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  1. Hackenschmidtkniebeuge (frei) #1
    Kultus

    Hackenschmidtkniebeuge (frei)

    Es ist häufig zu lesen dass diese Kniebeugenvariante wesentlich belastender für die Kniegelenke sei, nun würde mich mal der Wahrheitsgehalt dieser Aussagen interessieren.
    Vor nicht allzulanger Zeit galt ja auch die normale Kniebeuge als Kniekiller - lag wohl an der Technik.
    an der Maschine ausgeführt ist diese Übung sicherlich ein Graus, aber frei kann man sogar die Knie hinter den Zehenspitzen halten, zumindest wandern sie bei mir nicht über die Spitzen.

    Wie ist diese Übung einzustufen?
    Geändert von Steuermann (17.01.2010 um 22:44 Uhr)

  2. Hackenschmidtkniebeuge (frei) #2
    Widar

    So wie der Mann auf dem Video sie macht,

    wäre auch eine "normale " Kniebeuge ein Kniekiller: Die Knie gehen deutlich über die Linie der Zehen hinaus. (Außerdem "setzt" er sich nicht, wie es bei einer korrekten Kniebeuge sein sollte. (exrx.net- Videos halte ich im allgemeinen sowie so nicht für so gelungen, was Ausführungsgenauigkeit angeht.)

    Zur Hackenschmidtkniebeuge allgemein: Sie geht genauso auf die Knie wie jede andere Kniebeugenvariante (Schau mal bei uns im Archiv zu Kniebeuge und Ausführung nach. Da wirst Du sicher Interessantes finden.) Hckenschmidtkniebeugen halte ich allerdings für recht uneffektiv, weil Du mit Deinen Händen ein recht hohes Gewicht halten musst. Es ist sehr wahrscheinlich, dass Deine Armmuskeln vor Deinen Beinen aufgeben. Wenn Du das Gewicht entsprechend senkst, wirst aber nicht den notwendigen Trainingsreiz aufbringen können.
    Vielleicht erschließt sich mir der Sinn dieser Übung nicht. Dazu könnte Dir eventuell Klaus, unser "Eisenfresser" hier , weiterhelfen.

    Gruß
    Sascha
    Geändert von Steuermann (17.01.2010 um 22:41 Uhr)

  3. Hackenschmidtkniebeuge (frei) #3
    reini

    Re: So wie der Mann auf dem Video sie macht,

    Hallo Sascha,

    kurze Anmerkung aus meiner Sicht zum Video:
    Ich denk die Ausführung ist durchaus o.k., man muß nämlich die geänderte Lastenverteilung bei dieser Hantelposition miteinbeziehen - ein hinsetzen ist da nicht möglich ohne nach hinten zu fallen....
    Auch beim Kreuzheben müssen die Hände (Arme) hohes Gewicht tragen, wieso sollte es bei den Kniebeugen ein Problem sein?

    Schon mal probiert?

    Gruß Reini


  4. Hackenschmidtkniebeuge (frei) #4
    fitPHILIPP

    Re: So wie der Mann auf dem Video sie macht,

    Die geänderte Lastenverteilung kann man durch nach vorne Neigen des Oberkörpers (Hohlkreuz beachten!) wieder gut ausgleichen und sich dann "hinsetzen"...

    Die Arme könnten vielleicht vorher schlapp machen, weil sie noch ein bisschen nach hinten gezogen sind... Aber ich glaube auch eher nicht, dass hohe Gewichte ein Problem wären (entsprechende Weaklinks mit geeigneten Assistance Exercises verbessern).

