Hallo zusammen,
ich habe bereits (etwa 2 Stunden lang) das Archiv durchsucht, doch leider sind einige Beiträge, auf die in diesem Zusammenhang verwiesen wurde, nicht mehr vorhanden (?).
Ich bin für die nächsten Wochen zur Reha bei Kieser, natürlich nicht freiwillig, ich habe mich jedoch von meinem Orthopäden überzeugen lassen.
Grund sind meine Rückenschmerzen, die anscheinend durch Kraftdefizite hervorgerufen werden (Kraftmessung bei "Kieser" an der Rückenmaschine war sehr schlecht).
Nach Meinung meines Orthopäden ist dies aus "biomechanischen Gründen" die sinnvollste Methode für mich, einem 17-Jährigen nimmt nunmal niemand ab, dass er vielleicht weiß, was für ihn besser sein könnte, aber nunja...
Ich bin kein Anfänger mehr und prinzipiell eher Kontra-1-Satz Training, das heißt ich habe bis jetzt immer mehrere Sätze durchgeführt, nur Mehrgelenksübungen, kein/selten Muskelversagen, wechselnde Trainingssysteme. Vorrausichtlich werde ich die Rückenmaschine sitzend, die Rückenmaschine liegend, die Bauchmaschine und (auf eigenen Wunsch) die Beinpresse benutzen.
Ich bin absolut für freie Gewichte, aber Hr. Kieser hielt sie ja nicht für sinnvoll....
Mein Problem nun:
Wie kann ich das Beste aus diesem Kieser-Training rausholen ? (Ich werde auch versuchen, mit den "Trainern" dort zu "verhandeln", erhoffe mir davon jedoch nichts.)
Ziel ist primär Kraft, Masse (sehr) sekundär.
Wie könnte eine parallele Trainingsgestaltung mit freien Gewichten während dieser Zeit aussehen ? (Unter Berücksichtigung aller Faktoren wie z.B. der ZNS-Belastung)
Ich möchte der Vollständigkeit halber anfügen, das ich Einlagen in den Schuhen tragen muss. (Wie groß der Längenunterschied der Beine ist, weiß ich leider nicht genau, doch er ist eher gering einzuschätzen)
Ich bin für jede Hilfe dankbar und hoffe, dass ich nicht zu viele "Kieser"-Beiträge im Forum übersehen habe.
Danke.
Und dies ist exakt die Liste, die ich bereits nach expliziten Antworten auf meine Fragen durchsucht habe.
"Übersehen" war falsch formuliert, mein Fehler.
Es sollte bedeuten, dass ich beim Lesen nach Suchliste entweder Informationen übersehen oder einzelne Beiträge ausgelassen habe. Von immerhin 200, wie Sie sagen, Entschuldigung......
Dann werde ich anderswo weiter Suchen.
Trotzdem danke, vielleicht ergibt sich beim zweiten Lesen doch noch etwas, das mir weiterhilft.
das ger�t das du benutzen sollst ist das therapieger�t von medX (von dem ich �brigens sehr viel halte). dadurch soll versucht werden entgegen der forumsmeinung isoliert deine r�ckenstreckmuskulatur aufzutrainieren. deswegen wurdest du ja auch dort eingespannt und fixiert. dort einen satz zu machen reicht vollkommen aus (aus eigener erfahrung). du sollst ja kein leistungsportler werden sondern nur wieder gesund. das mit dem restlichen programm ist so ne sache. da werden sich die damen und herren nur ungern �berzeugen lassen. am besten w�rde ich das einfach hinnehmen und es als zus�tzliches bzw. alternatives training betrachten. sp�ter wenn du aus der therapie wieder heraus bist kannst du ja wieder dein normales programm weitermachen.
hab grad festgestellt, dass ein link, der all deine fragen beantwortet hätte, leider nicht mehr funktioniert (siehe mein posting "KIESER-training" vom 09.10.2002).
ansonst gibt's nicht mehr zu sagen als dass du mit den "klassikern" kreuzheben, good mornings, rudern vorgebeugt, klimmzug/lat-zug sowie reversed hyperextensions deinen rücken mit sicherheit effizienter trainierst als mit einem kieser-gerät.
nicht immer kurt. es gibt dazu eine sch�ne studie mit leistungssportlern die trotz intensivem krafttraining schwache lumbalextensoren haben. auch wenn eine studie nichts aussagt sollte man nicht dogmatisieren und zwischen mehr oder weniger effizienten ger�ten (zumindest in diesem fall) untescheiden. die zielgruppe machts
Momentane Planung:
Kieser-Training: 2xWoche, Rückenmaschine sitzend, Rückenmaschine liegend, evtl. Bauchmaschine.
