es gibt ja verschiedene Radtachos (z.B. Ciclomaster CM 436 M) welche diverse Höhenmessfunktionen besitzen.
Wie messen diese Geräte die Höhe? Da ich selbst mal einen Flugschein besessen hatte, weiß ich, dass man die Höhe über den statischen Luftdruck anzeigen/ermitteln kann. Aber das Gerät zeigt ja auch die Höhe beim Losfahren an. Damit diese Höhenangabe aber stimmt, müsste ich ja den momentanen Luftdruck an dem Gerät einstellen. Und wenn ich mir überlege, dass der Luftdruck sich über die vielen Stunden einer Radtour verändert, dürfte diese Art der Höheermittlung ziemlich ungenau sein.
Über GPS dürfte es aber auch nicht funktionieren, da meines Wissens die Höhenangaben durch GPS relativ ungenau sind. Außerdem könnte man diese Tachos ja dann gleich noch mit Navigationsfeatures ausstatten.
Bleibt noch die Möglichkeit über Trägheitsnavigation. Aber das dürfte wohl den finanziellen Rahmen sprengen.
Hat jemand sonst noch eine Idee? Leider kommt man auf die HP von CicloSport nur als Händler drauf.
ich habe den CM414Alti und der misst barometrisch (dürfte die technisch einfachste und billigste Lösung sein). Man muss nicht den Luftdruck am Start wissen, sondern seine aktuelle Höhe, die man dann eingeben kann (geht aber mit einer guten Wanderkarte sehr genau). Die Geräte sind auch sehr empfindlich. Du kannst jedenfalls auf den Meter genau Deine Körpergröße messen, falls mal kein Zollstock zur Hand ist.
Natürlich spielen Luftdruckschwankungen während der Tour eine Rolle. Wenn man wieder am Ausgangspunkt zurück ist, kann man also eine Wettervorhersage machen .
Die Luftdruckschwankungen dürften aber für die Anzeige der gefahrenen Höhenmeter keine Rolle spielen, denn die werden aus Differenzmessungen ermittelt.
Höhenmessung kann eigentlich nur auf Luftdruck- oder GPS Basis funktionieren. Einen Absolutwert gibt es beim Luftdruck natürlich nicht, den muss man einmal (mögllichst täglich) einstellen. Hab einen Polar 625, da liegst Du je nach QNH um ca. 8m/hPa daneben. Da das QNH so ungefähr zwischen 980 und 1040 hPa schwanken kann, kann das bis zu 500 m Unterschied ausmachen! Eine Drift von 10 - 20 m / Stunde ist durchaus normal. Der Polar hat deswegen auch eine "Schnelleinstell" Funktion, mit der Du eine Höhe (z.B. Deinen Hauseingang) immer wieder auf Knopfdruck kalibrieren kannst. Wenn's einmal eingestellt ist, dann ist das Ding allerdings sehr genau, ich kann damit auf meinen Laufstrecken mühelos Unterführungen, Strassendamm- Überquerungen usw. von ca. 4 - 5 m identifizieren.
Über längere Zeit ist GPS natürlich konstant, aber, wie Du sagst, ungenau. Nach meiner Erfahrung ca. +- 30 - 50 m bei gutem Empfang (hab ein einfaches Garmin Gerät, auch noch vom Fliegen).
Dein Gerät kenn ich leider nicht, die meisten funktionieren, glaube ich, nach dem Luftdruckprinzip. GPS Messung registriert dann meistens auch die Strecke, praktisch nie die Höhe allein, da würde man ja auf die genauere Messmöglichkeit verzichten, weil ein gutes GPS durchaus auf 5 - 10 m genau ist, wenn die Amis nicht gerade Krieg führen.
Genauer wäre nur differential GPS, glaub' aber nicht, dass irgendein handelsübliches Gerät auf dieser Basis funktioniert.
Vorstellbar wäre natürlich auch ein duales Gerät (weiß nicht, ob's das gibt), das eine Neukalibrierung der Druckhöhe aus den GPS Daten macht. Dann könnte man daraus auch Wetterwarnungen ableiten.
Lass uns doch unsere Spielzeuge! "toys for the boys" wie das ein Kollege einmal bezeichnet hat, auch durchaus ernsthafte Geräte...
