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27.02.2006, 16:33
| | Registrierter Benutzer | | Registriert seit: Apr 2004 Ort: Schweiz
Beiträge: 764
| | Zitat: |
Zitat von mipooh Sie ist aber das einzige Mittel, die Energiebilanz zu ziehen.
Du mit Deinem Körper stehst auf der einen Seite der Bilanz, auf der anderen steht die Waage mit dem angezeigten Gewicht. Die beiden stimmen überein. Das ist die Bilanz.
Ich wüsste nicht, wie sonst der Begriff Energiebilanz Sinn machen sollte.
Bilanz ist ja Teil (bzw. Ergebnis) der doppelten Buchführung. Denke mal dass der Begriff ausschliesslich daher kommt.
In dem Sinne wäre die Währung, in der gerechnet wird die Kcal.
Zu- oder Abnahme entsprechen Gewinnen und Verlusten (, die wie in der doppelten Buchführung immer auf der Seite stehen, wo man sie nicht vermutet hätte. Ein Verlust an Gewicht ist ja meist ein Gewinn).
Hat jemand eine bessere Erklärung?
PS Übrigens ist eine Bilanz auch wenig aussagekräftig, wenn man nur die Bilanzsummen sieht. Sie stimmen nämlich grundsätzlich immer überein, mehr nicht. Wenn man tiefer hineinschaut, dann finden sich neben ausgewiesenen Gewinnen und Verlusten auch noch Vermögenswerte und nur deren gesamte Betrachtung liefert eine Einschätzung eines positiven oder negativen Ergebnisses. | Warum so kompliziert?
Die Energiebilanz zieht die Bilanz aus Energie-Input und -Output. Das wurde alleine in den letzten paar Wochen in diesem Forum mindestens ein Dutzend mal geschrieben.
Dass die Waage zur Kontrolle der Energiebilanz nur bedingt taugt ist demgemäss nichts als logisch, weil die Waage das Gewicht misst, das von zahlreichen Grössen abhängt, während die Energiebilanz lediglich etwas über die Veränderung der Fettmenge im Körper aussagt.
Gruss, Sandro
PS: Bei allem Verständnis für deine Begeisterung für das Rechnungswesens: Auf die Ernährung lässt es sich trotz einiger Parallelen wirklich nur bedingt anwenden. Besonders dein PS mutet mich ziemlich abstrus an. | 
27.02.2006, 18:02
|  | Registrierter Benutzer | | Registriert seit: Oct 2003
Beiträge: 703
| | | Um es in der Buchhaltungssprache zu erklären: Es geht um die Bilanzposition Fettbestand, nicht das Gesamtgewicht. Die Waage misst aber nur das Gesamtgewicht. | 
27.02.2006, 18:21
| | Registrierter Benutzer | | Registriert seit: Feb 2006 Ort: Tungsai / Thailand
Beiträge: 218
| | | Na gut, dann mal andersrum:
Wie stellt Ihr denn in der Praxis fest, ob Ihr eine ausgeglichene Energiebilanz habt oder nicht?
Ihr wisst doch sicher weder den genauen Input an Kcal noch den genauen Energieverbrauch? Oder doch? | 
28.02.2006, 12:03
|  | Registrierter Benutzer | | Registriert seit: Aug 2002 Ort: Deutschland, Weinstadt (in der Nähe von Stuttgart)
Beiträge: 816
| | Zitat: |
Zitat von mipooh Na gut, dann mal andersrum:
Wie stellt Ihr denn in der Praxis fest, ob Ihr eine ausgeglichene Energiebilanz habt oder nicht?
Ihr wisst doch sicher weder den genauen Input an Kcal noch den genauen Energieverbrauch? Oder doch? | wenn die hosen anfangen zu kneifen wars zu viel essen und/oder zu wenig bewegung. wenn nicht, war die EB ausgeglichen. und wenn die hosen locker werden war die EB negativ.
und wer unbedingt messen will - ein maßband tuts auch. so alle paar monate
lg treets | 
28.02.2006, 12:06
|  | Registrierter Benutzer | | Registriert seit: Nov 2005 Ort: Berchtesgaden
Beiträge: 322
| | Zitat: |
Zitat von mipooh Na gut, dann mal andersrum:
Wie stellt Ihr denn in der Praxis fest, ob Ihr eine ausgeglichene Energiebilanz habt oder nicht? | Indem wir merken, ob wir ab- oder zunehmen, was man vor allem an der Kleidung, vorzugsweise den Hosen, feststellen kann. | 
28.02.2006, 13:01
| | Registrierter Benutzer | | Registriert seit: Sep 2002 Ort: München
Beiträge: 1.402
| | | Der klassische "Dreischritt" zur Prüfung:
1. Kneifen der Hautfalte neben dem Bauchnabel (und falls notwendig, z.B. Frau an anderen Stellen)
2. Umfang des Bauchumfangs messen
3. Betrachten des Spiegelbildes ("schwammig" oder "fest")
Gruß
Sascha | 
28.02.2006, 16:03
| | Registrierter Benutzer | | Registriert seit: Feb 2006 Ort: Tungsai / Thailand
Beiträge: 218
| | | Also wenn mir meine Hosen kneifen, dann habe ich bereits seit langem einen Kalorienüberschuß, ebenso wenn sie ungewollt herunterfallen ein Defizit. Findet Ihr das nicht reichlich wenig aussagekräftig?
