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  1. bauchmuskeln #1
    Jessica

    bauchmuskeln

    ich würde gerne wissen, ob man mit crunches oder sit-up wirklich die bauchmuskeln trainieren kann.denn ich habe gehört, dass es nicht gut sein soll. oder könnte man auch beim schwimmen die bauchmuskeln trainieren?
    mfg jessica


  2. bauchmuskeln #2
    AtomicMike

    Re: bauchmuskeln

    Hollerö

    Naja meinen Infos nach, sind crunches und sit-ups nicht hilfreich den Bauch als Stütze zu stärken, weil man halt diese krumme Haltung noch verstärkt in dem crunches macht.

    Hier ein Thread zum Thema, hoffe du hast Zeit zum lesen:

    Hallo liebe Leute,


    der folgende Beitrag stammt aus der Feder von Magma. Vielen Dank für die Mühen!
    Fragen dazu bitte direkt per PM an Magma.



    Allgemeines zum Bauchtraining

    Beim Training unterscheidet man grob 3 Bereiche:
    Obere und untere gerade Bauchmuskulatur sowie die schräge Bauchmuskulatur.
    Während die obere Bauchmuskulatur als Stützaktivität für den Brustkorb exzentrisch
    verlängernd trainiert werden sollte, muß die untere Bauchmuskulatur zur Beckenre-
    position und Beckenstabilisation konzentrisch statisch arbeiten und dementsprechend
    trainiert werden.
    Einzig die schrägen Bauchmuskeln sollten dynamisch konzentrisch geübt werden.

    Grundsätzlich gilt bei allen Übungen, das sich die Wirbelsäule nicht "verbiegen"
    sollte, so wie es bei Situps oder Crunches die Norm ist ! Man sollte nicht noch zusätzlich
    in die "krumme" Haltung hineintrainieren in der man eh den ganzen Tag sitzt.
    Wenn ein Muskel in dieser Form (Situp) trainiert wird - kann er auch nur so funktionieren
    und nicht als Stabilsator und Synergist der Rückenmuskulatur fungieren. Die Rücken-
    muskulatur "zieht" den Rücken von hinten gerade und wird von vorne von der Bauch-
    muskulatur gestützt... Beide arbeiten zusammen - und nicht gegeneinander.


    Training der Brückenaktivität für die oberen Bauchmuskeln

    1.Bild 4FSaus - kommt noch!

    Ausgangsstellung: Vier-Füßler-Stand, Zehen angestellt, Blick nach unten damit HWS
    gerade bleibt, die Finger zeigen nach vorn, Ellenbogen aber zeigen nach hinten! Somit
    wird eine korrekte Anbindung der Schulterblätter über die Mm. rhomboidei an die BWS
    gewährleistet...

    2.Bild 4FSend - kommt noch!

    Knie werden nur 2-3 cm vom Boden abgehoben und bleiben da, nicht während der
    Übung weiter vom Boden weg gehen (keine Ausweichbewegung), hinten langsam
    laufen auf der Stelle, Arme und Kopfhaltung bleibt unverändert, der Rumpf bleibt
    unbeweglich ! und sollte auch so ruhig wie irgendmöglich gehalten werden - dies ist
    die Stabilitätsarbeit der Bauchmuskeln

    3. Bild BL aus - kommt noch!

    Steigerung der obrigen Übung in Bauchlage, Ausgangsstellung wie Bild, Zehen an-
    gestellt, der Oberkörper liegt direkt auf dem Boden, auch der Brustbereich um
    unnötigen Druck auf die Bandscheiben während der Erholungsphase zu vermeiden...
    (Überstreckung).

    4.Bild BLend - kommt noch!

    Der gesamte Körper wird abgehoben, ganze Wirbelsäule bildet eine Linie!
    Wichtig ist,
    das die LWS nicht durchhängt - also jemanden zum Prüfen danebenstellen - knapp
    oberhalb des Po darf nicht durchgehangen werden ! Das richtet man durch die Becken-
    reposition, die weiter unten beschrieben wird. Dann wieder laufen und - wie oben
    beschrieben - den Rumpf fest stabilsieren (selbstkritisch !!! beobachten ist dabei
    angebracht).

    Bei beiden Übungen gilt, solange durchhalten wie möglich !
    Es geht nicht um Wiederholungszahlen beim Bauchmuskeltraining. Die gerade Bauch-
    muskulatur wird so statisch gekräftigt und nicht dynamisch.