Aber zur Genauigkeit: Die Druckmessung ist erstaunlich genau, auch die kummulierten Höhenmeter stimmen sehr gut. Und die Luftdruckschwankungen sind da (außer bei einem Wettersturz) nicht sehr gravierend.
Auch die Trägheitsmessung zur Geschwindigkeits- und Distanzmessung ist unglaublich genau: Mein Polar zeigt z.B. bei einer Laufstrecke von ca. 2,5 km hin und zurück eine Abweichung von ca. 5 - 15 m! Natürlich müsste man die absultue Länge genau kalibrieren, aber reproduzierbar ist die Messung mit einer beachtlichen Genauigkeit!
Klar sind das Spielereien, aber ohne Spielerei wäre der Ausdauersport manchmal einfach langweilig.
Hi,
ich habe als Fahrradtacho mal die CICLO HAC 4 geschenkt bekommen. Der hat auch eine Höhenfunktion und die mißt ziemlich genau. Allerdings sollte man seine Starthöhe kennen, wenn man den absoluten Werte (z.B. auf dem Gipfel) haben will, denn die Starthöhe ist "wetterabhängig". Der relative Höhenunterschied stimmt aber schon immer. Angeblich sollen diese Uhren auch zum Fliegen und Fallschirmspringen geeignet sein, aber da würde ich mich nicht drauf verlassen...:-)
Gruß,
Januschka
Übrigens Hans, auch Mädchen habe manchmal Spass an elektronischem Mess-Spielzeug und Excel-Tabellen.....
im Prinzip ist das natürlich eher Spielerei. Aber ich liebe Zahlen.
Im Prinzip interessiert mich dabei aber die HM bei meinen verschiedenen Touren, zur "besseren" Vergleichbarkeit. Und vielleicht schaffe ich es ja wirklich mal einen Pass in den Alpen oder den Pyrenäen zu fahren. Und da will man ja anschließend schließlich auch wiesen was man geschafft hat. Falls man es schafft im Delirium noch die Anzeige abzulesen ;-)
Carsten
Ps. Manchmal dienen meine Fragen nur der Informationsermittlung.
ich brauch solche "spielsachen" jedenfalls nicht. mir genügt die online-HF, die mitlaufende zeit und abwechselnd die km- und TF-anzeige. ich gehöre auch nicht zu denen, die nach einem training ihre pulsuhr auf ein interface legen und jede trainingseinheit am PC abspeichern.
aber jeder wie er will - solange es nicht zwanghaft wird...
...wenn ich wissen will, wieviel höhenmeter ich ungefähr absolviert habe. dabei interessieren mich nur die pässe, nicht das "auf und ab" zwischendurch.
schönes wochenende, kurt (den zahlen nur bedingt interessieren, geschweige denn, dass er sie lieben würde)
habt halt Pässe. Wir haben nur Hügel und da stehen keine Höhenangaben auf Landkarten. Die höchste Erhebung in Hessen ist wie Wasserkuppe. Und die hat weniger als 1000 m. Ansonsten habe ich hier den Vogelsberg in der Nähe (Tour von Gestern) mit 774m. Oder den Feldberg im Taunus mit ca. 885m. Warum wohne ich nicht in Bayern/Ö oder CH. Heul. Ich gehe doch auch so gerne in die Berge wandern.
...effizienz eines trainings, im gegensatz zur HF/speed/watt/zeit.
und das "sammeln" von wenigen höhenmetern bei einem fahrtspiel sagt erst recht nix aus. wenn schon bergtraining, dann sollte es zumindest 30 min stetig bergauf gehen.
Hallo Carsten,
der Hoherodskopf (Vogelsberg is doch nur der Name des Kreises?!) hat von Ilbeshausen aus immerhin 7,2km mit 4,5% im Schnitt. Von Schotten aus sind es sogar 10,1km mit gut 5%, von Rainrod, (das kommt vor Schotten) wären es 15km mit 4% das kann sich durchaus mal auf über ne halbe Stunde hinziehen . Bin den bis jetzt nur von Hartmannshain aus gefahren, kann also nichts über die Schwierigkeit dieser Steigungen aus subjektiver Sicht berichten.