Wenn der Körper das Fett verbrennt, das nur in Muskel oder im Blut herumliegen, muß er das ja auch irgendwo nochmal herholen. Ich kann mir das so vorstellen: Der Körper hat einen großen Energietank für schlechte Zeiten, das Depotfett und Energieträger, die er in unterschiedlichen Geschwindigkeiten verwerten kann: ATP, KP, Glukose, Stärke, Freie Fettsäuren. Sobald er einen dieser Speicher ordentlich entleert hat, muß er sie wieder auffülle. Das kann er tun, indem er tüchtig ißt oder er muß an das Depotfett.
1 kg FETTVERLUST in einer Woche, super, dies bei 3xwöchentlichen Ausdauertraining! Die "restl. 7500kcal - zu den 9000kcal - werden während der Erholung verbrannt". Einfach genial! Hierzu hätte ich gerne weitere Informationen, mit entsprechenden wissenschaftlichen Hintergrund. Würde mich sehr freuen.
muss ja so sein. Dass man bei entsprechender Diät bis zu einem Kilogramm Fett bei drei Trainingseinheiten abnehmen kann in der Woche, hat sich in der Praxis offensichtlich bestätigt. Betreibt z.B. lockeres Radfahren mit 20 km/h im Durchschnitt, müsste man 26 Stunden Radfahren um 9000 Kalorien zu verbrauchen. Das entspricht ja über acht Stunden pro Trainingseinheit.
Hm, irgendwo müssen die Kalorien ja bleiben. Ich glaub auch, dass Bewegung weniger wichtig als diszipliniertes Essen ist.
Aber was soll dann die Fatburning zone?
Wenn man natürlich gar nichts macht und nur auf Erholung baut, dann setzt man ordentlich an.
Die Quellenangabe fehlt tatsächlich und wird umgehend zugefügt. Der Artikel rekurriert auf SAFS (Schweiz).
Die Berechnungsgrundlagen sind keineswegs unseriös:
Als Formel zur Berechnung der Trainingsherzfrequenzen diente die sog. Karvonen Formel (Karvonen/Vuorimaa 1988) vgl. dazu Zintl (1992). Diese Formel ist unter Experten bekannt und findet bis heute in der Praxis Anwendung. Ihre Besonderheit besteht in der Relativierung der Trainingsherzfrequenz an der Ruheherzfrequenz.
Nehmen wir mal folgendes Fallbeispiel an: Ich belaste mich in einer 60minütigen Trainingseinheit mittels einer extensiven Intervallmethode derart aus, dass ich annehmen kann, dass meine Glykogenspeicher zum großen Teil alle sind. Dabei sammelt sich dann auch entsprechend Laktat im Muskel an. Wenn ich mich dann einen Tag lang erhole und lediglich trinke aber nichts esse, also die Speicher nicht wieder auffülle, kann ich nach diesem Tag wenn auch nicht in Topform wieder bestimmte Leistungen erbringen, bei denen ich KH benötige. Irgendwie muss ich die Speicher ja wieder aufgefüllt haben. Aber wo kommt die Energie her. Für den Fall, dass sie aus meinem Körperfett kommt, hab ich doch dann sehr sinnvoll Fett verbrannt. Oder?
Bin seit langem wieder im Netz. Da wird ja ganz schön diskutiert über die Fettverbrennung und so. Ich versteh den Artikel eher als kritische Stellungnahme zum Begriff Fettverbrennung als solches. Mal ehrlich: wo man hinkommt heißt es Fettverbrennung. Wenn ich zum Arzt gehe und ein paar Tips für sportliche Aktivität will heißt es: gehen Sie radfahren oder schwimmen, aber unbedingt im Fettverbrennungsbereich. Da wird doch schon gar nicht mehr darüber nachgedacht, was das bedeutet. Es gibt sicher verschiedene Arten der Energiebereitstellung, die bei unterschiedlichen Intensitäten (Herzschlägen) unterschiedlich stark genutzt bzw. trainiert werden. Aber das heißt doch nicht, dass man nur in einem bestimmten Bereich abnimmt. Fett ist nun einmal die einzige Möglichkeit, Energie in großen Mengen zu speichern. Es wird aber auch aufgebraucht, wenn man zusätzlich Kohlehydrate verbraucht. Muskelmasse wird meines Wissens erst dann verwertet, wenn man kurz vorm verhungern ist, oder?
