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  Untrainiert auf einen Halb-Marathon Beitrag #1 (permalink)  
Alt 16.06.2009, 02:07
Benutzerbild von Mo_no2
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Beiträge: 30
Mo_no2 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Untrainiert auf einen Halb-Marathon

Hallo, auch ich bin neu hier und habe ein wenig gesurft, um vielleicht meine fehlenden "Antworten" hier rauszufinden, jedoch ist es mir leider nicht ganz gelungen! Falls ich doch hier "doppelt" die Fragen stelle, so sorry im Voraus.

Ich habe vor 20 Jahren mal Leistungssport betrieben und nur in den letzten Jahren mal hin und wieder ein wenig gejoggt. Jetzt habe ich vor 8 Wochen das Rauchen aufgegeben und leider auch schon ordentlich zugenommen, da ich doch häufig als Ersatz am Naschen bin. ;0) Ich wiege jetzt bei 1,83 m gute 74,5 kg und spüre leider auch jedes Kilo beim Laufen.

Ich habe mit Fitnesstraining (zu Hause auf der Gym-Matte) angefangen und gehe zur Zeit 2 - 3 mal die Woche ca. 30 Minuten laufen. Ich habe keinen Muskelkater, leider nur Knieschmerzen in beiden Knien.

Ich möchte jetzt den Big Sur Half Marathon am 15.11.09 mitlaufen und brauche ein paar Tipps für die Vorbereitung.... also Lauftraining und Ernährung. Abnehmen wäre natürlich toll, damit ich nicht mehr die "Massen" mitschleppen muss, bin aber kein Diät-Typ!

Habt ihr Links oder Buch-Tipps für mich?

Hier gibt es ja auch einige Marathon-Läufer, vielleicht gibt mir da ja mal einer ein paar "private Tipps", sozusagen aus der eigenen Erfahrung heraus, auch wenn natürlich jeder Körper und somit die Leistungsfähigkeit unterschiedlich ist!?

Wäre wirklich super, ein paar Antworten zu bekommen und vorab, da es hier wohl öfter vorkommt(??!!) die Frage ist erst gemeint!

Vielen DANK vorab

LG Mono

Geändert von Mo_no2 (21.06.2009 um 18:55 Uhr)
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  Untrainiert auf einen Halb-Marathon Beitrag #2 (permalink)  
Alt 16.06.2009, 08:39
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Beiträge: 110
Jörg befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Hallo Mono,

einige Anmerkungen:
- Du sagst, Du hättest früher einmal Leistungssport betrieben. Was für eine Sportart war dies? Ausdauersport?
- Knieprobleme: Achte bitte wirklich auf "vernünftiges", auf Deinen Körper und Deinen Laufstil angepasstes Schuhwerk (falls ncht eh' schon passiert). Wichtig dabei, nicht einfach "von der Stange" kaufen, weil das eine oder andere Produkt in irgendwelchen Laufzeitschriften angepriesen wurde, sondern immer in Verbindung mit einer guten Beratung, ggf. inklusive Laufanalyse.
Weiter können Knieprobleme auch Anzeichen von Überlastung sein (Vorschädigung jetzt einmal ausgenommen). In diesem Fall sollte vielleicht der Laufumfang vorübergehend etwas reduziert werden. Insgesamt ist ein Rat hier aber nur bedingt möglich, weil die Informationen zu gering sind.
- Training: Es macht aus meiner Sicht für einen Anfänger (und so hört es sich trotz Leistungssport in der Vergangenheit an!) keinen Sinn ein spezifisches Training mit langen Läufen, Intervalltraining, etc. zu starten. Die Knieproblematik jetzt ausgenommen, würde ich (so habe ich in etwa angefangen) etwa 3-4 mal in der Woche laufen, ausgehend von Deinen 30 Minuten, alle 1-2 Wochen eine Deiner Laufeinheiten um etwa 5 Minuten erhöhen, insgesamt immer so schnell laufen, dass Du Dich noch einigermaßen unterhalten könntest, nicht schneller. Es gilt die Grundlagenausdauer aufzubauen. Aus meiner Sicht sollte ein Halbmarathon im November ausgehend von Deinem momentanen Trainingszustand und keine dauerhaften Knieprobleme voraussetzend, durchaus möglich sein. Ziel kann allerdings aus meiner Sicht "nur" das Ankommen, nicht aber irgendeine Zielzeit sein.
- Ernährung aus meiner Sicht - hier werden aber ggf. andere Meinungen kommen: etwas fettärmer, etwas kohlehydratreicher, insgesamt aber kein Zwang und kein Stress! Zum Naschen empfiehlt sich vielleicht eine Banane oder Beeren zwischendurch oder ein paar (eine Handvoll, also keine ganze Tüte/Tag) Nüsse (zwar fettreich, aber sättigend und enthält wichtige Fettsäuren!).

Viel Erfolg!