Da ist ja meine Waage noch sensibler. Bei 2-4 Kilo zB würde ich an der Hose noch nichts bemerken.
Ich mein, so etwas wie eine Energiebilanz muss doch auch praktischen Wert haben und nicht nur als Erklärung dienen, warum ich nun dicker oder dünner geworden bin. Das würde ich doch ohne Energiebilanz auch sehen.
Hoffe noch auf einleuchtendere Antworten. Trotzdem danke, dass Ihr geantwortet habt. | 
28.02.2006, 18:34
|  | Moderator | | Registriert seit: Oct 2005 Ort: Berlin
Beiträge: 1.278
| | Zitat: |
Zitat von mipooh Also wenn mir meine Hosen kneifen, dann habe ich bereits seit langem einen Kalorienüberschuß, ebenso wenn sie ungewollt herunterfallen ein Defizit. Findet Ihr das nicht reichlich wenig aussagekräftig?
Da ist ja meine Waage noch sensibler. Bei 2-4 Kilo zB würde ich an der Hose noch nichts bemerken.
Ich mein, so etwas wie eine Energiebilanz muss doch auch praktischen Wert haben und nicht nur als Erklärung dienen, warum ich nun dicker oder dünner geworden bin. Das würde ich doch ohne Energiebilanz auch sehen.
Hoffe noch auf einleuchtendere Antworten. Trotzdem danke, dass Ihr geantwortet habt. | Hey mipooh
genau dies ist es doch, was hier im Forum seit langem vermittelt wird. Mann soll die Sache nicht so eng sehen!
Es ist doch nicht so schlimm, wenn man mal in eine pos. EB rutscht. Es kommt immer auf die Dauer an. Wenn du also mal einen Tag eine pos. und den nächsten Tag wieder eine neg. EB hast, dann gleicht sich die Sache wieder aus.
Man sollte über die Zeit ein gesundes Gefühl für's Essen entwickelt, anstatt ständig Kal. zu zählen.
Schöne Grüße
Thomas
__________________ "Gegen eine Dummheit, die gerade in Mode ist, kommt keine Klugheit an" Theodor Fontane | 
28.02.2006, 19:45
| | Moderator | | Registriert seit: Aug 2005 Ort: Graz
Beiträge: 519
| | | Clipper Auf die Gefahr das ich hier in der Luft zerissen werde, wer es so genau nehmen will, der kauft sich einen Clipper. Immer an der gleichen Stelle am Bauch gemessen merkt man schnell den Unterschied.
Und bevor es wieder los geht mit der Messgenauigkeit, Interessiert keinen!!! Wenn ich am Bauchspeck(oder Oberschenkel oder Hintern, jedem das seine) 2mm zugenommen hab, dann habe ich zugenommen. Ob da nun Organfett usw dabei war, wurscht
So einfach kann man genau sagen, ob man richtig fährt oder nicht. Und außerdem kommt nun eh der Frühling und Sommer, Appetit sinkt, Bewegungsdrang steigt, Problem erledigt
Mfg Markus
__________________ Man weiß erst was man kann, wenn man es versucht hat | 
28.02.2006, 20:37
| | Registrierter Benutzer | | Registriert seit: Feb 2006
Beiträge: 34
| | | ...... Du bist hier aufgetreten, indem du behauptet hast, die neg. NB stimme nur in der Theorie und nicht in der Praxis.
Jetzt haben wir uns verstanden.  | 
01.03.2006, 00:51
| | Registrierter Benutzer | | Registriert seit: Feb 2006 Ort: Tungsai / Thailand
Beiträge: 218
| | | Okay, leuchtet soweit ein.
Werde ich fetter, hab ich halt entweder zuviel gegessen oder zuwenig verbraucht.
Aber das ist doch sowieso klar. Da brauche ich doch keine Energiebilanz für um das zu wissen.
Die hat dann selber gar keinen praktischen Wert und dient lediglich dazu, keine Ausreden zu haben? (hab ich nie gebraucht, war mir auch so klar, vielleicht stolpere ich deswegen darüber, dass sie so oft genannt wird)
Dass man sie mit der Waage allein auch nicht einschätzen kann, ist ebenso klar, weil Fett ja im Verhältnis zum Muskel bei gleichem Gewicht ein gößeres Volumen hat.