Für Anfänger ist es natürlich geeignet, locker anzufangen, damit einem nicht gleich die Puste ausgeht. Mein Kumpel ist Läufer: Der läuft eine Stunde bei durchschnittlich 165 Puls. Der hat seine Muskeln auch noch. Verbrennt der etwa kein Fett dabei???
so wie Dir, scheint es vielen zu gehen. Da müht man sich ab und nimmt doch nicht ab. Ich hab das auch schon hinter mir. Irgendwann hab ich dann gemerkt, dass ich bedingt durch den vielen Sport ungleichmäßig mehr esse. Vor allem fiel mir folgendes auf: dadurch, dass ich weniger Zeit zum Essen hatte, hab ich nicht mehr gesunde Sachen zubereitet, sondern öfter mal fast food reingestopft. Da hab ich die Kalorien gerade wieder drin gehabt.
Wie siehts denn bei Dir mit der Ernährung aus? Kann das vielleicht ein Grund sein?
erst mal vielen Dank an Dich Roland, daß Du meine Frage, die wir schon diskutiert haben, in diesem Forum gestellt hast. Noch erfreuter bin ich über die Erklärungen, die T. Markmann zu dem Konzept "own zone" gegeben hat. denn so genau hat es Polar mir auf mehrmalige Anfrage nicht erklären können oder wollen.
Ich möchte mich meinerseits nicht zu dem Thema Fettverbrennung und HF äußern, weil mir dafür Kenntnisse fehlen. Nachdem, was ich mir angelesen habe, erscheint es aber doch für einen Sportler, der für einen Marathonlauf trainiert und dessen primäres Ziel nicht das Verlieren von Übergewicht ist, als erstrebenswert, seine "optimale Herzfrepuenz" zu finden, bei der -natürlich erst ab einer gewissen Trainingsdauer- möglichst viel auf Fettreserven zurückgegriffen wird, damit der Körper sich auf diese Art der Energiebeschaffung gewöhnt und so die Marathondistanz durchhält, weil nämlich schon bald die angegessenen Kohlenhydratreserven verbraucht sind.
Die Feststellung der individuellen "Trainigsbereichszonen" ist wohl nur durch einen Lactattest genau feststellbar.
Ich weiß, das meine Erklärungen sehr einfach und keineswegs wissenschaftlich sind.
Trotzdem würde ich mich sehr über Anregungen zu einem effektiven Training für den ersten Marathonlauf freuen.
vielen Dank für den Hinweis. In der Tat hab ich nicht deutlich genug zwischen Own-Zone und Own-Index differenziert. Während der Own-Index mit Hilfe eines sog. non-exercise-Tests in Ruhe ermittelt wird, wird die own-Zone während der Aufwärmphase bestimmt. Beide basieren auf die individuelle Herzfrequenzvarianz. Während die Own-Zone eine Trainingsempfehlung gibt, eignet sich der Own-Index lediglich für eine Statusbestimmtung und soll Trainingsfortschritte im Test-Retest-Vergleich sichtbar machen.
habe mich bereits korrigiert (was so ein fehlendes "nicht" ausmacht!!!), nochmals sorry.
"automatisch" verbrennt man nur die kalorien seines grundumsatzes, ansonst muss man schon was tun dafür...
um 1500 kcal beim sporteln zu verbrauchen, muss man ganz schön intensiv und lang "buckeln"! (das meinte ich damit - der kalorienverbrauch beim training wird vielfach überschätzt!)
ich hoffe, damit ist alles klar - dein missverständnis lag nicht an dir, du hast logisch gedacht! ;-))
Ich meinte nur weil die Beiträge zu dieem Artikel in so grßen Zeitabständen geschrieben wurden.
