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  1. Frage zum Triathloneinstieg (Rad) #1
    Phil

    Frage zum Triathloneinstieg (Rad)

    Hallo zusammen,

    nach unzähligen langen Monaten Zwangspause wegen gesundheitlicher Probleme (starke Allergien und die Folgen der Behandlung) vom leistungsorientierten Lauftraining habe ich langsam, nachdem die Behandlung erste Erfolge zeigte und die für mich fiesen Pollen sich in die Winterpause zu verabschieden beginnen, wieder mit dem Laufen angefangen und genieße es richtig, nicht wie im letzten Jahr ständig ins Röcheln zu kommen.
    Allerdings war ich in der Zwischenzeit auch nicht faul, ich habe versucht, meine Form, so gut es eben ging, auf dem Ergometer und vor allem beim Schwimmen, wo ich den Allergenen am wenigsten ausgesetzt war, zu halten. Und dieses Schwimmen, zu dem mich meine Freundin eigentlich erst überreden musste, hat mir, nachdem ich angefangen hatte, meine Technik zu verbessern, richtig Spaß gemacht. Und irgendwie wurde mir bei einer meiner letzten Laufeinheiten klar: Ich habe absolut keine Lust mehr, irgendwelchen persönlichen Marathonbestzeiten hinterherzuhecheln, ich will Schwimmen, Radfahren und Laufen gleichermaßen trainieren und was liegt da näher als ein Triathlon...
    Deshalb suche ich mir gerade einen Verein, wo ich das Crawlen, das ich bislang eher stiefmütterlich behandelt habe, weil mir Brustschwimmen einfach mehr Spaß gemacht hat, richtig lernen kann.
    Für alle anderen Informationen habe ich schon einiges an Fachliteratur - populärerer und wissenschaftlicher Art - gesichtet. Nur eine Frage in Bezug auf das Radfahren blieb bislang unbeantwortet: Wie hoch ist eigentlich die im Schnitt getretene Wattzahl bei einem Triathlon? Die Geschwindigkeit findet man überall, aber zur Leistung habe ich noch nichts gefunden und ein Vergleich mit den Radprofis schüchtert mich eher ein. Für mich hat dieser Parameter deshalb eine so hohe Bedeutung, weil ich im Winter nur auf dem Ergometer trainieren kann, ein Mountainbike oder ein Trainingslager kann ich mir als Student derzeit einfach nicht leisten und da ich dort weder Gegenwind noch Laufwiderstand spüre, muss ich mich an diesem Parameter orientieren.
    Vielen Dank schon einmal für die Informationen.

    Viele Grüße

    Phil


  2. Frage zum Triathloneinstieg (Rad) #2
    kurt

    es sind ca. 300 Watt...

    ...die beim iron man-triathlon auf der radstrecke (180 km) von den spitzenleuten geleistet werden, beim olympischen triathlon augrund der relativ kurzen strecke (40 km) entsprechend mehr (im vergleich dazu die leistung der besten radprofis beim einzelzeitfahren: fast 500 watt!). aber daran solltest du dich vorerst nicht orientieren. du bist dein eigener maßstab. trainiere einfach und denk nicht zuviel darüber nach (wie du es selbst anderen empfohlen hast...)

    gruß, kurt

    p.s.: vergiss nicht, dass die handelsüblichen ergometer nicht wattgeeicht sind.


  3. Frage zum Triathloneinstieg (Rad) #3
    Phil

    Re: es sind ca. 300 Watt...

    Hallo Kurt,

    danke für die Infos, jetzt habe ich wenigstens einen Wert, an dem ich mich grob orientieren kann. Aber keine Sorge, was die Gelassenheit angeht. Ich versuche das jetzt nicht zu erreichen. Ich werde einfach weiter so trainieren, dass es meinem Körper gut bekommt, dass ich Spaß daran habe und dass ich es genießen kann. Denn das eine hat mir meine Allergie sehr anschaulich nochmal vor Augen geführt: Die Gesundheit und das Wohlbefinden stehen an erster Stelle. Wenn ich jetzt also frische Waldluft ohne bronchiale Probleme einatman kann, genieße ich das erst einmal und denke nicht über eine mögliche Steigerung der VO2max durch diesen Waldlauf nach, um es salopp auszudrücken.