    MfG
    Phil


  5. Hackenschmidtkniebeuge (frei) #5
    Widar

    Re: So wie der Mann auf dem Video sie macht,

    Die Knie von dem Herren gehen trotzdem über die Zehenlinie hinaus. Lastenverteilung hin oder her.
    Das mit dem ungünstigen Winkel hat Philipp ja schon erwähnt. Außerdem kann es bei recht tiefem Beugen (und recht langen Affenarmen ) vorkommen, dass die Hantel auf den Boden kommt.
    Meine Erfahrung mit dieser Übung war jedenfalls, dass die Arme stets vorher Probleme gemacht haben (neben der unbefriedigenden ROM; ich habe nähmlich besagte Affenarme und beuge recht tief). Bei Kreuzheben habe ich das Problem nicht (hier sind meine Wiederholungen aber weit höher, was nicht so hohe Anforderungen an die Hände stellt).

    Klaus Meinung würde mich interessieren.

    Gruß
    Sascha
    Geändert von Steuermann (17.01.2010 um 22:42 Uhr)

  6. Hackenschmidtkniebeuge (frei) #6
    Kultus

    Re: So wie der Mann auf dem Video sie macht,

    ... ist die Ausführung sicherlich nicht 100% optimal.
    Ist allerdings auch wesentlich schwieriger auszuführen als eine breite beuge.
    Mit der Übung gedenke ich im Speziellen die Quads zu grillen, und gehe daher auch nicht unter die Paralelle.
    Meine Greifer werden wohl nie der Schwachpunkt werden, Ivanko Super Gripper lässt grüßen

    auf BBlex (scheint allerdings nicht wirklich die seriöseste Seite zu sein) steht z.B. folgendes:

    Die Hackenschmidt-Kniebeuge wirkt besonders stark auf den Oberschenkel und wird deswegen oft der tiefen Kniebeuge vorgezogen. Sie belastet aber die Gelenke, besonders das Knie, wesentlich stärker. Deswegen sollte sie nur von Athleten mit absolut gesunden Gelenken ausgeführt werden.



    Frage mich nur woher diese erhöhte Belastung kommen soll, vorrausgesetzt man geht nicht über die Zehenspitzen hinaus.
    An der Maschine kann ich mir sehr gut vorstellen dass es sehr sehr schlecht für die Knie ist.
    Geändert von Steuermann (17.01.2010 um 22:42 Uhr)

  7. Hackenschmidtkniebeuge (frei) #7
    fitPHILIPP

    Re: So wie der Mann auf dem Video sie macht,

    Die stärkere Gelenkbelastung kommt vom veränderten Gewichtsschwerpunkt (hinter dem Hintern anstatt auf dem Nacken)...
    Ich könnte mir vorstellen, dass, wenn die LH auf dem Nacken liegt die Wirbelsäule teilweise das Gewicht den Beinen "abnimmt". Aber diese Variante isoliert mir den Quadrizeps zu sehr...

    MfG
    Phil


  8. Hackenschmidtkniebeuge (frei) #8
    kurt

    Hackenschmidtkniebeuge

    an der maschine kann man die füße weiter vorn abstellen, dann wandern die knie beim beugen nicht über die fußspitze hinaus (so wie auch bei der beinpresse, wo man die füße möglichst weit oben aufstellen soll). so, wie der proband auf dem video die kniebeuge macht, wird das kniegelenk zweifellos mehr belastet als bei einer "sauberen" konventionellen kniebeuge, erstens durch das vorwandern des knies beim beugen und zweitens dadurch, dass er die beugung bei 90° stoppt. ich kann mich sascha nur anschließen. übrigens bist du im irrtum, wenn du glaubst, das kniegelenk zu entlasten, wenn du nicht tief beugst - thomas, klaus und ich haben schon mehrmals darauf hingewiesen, siehe z.b. hier. wer aus "knieschonungsgründen" eine kniebeuge nur bis "maximal 90°" propagiert, beweist mangelnde kenntnisse in biomechanik.

    gruß, kurt


  9. Hackenschmidtkniebeuge (frei) #9
    Kultus

    Re: Hackenschmidtkniebeuge

    so, wie der proband auf dem video die kniebeuge macht, wird das kniegelenk zweifellos mehr belastet als bei einer "sauberen" konventionellen kniebeuge, erstens durch das vorwandern des knies beim beugen und zweitens dadurch, dass er die beugung bei 90° stoppt.

    nehmen wir mal an, ein Durchschnittstrainierender macht die Ausführung haargenau so wie der Mensch aus dem Video.
    Wäre diese Ausführung denn sehr schädlich?