    1. Bild:sitzaus.jpg

    Ausgangstellung Sitz, Arme sind verschrenkt, Hände auf den gegenüberliegenden
    Schultern, Beine gespreizt auseinander damit das Becken frei bleibt und Platz hat,
    Rücken ist gerade - Abstand zw. Bauchnabel und Brust soll so groß wie möglich sein
    ohne ! den Rücken zu überstrecken, Ohren, Schulter und Becken bilden eine
    Linie.

    2. Bild:sitz1.jpg

    Variante mit verschränkten Armen (leichteste Übung)

    Rücken wird mit Kopf nach hinten gelehnt, Becken geht mit der Bewegung mit!
    Aufpassen, dass der Kopf in Verlängerung der Wirbelsäule bleibt. Eine Ausweich-
    bewegung welche unbedingt vermieden werden !
    -> Kopf nicht überstrecken nach hinten oder nach vorn ausweichen, Blick geht mit
    in Richtung Decke, Kopf bleibt genau in Verlängerung des Rumpfes (bildet eine Linie)

    -> weiterhin muß ! der Rücken gerade bleiben, d. h. der Abstand zwischen
    Bauchnabel und Brust darf sich nicht verringern ! Am besten durch Trainingspartner
    von der Seite beobachten lassen, ebenfalls Rundrücken vermeiden.


    Übungszeit solange man das pro Durchlauf halten kann, es gibt keine Wiederholungs-
    zahl. Ruhig 4-5x durchführen, jedesmal solange halten wie möglich, nur so wird die
    Haltekraft verbessert.

    WICHTIG:
    Es ist NICHT entscheidend wie weit man sich nach hinten lehnen kann - sondern wie
    sauber (ohne Ausweichbewegungen) man die Übung macht. Einfach nach Spannungs-
    gefühl üben.

    Die Beine sollten zwar unten am Boden bleiben, können aber auch mit abheben und
    bleiben dann aber im rechten Winkel (im Kniegelenk). Tendenziell aber versuchen die
    Beine unten am Boden zu stabilisieren.

    3. Bild:sitz2.jpg

    Variante mit angewinkelten Armen (etwas schwerer)

    Beide Fingerspitzen gehen an die Ohren - nicht hinter dem Hals verschränken!
    HWS sollte frei von Krafteinflüssen bleiben ! Beide Ellenbogen werden nach außen
    positioniert.
    Gleicher Übungsablauf wie oben, Ausgleichbewegung beachten (siehe oben).

    Diese Übung ist etwas schwerer, da hier beidseits das halbe Armgewicht ebenfalls
    "fallverhindernd" gehalten werden muß. Dies bedeutet das man erfahrungsgemäß
    die ersten Male nicht so weit nach hinten kommt wie bei der ersten Übungen.
    Also realistisch bleiben und Ausweichbewegungen vermeiden ! (siehe WICHTIG-Regel)

    4. Bild:sitz3.jpg

    Variante mit gestreckten Armen (schwere Version)

    Alles bleibt wie oben beschrieben, hier muß nun beidseits das ganze Armgewicht
    mitgehalten werden.

    Bei allen Übungen drauf achten das der Übergang zwischen Becken und LWS wirklich
    gerade bleibt und nicht der Bauch schon überfordert ist und durch Vorverlagerung
    des Kopfes oder Rundrücken wieder Gewicht nach vorn bringt... WICHTIG-Regel ! )
    -> seitliche Beobachtung durch Trainingspartner bis man ein Körpergefühl dafür
    entwickelt hat.



    Untere Bauchmuskulatur (konzentrische stabilisierende Arbeit)

    1. Bild: Becken1.jfp

    Bei dieser Ausgangsstellung ist zur Verdeutlichung die Beckenstellung etwas übertrieben
    dargestellt - trotzdem ist es meist der Fall, das das Becken aufgrund hypertoner Bein-
    flexoren bzw. Kniestrecker (rectus femoris) nach vorn gezogen ist - als Folge davon
    entsteht das Hohlkreuz (Hyperlordose der LWS).

    Finger von ist tiefer als der Finger hinten, dies soll nun durch aktive Reposition des
    Beckens korrigiert werden. Wichtig dabei ist, das beide Beine gestreckt bleiben
    und man nicht "in die Knie" geht bzw. sich von oben her wieder "nach unten
    ziehen" läßt. Also schön gerade bleiben.

