Ich habe wohl eine grundsätzlich optimierungsfähige und auch -bedürftige Rückenhaltung, meint mein Hausarzt. Im unteren Bereich zu weit durchgebogen (möglicherweise, weil ich bis vor einiger Zeit und über längere Zeit Übergewicht hatte), im oberen Bereich eine leichte Skoliose (hat mich bis jetzt nie sonderlich gestört).
Frage dazu: Er meinte, mit Gymnastik und auch Krafttraining bekäme man das wieder hin. Welche Übungen sind denn da am geeignetsten? Möchte ich gerne so bald als möglich in Angriff nehmen, und bis ich bei einem Otto Päden einen Termin bekomme, ist es fast schon Herbst.
... wegen der Skoliose.
Dann kannst du ja mal ausprobieren, ob die Dehnung deiner Brustmuskulatur etwas bringt (ja, ich weiß - es erhöht nur die Flexibilität. Aber genau das kann es doch sein... TESTEN!).
Für die Lordose hat Perschke schon alles geschrieben.
für die skoliose (die eh jeder von uns hat, der eine mehr, der andere weniger ausgeprägt) spielt das keine rolle, wohin du ziehst.
ein dehnen kann in diesem fall nichts bringen.
ganz wichtig! denn das ist so ziemlich die einzige übung im stehen, wo man die LWS-lordose durch eine beckenkippung nach vorn (anspannen des glutaeus und der bauchmusklatur) antagonisiert. so wird das becken fixiert und damit der rumpf stabilisiert.
ich hab das eh schon mehrmals beschrieben: knie leicht beugen, beckenkippung nach vorn, rücken gerade halten und bei stabilem oberkörper (keine ausweichbewegung!) die hantel schön nach oben drücken (sei es als front- oder nackendrücken).
Ich persönlich mach diese Übung auch gern im Stehen.
Mit dem Nachvornkippen des Beckens, haben einige ein Problem bzw. verwechseln es mit ins Hohlkreuz gehen. Aber wenn man es so macht, wie du es beschreibst (Bauch und Hintern anspannen) kann man nichts falsch machen.
Ich habs gestern wieder probiert, ich fall da aber immer wieder in das übliche Holkreuz zurück.
Muß wohl noch üben, üben, üben
Und vom vielen Sitzen sind meine Hüftbeuger wohl auch schon verkürzt, was das Holkreuz fördert.
natürlich kann man das. entscheidend ist die korrekte ausführung, und die beinhaltet ja auch die bogenspannung des rückens, also die maximal mögliche lordosierung. die maximale anspannung der autochthonen rückenmuskulatur ist die effizienteste methode, die wirbelsäule zu stabilisieren.
abgesehen davon ist frank kein "skoliose-patient" im sinne einer pathologischen skoliose. wie ich schon sagte, gibt es fast niemanden mit einer ganz geraden wirbelsäule.
ich weiß, das wird oft verwechselt (auch dazu hab ich bereits gepostet).
ins hohlkreuz gehen = beckenkippung nach hinten. man muss ja nur schauen, wohin sich das becken bewegt.
beckenkippung nach vorne und hinten = "ehestandsbewegung" (kommt aber nicht nur bei verheirateten vor)