    Viele Grüße

    Phil


  4. Frage zum Triathloneinstieg (Rad) #4
    cbeinecke

    und nicht zu vergessen

    die Spitzenleute bei Triathlon sind auch gedopt. Und wir wollen ja nicht hoffen, dass Phil damit liebäugelt.

    Und was die nicht geeichten Ergometer betrifft: Sicherheitshalber 400 Watt treten. Damit ist man dann auf der sicheren Seite.

    Gruß

    Carsten

    http://www.beinecke-cad-technik.de/a...ens%20Head.jpg

  5. Frage zum Triathloneinstieg (Rad) #5
    troll

    ein paar rechenmodelle für wattund speed


  6. Frage zum Triathloneinstieg (Rad) #6
    kurt

    hehehehe (k.T.)




  7. Frage zum Triathloneinstieg (Rad) #7
    kurt

    interessanter link!

    zumindest liefert er richtwerte.

    gruß, kurt


  8. Frage zum Triathloneinstieg (Rad) #8
    troll

  9. Frage zum Triathloneinstieg (Rad) #9
    kurt

    danke! (k.T.)




  10. Frage zum Triathloneinstieg (Rad) #10
    Phil

    Was das Thema Doping angeht,...

    kenne ich die allgmeingültige Forumsmeinung, auch wenn ich zu stark verallgemeinernden Thesen wie: Im Leistungssport sind alle gedopt, oder: Doping ist im Radsport nach 1998 durch die verstärkten Kontrollen nahezu verschwunden, eher skeptisch gegenüberstehe. Natürlich kenne ich, gerade was den Radsport angeht, die zu diesem Thema verfasste Literatur und ich gebe zu, schockiert war ich schon, nachdem ich das Buch von Willy Voet gelesen hatte, dem ehemaligen Festina-Masseur, der 1998 mit über 500 Doping-Ampullen vom Zoll gefasst wurde und damit den Dopingskandal publik machte, aber ich denke, auch wenn man mich hier deshalb für naiv halten mag, die Wahrheit liegt vermutlich dazwischen.
    Es gibt weder einen extrem sauberen Sport noch einen extrem schmutzigen. Denn folgt man der "Widerspiegelungstheorie" von Kurt, die er in seinem Artikel in Bezug auf das Verhältnis Sport-Gesellschaft aufgestellt hat, so müsste man zu dem gleichen Ergebnis kommen.
    In Antwort auf:

    "Doping ist immer und überall - nicht nur im Sport, auch im Gesellschaftsleben. Alkohol, Beruhigungs- und Aufputschmittel, Rauschmittel wie Kokain - das sind heutzutage die unterstützenden Maßnahmen nicht nur zur persönlichen Lustgewinnung, sondern auch zur Stressbewältigung und beruflichen Leistungssteigerung. Und sie sind - klassisches Beispiel Alkohol - gesellschaftsfähig. Sie haben sich in unserer Leistungsgesellschaft etabliert, werden akzeptiert und toleriert.
    Wir leben in einer Leistungsgesellschaft und der Leistungssport ist ihr Spiegelbild. Im Leistungsport allerdings werden bedeutend strengere Maßstäbe als im gesellschaftlichen und beruflichen Alltag angesetzt." (http://gin.uibk.ac.at/thema/sportund...ng/doping.html)
    Oder würde wirklich jemand ernsthaft behaupten, dass jeder zur Leistungssteigerung zu illegalen Mitteln im alltäglichen Leben greift?
    Und auch der These von Kurt, Ullrich würde ebenso dopen, die hier vor kurzem in einem Thread geäußert wurde, stehe ich eher skeptisch gegenüber. Denn bei Ullrich würde mich das wirklich überraschen, da es einfach nicht zu seinem Charakter passt. Außerdem würde er dann auch anders mit seinem Körper umgehen. Natürlich kann ich mich auch irren, aber um mich von der Richtigkeit dieser These zu überzeugen, bedarf es schon mehr als die Quellenangabe, diese Information stamme von einem diversen deutschen Radprofi der Top 50.
    In Antwort auf:

    "glaubst du wirklich, ulle verschwindet nicht im tourbus usw. usw...? so naiv wirst du hoffentlich nicht sein! letzets jahr hat er sich bei der tour nach aussage eines mir bekannten deutschen radprofis (einen unter den top 50 der weltrangliste) täglich 8 IE HGH gespritzt, und ich denke nicht, dass er es heuer nicht getan hat (vielleicht ist dir auch aufgefallen, wie gut muskeldefiniert ulle immer zum zeitpunkt der tiur ist...)" (http://www.fitness.com/phpapps/ubbthreads/showthreaded.
    php?Cat=2&Board=de_fitness&Number=146303&a mp;page=1&
    view=collapsed&sb=5&o=0)
    Wie gesagt, in diesem Bereich gibt es in der öffentlichen Debatte zwei grundsätzlich divergierende Standpunkte. Der eine verteufelt den Leistungssport als dopingverseucht, die andere Seite versucht ihn als blütenweiß und sauber darzustellen. Ich persönlich ziehe den Mittelweg vor.


    Viele Grüße

    Phil


  11. Frage zum Triathloneinstieg (Rad) #11
    fitPHILIPP

    Bist du sicher, ...

    ... dass du nicht mich meinst mit deinem Satz "trainiere einfach und denk nicht zuviel darüber nach (wie du es selbst anderen empfohlen hast...)"?

    MfG
    Phil


  12. Frage zum Triathloneinstieg (Rad) #12
    Bjoern

    Wieso höre ich von so vielen Leuten....

    "der Ulrich, der ist sicher nicht gedopt"

    Warum? Weil er etwa ein Deutscher ist? ("unser Ulrich")
    Lance Armstrong fällt dann auch in diesen Bereich "der? der ist sicher nicht gedopt - so gut wie der ist, braucht der kein Doping"

    Aber bei den unbekannteren Leuten ist die druchgehende Meinung "sicher, die dopen bestimmt, wie sollen die auch sonst so ne harte Tour fahren können?"

    Woher kommt eine solche Sicht der Dinge? Das frage ich nicht nur dich, sondern im Prinzip jeden, der sich "seine Ausnahmen der Regel" so zurechtbastelt.


    Ein Freund hat mit dem Radsport aufgehört, nachdem er realisiert hat, dass seine vielen Kollegen "plötzlich Asthmatiker wurden" und das im Amateurbereich!


    Kennst du Ulrich privat? Woher die Annahme, dass es nicht zu seinem Charakter passt? Zumindest passt sein "Discoausrutscher" vor ein paar Jahren nicht wirlich zu dem Bild, was du von ihm hast. Auch hier könnte man dir Naivität nachsagen. Wenn du so schnell Schlüsse über den Charakter ziehst, dann sollte ich besser nicht den "Absenden-Button" drücken



    "in diesem Bereich gibt es in der öffentlichen Debatte zwei grundsätzlich divergierende Standpunkte"

    Genau. Die eine Seite, die involviert ist leugnet alles und die andere Seite, die sich auch auskennt aber nicht involviert ist und demnach nirgendwo "rausgeschmissen" wird sagt, es wird nahezu durchgehend gedopt.
    Ich erinnere mich an Boris Becker, der zwischen seiner Spielerzeit und dem Comeback offen über das Thema sprach. Um sein Comeback machen zu dürfen musste er die Aussagen zurücknehmen. Ist schon scheiße, wenn man von seinem Verband nen Knebel bekommt.
    Aber Verbände und Sponsoren sind ja auch dazu da, ne anfänglich positive A-Probe zu einer negativen B-Probe zu machen - nur ne Frage des Zasters. ("Brigitte Berendonk - Titel des Buches hab ich vergessen")

    Vielleicht hast du noch nicht ausreichend Literatur von Leuten gelesen, die hinter den Kulissen arbeiteten - geschrieben wurden bezeichnender Weise aber eine Menge davon

    Schönen gruß

    Björn (der auch schon ne Menge gedopt hat - und das ohne Ruhm und geld zu erwarten - Gründe zu dopen gibts genügend, Gründe es nicht zu tun weniger)

    http://www.bjoern3000.de/avatar.jpg

  13. Frage zum Triathloneinstieg (Rad) #13
    Phil

    Re: Wieso höre ich von so vielen Leuten....