--> Wie meinst Du das das "Während des Trainings wird selten so ein hoher Kalorienverbrauch erziehlt?
--> Und wieso werden automatisch 7000 kal. zusätzlich verbraucht?
Ich will übrigens nicht abnehmen oder so. Nur issen wie man darauf kommt!
Anhand des Beispiels wäre das ja wenn man das hochrechnet, das man zu seinem Grundumsatz bei einem Verbrauch durch Sport in der Woche von 3000 kal. 18000 kalorien verbrauchen würde. Das geht doch gar nicht!
es ist überhaupt nicht wichtig, den kalorienverbrauch genau zu wissen. mit der zeit weiss man genau, wie die persönliche energiebilanz aussieht.
zum "nachbrenneffekt": ich stellte hiezu keinen vergleich mit dem energieverbrauch während des trainings an. was damit gemeint ist, dass im anschluss eines trainings für mehrere stunden eine gesteigerte metabolische rate besteht, wenn du so willst, ein erhöhter grundumsatz.
natürlich kann man den kalorienverbrauch genau ermitteln, siehe dazu meine postings zu diesem stichwort ("kalorienverbrauch????????" und "berechnung des energieverbrauchs").
auch dir nachträglich frohe ostern!
mit wem du's zu tun hast - s.u. (ich würde zumindest deinen vornamen gern wissen!)
Weiß ich ja auch. Wie hoch der Kalorienverbrauch aber genau liegt wüsste ich schon gern. Aber das kann ja nur der Sportarzt testen gell?
Nein aber in dem Artikel stand doch so was seltsames von wegen in der Nachbrennphase braucht der Körper mehr Energie als beim Sport selbst. Und da wollte ich ja wissen ob man das berechnen kann.
auch beim fasten kommt es nicht zur unterzuckerung (definiert als blutzucker unter 50 mg/dl), da die leber immer ausreichend glucose bereitstellt (gluconeogenese aus aminosäuren). wenn eine hypoglykämie auftritt, so besteht der verdacht auf einen insulin-produzierenden tumor der bauchspeicheldrüse.
natürlich wird in ruhe auch glucose verbrannt, denk an das gehirn, das auf glucose als "nahrung" angewiesen ist. die muskulatur verbrennt aber in ruhe fast nur fettsäuren.
erstens: aus fettsäuren kann keine glucose aufgebaut werden, nur aus glycerin.
zweitens: gluconeogenese aus aminosäuren bedeutet nicht zwangsläufig muskelproteinabbau! das passiert nur beim fasten, ansonst werden die aminosäuren aus nahrungsprotein sowie aus dem aminosäurepool herangezogen. alles, was verdaut und resorbiert wird, gelangt zunächst mal in die leber, unser zentrales stoffwechselorgan.
bei der verbrennung von fettsäuren (sog. betaoxidation) werden diese vollständig zu CO2 und H2O oxidiert (und, wie gesagt, nicht zuvor in glucose umgewandelt). vielleicht hast du die aktivierte essigsäure im kopf, das acetyl-coenzym A als den "knotenpunkt des kohlenstoffwechsels", welches sowohl aus pyruvat als auch aus fettsäuren entsteht und als "gemeinsame endstrecke" in den zitratzyklus eingeschleust und verbrannt wird.
was ist die ZVS? viel glück bei deiner bewerbung und alles gute!
Kann die Leber keine Glucose aus Fettsäuren herstellen? Nur aus Aminosäuren (=Muskeln?)?
Bei der "Verbrennung" von Fettsäuren, werden die dann als Solche verbrannt oder erst zu KH umgewandelt. Eigentl. werden die doch aufgespalten und mit Hilfe der KH, oder Ihrer "Bestandteile" vollständig abgebaut oder?
Du hast mein Interesse geweckt glaub ich! Hab mich bei der ZVS um einen Medizin Studienplatz beworben. Dann wollte ich ja noch Sport dazu studieren. Ich denke ich wäre auch am liebsten Arzt, auch wenn die Arbeitsplätze da so dünn gesäht sind bei uns!