    Man braucht einige Zeit um sich der Beckenbeweglichkeit bewußt zu werden!!!

    Nicht den Bauch einziehen ! Das ist eine Etage zu hoch angesetzt! Als Anfang
    kann man beide Hände ans Becken legen und probieren wie sich die Beckenpositionen
    einstellen lassen. Einfach ausprobieren... vorne muß das Becken hoch- und hinten
    automatisch nach unten gezogen werden.

    2.Bild: Becken2.jpg.

    Hier sieht man die Endpos. des Beckens, beide Finger sind annähernd auf gleicher
    Höhe, diese Pos. sollte jetzt gehalten werden - aktive Konzentrische Arbeit der
    unteren Bauchmuskeln.

    Auch hier geht es NICHT um Wiederholungen. Vielmehr sollte dies keine Einzelübung
    bleiben - sondern sofern man diese Übung beherscht - bei allen anderen Übungen
    miteinbezogen werden. z. b. Übungen am Kabelzug, Frontdrücken etc. Einfach
    vorher das Becken mit dieser Übung stabilsieren bevor man loslegt. So ist der
    Rumpf immer optimal kontrolliert fixiert.


    3. Schräge Bauchmuskul.

    Hier sollte wie oben erwähnt konzentrisch dynamisch trainiert werden, da die schräge
    Bauchmuskul. eine wirkliche Bewegungskomponente im Alltag besitzt (Rumpfdrehung).

    Optimal bietet sich hierzu der Kabelzug an: Leichtes Gewicht verwenden!

    1. Bild: schrägaus.jpg

    Ausgangstellung Stand, wenn mögl. das Kabel genau auf Höhe der Schulter einstellen
    (sonst einmal von unten her und einmal von oben her ziehen pro Trainingseinheit),
    beide Arme sind im Ellenbogen gestreckt und bleiben auch gestreckt über den
    ganzen Bewegungsumfang - so ist garantiert das die schräge Bauchmuskulatur die
    Hauptarbeit leisten muß.

    2. Bild: schrägend.jpg

    Nun wird mit gestreckten Armen der Rumpf ca. 45. Grad gedreht - ohne das sich
    das Becken oder die Beine mitrotierten!Notfalls die Bewegung eher stoppen!
    Der Kopf und damit der Blick geht mit in die rotierte Richtung - so daß man
    immer beide Hände im Auge hat. So entsteht keine Rotation zwischen HWS
    und BWS. Die Rotation zwischen BWS und LWS ist aufgrund der Muskelfunktion
    beabsichtig und normal. Dann wieder bis zur Ausgangstellung zurück.
    Bewegung sollte hin und zurück langsam! ausgeführt werden, so das kein Schwung
    geholt werden kann.

    Bei dieser Übung das Gewicht dann so einstellen das man 10 - 15 Wiederholungen
    pro Seite schafft... 4 - 5 Sätze pro Seite machen, damit die dynamische Arbeits-
    komponente erhalten bleibt.


    Viel Spaß beim Üben!!! Für eventuelle Fragen einfach PM an mich!!!

    Magma


  3. bauchmuskeln #3
    Rainer

    Wie man Bauchmuskeln trainiert

    liebe Jessica,

    steht hier:

    http://www.fitness.com/phpapps/ubbth...p;sb=5&o=0

    Gruß Rainer


  4. bauchmuskeln #4
    kurt

    "Magma" ist eine Plaudertasche

    abgesehen davon dass es erstens kein isoliertes bauchmuskeltraining braucht, um die bauchmuskulatur zu kräftigen und es zweitens keine "obere" und "untere" bauchmuskulatur gibt, ist es ein nonsens, ein spezifisches training für bestimmte muskeln ("exzentrisch-verlängernd", "konzentrisch-statisch", "konzentrisch-dynamisch") zu propagieren.
    was "magma" z.b. unter "konzentrisch-statisch" versteht, wäre interessant zu wissen. welche qualifikation hat er aufzuweisen? kommt er aus dem BB-lager?

    gruß, kurt


  5. bauchmuskeln #5
    kurt

    bauchmuskeln (FAQ!)

    zur erinnerung

    nutze die suchfunktion! (und lies die postings von klaus und mir)

    lg, kurt


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