    Hallo Björn,

    um eines vorwegzunehmen: Ich würde nie behaupten, dass jemand aufgrund seiner Nationalitätszugehörigkeit dopt oder nicht. Auch ist in meinen Augen nicht unbedingt der Bekanntheitsgrad ein Hinweis.

    Warum ich glaube, dass Ullrich nicht dopt, hat verschiedene Gründe, stellt allerdings kein moralisches Urteil dar, denn so gut kenne ich ihn nicht. Ich habe ihn zwar schon jahrelang beobachtet, seine Biographie gelesen - mir ist hier schon bewusst, dass diese Publikationen in diesem Zusammenhang keine unparteiische Quelle darstellen -, allerdings habe ich bislang noch niemals den Vorwurf gegenüber Ullrich gefunden, er würde dopen. Dies ist ein Grund. Was ich mit dem Hinweis auf seinen Charakter andeuten wollte, war folgendes: Du hast diesen Diskobesuch bereits erwähnt. Ich denke, wer sich bei so einem Lapsus erwischen lässt, kann sich nicht jahrelang mit Doping systematisch befasst haben. Außerdem hat der, der dopt, ein anderes Verhältnis zu seinen Körper und will das letzte aus diesem herausholen. Er würde daher diesen Aufwand, den er zuvor betrieben hat, nicht durch ein Gewichtsproblem ruinieren lassen...

    Natürlich stellen diese Thesen nur Indizien dar. Aber wie im normalen Leben gilt auch im Sport für mich das Prinzip: Jeder ist solange unschuldig, bis seine Schuld eindeutig bewiesen ist. Und selbst wenn ich glauben würde, dass Sportler xy dopt, würde ich diese These solange nicht in der Öffentlichkeit vertreten, bis ich klare Beweise dafür vorlegen könnte.

    Und um eines noch klar zu stellen: Falls irgendein bekannter deutscher Radfahrer oder ein anderer Sportler des Dopings überführt werden sollte, würde für mich keine Welt zusammenbrechen, denn soviele Illusionen habe ich nicht, aber ich habe ein Problem mit Polemiken und einseitigen Darstellungen, denn es gibt zwischen schwarz und weiß einfach zu viele Graustufen und wer ein klares Bild, sei es von den gesellschaftlichen, historischen oder sportlichen Verhältnissen zeichnen möchte, muss eben dies berücksichtigen und seine Thesen entsprechend modifizieren.

    Viele Grüße

    Phil


  14. Frage zum Triathloneinstieg (Rad) #14
    kurt

    Du bist naiv!

    wenn du wirklich glaubst, ulle wäre "clean", muss ich schmunzeln. hast du dir noch nie überlegt, warum er immer pünklich zur "tour" austrainiert und in topform ist? überleg mal, warum HGH zweckmäßig ist! jener top 50-radprofi war übrigens schon in meiner praxis. auch er ist nicht "sauber". ich sauge mir nichts aus den fingern, mein freud. wenn du wüsstest, was "hinter den kulissen" los ist... das, was willy voet schreibt, ist die realität, und zwar mehr denn je. und es ist nur die spitze des eisberges... heute wird bereits im amateurbereich die chemische keule geschwungen, dass es nur so rauscht!

    gruß, kurt


  15. Frage zum Triathloneinstieg (Rad) #15
    kurt

    Ulles "Ausrutscher" in der Disco

    du glaubst wohl nicht allen ernstes, es wäre ein einmaliger "ausrutscher" mit dem amphetaminpräparat gewesen. was bewirkt so ein präparat? es ist ein appetithemmer (früher waren solche appetitzügler offiziell als medikament auf dem markt, bevor sie wegen gravierender nebenwirkungen aus dem handel gezogen wurden, z.b. "ponderax" oder "captagon", siehe archiv unter "appetitzügler"). und ulle legt bekanntlich über den winter immer einiges an speck zu. und jetzt zähl mal eins und eins zusammen...

    gruß, kurt


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