hallo manuela,
ergänzend zu uschis antwort (ein patientenbeispiel zum paradigma zu machen, ist wissenschaftlich haltlos und eigentlich eine frechheit. schade, dass ich nicht auf diesem kongress war, dem herrn renner hätte ich "eingeheizt") möchte ich noch folgendes anmerken, dass nur ein dauerhaft zu hoher blutdruck (bei diabetikern ist man besonders streng, der RR in ruhe sollte nicht über 120/80 sein) die mikroangiopathie fördert, nicht aber der kurzfristige blutdruckanstieg bei der muskelkontraktion im rahmen eines krafttrainings - der wirkt sich nicht nachhaltig auf die kapillaren aus.
abgesehen davon gehört auch herr renner zu denen, die krafttraining und bodybuilding in einen topf werfen. dass BB nicht gesund ist, ist nichts neues - stichwort "anabole steroide" - aber das hat was mit der förderung der makroangiopathie (->atherosklerose) zu tun und nicht mit der mikroangiopathie.
warum die erhaltung der muskulatur so wichtig für den zuckerstoffwechsel und die blutzuckerhomöostase ist, siehe meine homepage ("abspecken durch sport" und "...metabolische effekte körperlicher aktivität"). mittlerweile gibt es genügend wissenschaftliche evidenz bzgl. des metabolischen benefits eines krafttrainings bei diabetes mellitus. bezüglich der HBA1c-absenkung ist es noch effizienter als ausdauertraining, und der benefit auf den lipidstatus genauso hoch. wer also nur ein ausdauertraining empfiehlt und das krafttraining "schlecht" macht - leider gibt es immer noch ärzte, die das tun -, hat von der materie keine ahnung. "professor" hin oder her. meist sind das leute, die selbst couch potatoes sind (geschweige denn, jemals selbst eine hantel in der hand gehabt zu haben).
also - viel spaß weiterhin beim krafttraining!
lg, kurt
p.s: mich würde interessieren, ob herr renner einem diabetiker auch die sauna verbietet. beim sprung ins kalte tauchbecken schnellt der systolische RR auch kurzfristig auf 300mm Hg.
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