Nicht-Kieser-Training (am selben Tag): Beinpresse (2-3 relativ schwere Sätze a 5 Wdh.), evtl. Kreuzheben und Hyperextensions mit geringer Intensität, Oberköperprogramm im 3*5-Stil (Klimmzüge/Millitary Press und vorgeb. Dips/Rudern im Wechsel). Vorrausichtlich abfalled, d.h. z.B.: 100-90-85. In der ersten Einheit ungefähre 5RM zu ermitteln.
Bei der Beinpresse bin ich mir noch unsicher, ich könnte sie auch bei Kieser nutzen, müsste mich da jedoch an das 1-Satz-Prinzip halten.
Muskelversagen übrigens nur in den hohen Wdh.-Bereichen bei Kieser, sonst nie.
@sporti: Studie würde mich interessieren, ist sie online verfügbar ?
hallo stefan,
wie du weißt, bedeutet eine studie noch lange keine evidenz. erstens muss man die methodik genau prüfen (wie wurde die schwäche der "lumbalextensoren" festgestellt und quantifitziert?) was versteht man (bzw. die autoren) überhaupt unter "lumbalextensoren"?
und zweitens gibt es sicherlich effizientere methoden, eine muskuläre dysbalanz auszugleichen, als mittels kieser-maschinen, wo die intermuskuläre koordination (wie bei jeder maschine) nicht mittrainiert wird.
muss ich dir recht geben kurt. aber wie trainierst du personen die schmerzbedingt ihren oberk�rper nicht in vorlage bringen k�nnen? wie trainierst du bei stenosen, spondylodesen, -listhesen oder bandscheibenprothesen? gut hier sind wir im reha bereich und nicht mehr im fitness, also wieder eine frage der zielgruppe. erg�nzend dazu w�re es w�nschenswert nach schmerzbesserung die intermuskul�re koordination zu trainieren , da bin ich ganz deiner meinung. ich denke wir verstehen uns schon
sporti ist sportwissenschaftler und er hat mehr quellen als die die du angibst. gleichzeitig arbeitet er ja auch noch als medizinischer Kr�ftigungstherapeut und kennt sich mit der materie bestens aus...
ach ja, ein tipp: die zeitschrift f�r sportmedizin gibt jedes jahr eine summery �ber alle beitr�ge. zwar keine suchfunkion aber immerhin
klar muss man zwischen gesunden und chronisch kranken unterschiede machen. aber gerade, was das "kreuzweh" als das vermutlich häufigste leiden betrifft, ist dieses meist nicht auf ein problem des passiven als vielmehr des aktiven bewegungsapparates im sinne einer muskulären abschwächung und damit muskulären dysbalanz zurückzuführen - ein faktum, das aber meist ungern akzeptiert wird...
hallo stefan,
was hältst du von reversed hyperextensions? ich ziemlich viel, v.a. bei LWS-problemen. mit der von mir bereits in diesem forum beschriebenen ausführung (siehe den link unten) werden v.a. auch die kurzen anteile der authochthonen rückenmuskulatur trainiert & gekräftigt. die kommen ja meistens zu kurz, weil bei den üblichen übungen wie kreuzheben, good mornings, aber auch bei den hyperextensions und reversed hyperextensions mit gestreckten beinen in erster linie die langen anteile der autochthonen rückenmuskulatur zum zug kommen.
und man braucht nicht mal ein spezielles gerät dafür, ein tisch tut's auch - das heißt, man kann diese übung auch zu hause machen.
das stimmt allerdings. sagens wir einfach mal so: krafttraining ob mit oder ohne maschinen aber hauptsache krafttraining. soviel zum sedentary lifestyle.