Konkret für mich selbst in meiner derzeitigen Situation verwende ich die Waage trotz der offensichtlichen Schwächen. Aber bei ständigem Training und geringen Änderungen der Eßgewohnheiten (lediglich keine Süßigkeiten und Cola, Bier, Pommes und Brot, der Rest war eh ok und er Verzicht ist nicht wirklich einer) reicht mir die Aussagekraft auch noch. (Beginnend mit ca 50 Kilo Übergewicht, derzeit noch gute 25, bzw Fett statt Muskeln, wobei ich das nichtmal in Muskeln möchte... Hulk ist ja keine Alternative zu Obelix)
Ich hab neulich und zu Beginn meiner Umstellung mal Fotos gemacht mit 16 Kilo Unterschied. Ich hab da so gut wie nichts gesehen. Dann hatte ich zufällig im Computer meine Schneidermaße und hab mal Umfänge verglichen, das war auch eindeutig. Weiss es nicht mehr genau aber der Bauchumfang war glaub ich mehr als 10 cm kleiner.
Wenn es mal in die Feinheiten gehen würde, also bei fast Normalgewicht, gleichzeitigem Muskelaufbau durch Training und Fettabbau durch eine negative Bilanz, dann wird wahrscheinlich die Waage ihre Aussagekraft weitestgehend verlieren. | 
01.03.2006, 03:43
| | Registrierter Benutzer | | Registriert seit: Feb 2006 Ort: Tungsai / Thailand
Beiträge: 218
| | | Je mehr ich darüber nachdenke um so mehr wird die ganze Energiebilanzdiskussion zur Farce.
Erstmal stimmt der Begriff gar nicht, denn Bilanz stammt nunmal aus dem Kaufmännischen und bezeichnet eine Gegenüberstellung, bei der die Summen gleich sein müssen.
Ein Kaufmann würde nicht wagen, eine positive oder negative Bilanz abzugeben, er hätte gleich die Steuerfahndung und Wirtschaftsprüfer im Haus.
Von daher sind diese Begriffe unsinnig gewählt.
Der erste Teil des Begriffs, Energie, macht nur Sinn in Verbindung mit Kalorie, da dies die Meßgröße ist. Zur Erklärung eines ausgeglichenen Zustandes bzw. Verlusten oder Gewinnen wird er auch verwendet, aber rein theoretisch.
Praktisch hat das alles überhaupt keinen Wert.
Und Theorie ohne Praxis ist nutzlos.
Die Energiebilanz sagt also nicht mehr aus, als der Satz "Wenn Du zuviel ißt, wirst Du dick".
Völliger Blödsinn, sowas Leuten zu sagen, die einen praktikablen Weg suchen, ihr Gewicht zu verändern.
Da läuft ein ganzes Forum jahrelang einem Phantom nach. Kurt, was hast Du Dir bei dem Unsinn gedacht? | 
01.03.2006, 07:13
| | Registrierter Benutzer | | Registriert seit: Sep 2002 Ort: München
Beiträge: 1.402
| | | Die Energiebilanz ist auch kein Konzept zur Körperfettkontrolle, sondern nur ein ganz gewöhnliches Phänomen der Natur. Wie man das "meistert," ist eine andere Frage.
Zum Zusammenhang: Kurt musste einige Mythen beseitigen, die sich darauf beriefen, dass es nicht auf die Kalorien, sondern auf die Art der Lebensmittel, die Zeitpunkte der Aufnahme, "Straffungsübungen", etc. ankomme. Als "Rezept" hat er es nie angeboten.
Gruß
Sascha | 
01.03.2006, 07:54
|  | Registrierter Benutzer | | Registriert seit: Oct 2003
Beiträge: 1.401
| | Zitat: |
Da läuft ein ganzes Forum jahrelang einem Phantom nach. Kurt, was hast Du Dir bei dem Unsinn gedacht?
| Na zum Glück bist du jetzt da
Don't feed the troll
__________________ โชกดี | 
01.03.2006, 09:56
|  | Registrierter Benutzer | | Registriert seit: Oct 2003
Beiträge: 703
| | | @mipooh
Bilanzen gibt es viele, selbst WENN man sich auf die Wirtschaftswissenschaften beschränkt. Neben der grundlegenden Bilanz für den Jahresabschluss, die jeder Auszubildende irgendwann in seinem Leben zu sehen bekommt, gibt es auch diverse Bilanzen über Flussgrößen, bspw. in der Kapitalflussrechnung. Deine Probleme mit dem Begriff als solches sind also unberechtigt.
Dann ist eine Vorstellung davon, wie die Energiebilanz bei gegebenem Bewegungs- und Essverhalten aussieht, aussagefähig für die zu erwartenden Veränderungen der Fettmasse. Wer täglich im Schnitt 500 kcal zuwenig aufnimmt, wird dauerhaft abnehmen, auch wenn er an keinem Tag exakt dieses Defizit aufweisst. An der Stelle ergibt sich ein wirklicher Unterschied in der Betrachtungsweise, weil es nicht um eine exakte Aufstellung geht, sondern um eine eher grundsätzliche Prozesskontrolle. |  | | | Themen-Optionen | | | | Ansicht | Thema bewerten | Linear-Darstellung | |
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