    Wo genau ist denn der 90°-Punkt? Quad oder ham parallel zum Boden?
    Soweit ich weiß ist ja nur bei genau 90° die Belastung am höchsten, man könnte ja auch einfach etwas vorher umkehren, oder gibts da auch nen Haken bei?

    (dass tiefe KB weniger belastend sind ist mir schon bewusst, nur bei Hacksquats ist das sehr schwer, da die Übung einfach ein Graus ist, und das Ziel ist ja der Quad, welcher "oben" ja doch aktiver ist als "unten")
    Geändert von Steuermann (17.01.2010 um 22:42 Uhr)

  10. Hackenschmidtkniebeuge (frei) #10
    kurt

    Re: Hackenschmidtkniebeuge

    wer gesunde knie hat, wird höchstwahrscheinlich auch bei der im video demonstrierten ausführung keine probleme bekommen, zumal der widerstand (hantelgewicht) nicht sehr hoch ist.
    der 90° winkel ist zwischen ober- und unterschenkel. wenn die oberschenkel waagrecht sind, ist der winkel kleiner als 90°, weil der unterschenkel ja nicht exakt senkrecht stehen gelassen werden kann und beim beugen leicht nach vorn geneigt wird (trotzdem soll man versuchen, ihn möglichst senkrecht stehen zu lassen).
    zu den hebelverhältnissen habe ich dir schon einen link zu einem älteren posting von mir gegeben. wenn du die beuge vor 90° beendest, ist die kniebelastung natürlich geringer.
    "oben" und "unten" gibt es bei einem muskel wie dem quadrizeps nicht. woher hast du das, dass der obere anteil bei der kniebeuge "aktiver" sein soll? alle seine vier anteile werden in ihrer gesamtheit beansprucht.

    gruß, kurt



  11. Hackenschmidtkniebeuge (frei) #11
    Kultus

    Re: Hackenschmidtkniebeuge

    hi Kurt,
    wer gesunde knie hat, wird höchstwahrscheinlich auch bei der im video demonstrierten ausführung keine probleme bekommen, zumal der widerstand (hantelgewicht) nicht sehr hoch ist.

    bis wieviel kilo ist für Dich der Widerstand "nicht sehr hoch"?

    der 90° winkel ist zwischen ober- und unterschenkel. wenn die oberschenkel waagrecht sind, ist der winkel kleiner als 90°, weil der unterschenkel ja nicht exakt senkrecht stehen gelassen werden kann und beim beugen leicht nach vorn geneigt wird (trotzdem soll man versuchen, ihn möglichst senkrecht stehen zu lassen).

    peinlich, jetzt hab ich's aber gefressen.
    Gehe immer ca bis OS parallel bei den HS, demnach also sogar halbwegs tief.

    [quote]In reply to:


    zu den hebelverhältnissen habe ich dir schon einen link zu einem älteren posting von mir gegeben. wenn du die beuge vor 90° beendest, ist die kniebelastung natürlich geringer.
    "oben" und "unten" gibt es bei einem muskel wie dem quadrizeps nicht. woher hast du das, dass der obere anteil bei der kniebeuge "aktiver" sein soll? alle seine vier anteile werden in ihrer gesamtheit beansprucht.

    Jup, Dein Artikel zu Kb ist mir bekannt.
    mit "oben" und "unten" meine ich natürlich keine versch. Bereiche des Quadrizeps, sondern die Tiefe der Kniebeuge, ganz unten werden ja mehr ham + Hintern gefordert, und weiter aufwärts dann ja erst der Quadrizeps so richtig. (korrekt so?)
    Geändert von Steuermann (17.01.2010 um 22:43 Uhr)

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