fördern wird. Sowas wie eine zurechtgeschneiderte "Gen-Diät" scheint mir da gar nicht sooo extrem abwegig zu sein. Zumal ich durchaus der Überzeugung bin, dass Menschen je nach Veranlagung unterschiedlich auf ein und die selbe Diät reagieren können. Kleines Bsp.: Wenn bestimmte Personengruppen eine stärkere Veranlagung für Insulinresistenz haben (was wiederum möglicherweise genetisch bedingt ist) als andere, so könnte für diese Subgruppe eine Low-GI-Diät möglicherweise sinnvoller sein als für andere.
Lassen wir uns überraschen - man wird sehen was die Zukunft bringt.
PS: Ich weiß nicht, wieso ich gerade jetzt darauf komme, aber folgende Geschichte passt m.E. auch irgendwie zu diesem Thema:
http://www.aerztezeitung.de/docs/200...hrung/vitamine
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