Grüße,
Jörg
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  Untrainiert auf einen Halb-Marathon Beitrag #3 (permalink)  
Alt 16.06.2009, 08:56
Benutzerbild von StefanB
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Registriert seit: Oct 2003
Beiträge: 1.476
StefanB
Hallo Mono,

naja, ich formuliere es mal so: um einen HM zu überstehen, musst du "nur" ca. 2 Stunden laufen können.
Dass du bei 2-3 Einheiten die Woche Knieschmerzen bekommst, ist allerdings nicht allzu gut.
Machst du ausreichend Krafttraining für Beine und Rücken?
Hast du auf dich abgestimmte Laufschuhe?

Laufpläne gäbe es wie Sand am Meer
Hier beispielsweise
Trainingsplan Halbmaraton
Mit 1:45 wärst du für einen Normaloläufer allerdings bereits auf der schnellen Seite
Für meinen allerersten HM habe ich mich ungefähr an diesen Plan gehalten
Trainingsplne auf Lauftipps.de - Halbmarathon (Ziel: 2:00 Std)
Mit 2h war er im nachhinein aber viel zu locker.

Für den allerersten HM würde ich mittlerweile so weit gehen zu sagen, dass man keinen Trainingsplan braucht. Du musst lediglich dein Laufpensum jede Woche ein wenig steigern, bis du 2h durchlaufen kannst. Solltest du das vor dem Event schaffen, kannst du schneller laufen.
Alles andere macht das Adrenalin beim Event.

Dann würde ich mir einen Rundgang zum Laufen suchen und etwas zu trinken verstecken. Es gibt zwar Leute, die sagen, dass man für einen HM noch keine Flüssigkeitsaufnahme benötigt, aber gerade als Anfänger sind die Trinkstellen während dem Rennen richtige Etappenziele, die keiner auslassen will und mMn auch nicht auslassen sollte.
Du musst lernen, im Laufen aus einem Becher zu trinken. Rein technisch ist das gar nicht so schwer. Man drückt ihn oben etwas zusammen, damit man sich nicht vollsuddelt. Das Schwierige dabei ist, den Magen dran zu gewöhnen.
Was trinkst du denn während oder nach dem Laufen? Ein isotonisches Getränk wäre nicht verkehrt, weil es genau das auch beim Lauf geben wird.
Gewöhne dich auch gleich daran, ca. 10 Minuten vor dem Laufen 250-500ml vom selben Getränk zu trinken. Genau das wirst du auch vor dem Wettkampf machen.

Was du nicht brauchst, sind Pulsmesser oder ähnliches Spielzeug. Damit will man bei Laufanfängern nur Geld verdienen. Darüber hinaus muss man seine genauen Schwellenwerte kennen, wozu ein regelmäßiger Gang zum Sportarzt notwendig wäre. Ist also nur etwas für die ganz Ambitionierten oder diejenigen, die für die Motivation ein technisches Glitzerspielzeug benötigen.
Irgendwelche Powerriegel, Pulver oder besondere Ernährungsformen wirst du auch nicht benötigen. Deine Maschine läuft weitaus besser, wenn du dich schlicht ausgewogen und gesund ernährst.

Hinsichtlich Bücher kann ich dir keine Empfehlung geben. Ich habe noch kein einziges gefunden, das ich uneingeschränkt empfehlen könnte. Ich sehe da allerdings auch keine Notwendigkeit. Viel wichtiger als irgendwelche technischen Empfehlungen ist dein Kopfkino. Das Geld fürs Buch ist besser aufgehoben in einem Tag beim Masseur oder einer Therme, wenn du größere Trainingsziele erreicht hast (bspw. wen du 45,60,75,90,... Minuten läufst).

Das wärs erstmal von mir.

Viele Grüße
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  Untrainiert auf einen Halb-Marathon Beitrag #4 (permalink)  
Alt 16.06.2009, 18:05
Benutzerbild von Mo_no2
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Ort: USA, CA
Beiträge: 30
Mo_no2 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Vielen lieben Dank für die Tipps und Ratschläge!!!

Ihr fragt, ob ich ausreichend Krafttraining mache? Ich fürchte wohl nicht!? Ich mache nur ein wenig Fitness zu Hause, also Liegestütze, Kniebeugen und Bauch, Beine, Po .... ca. 45 Minuten 2 - 3 die Woche. Habt ihr Vorschläge, was ich sonst als Krafttraining besser machen sollte, gerade um meine Knie zu entlasten? Gerade wenn ich "Steigungen" laufe, machen meine Knie schlapp. Ich hoffe, ich kriege das in den Griff!

@Jörg: Mein Leistungssport war Dreikampf... also im Schwerpunkt Laufen, dann Hoch- und Weitsprung! Aber das ist nicht wirklich mehr erwähnenswert, da es schon über 20 Jahre her ist! Ich bin wirklich uralt, fällt mir gerade auf!

Ich habe auch definitiv kein Zeitziel für den Halb-Marathon, ich mache es aus "Spaß an der Freud" sozusagen, also ankommen ist für mich wichtig, aber ich muss halt nicht als Erste durchlaufen!!!!

Also, meine Pulsuhr kann ich wohl weglegen? Sportschuhe sind bei mir 1a, aber ich werde jetzt auch neue benötigen und den Tipp mit der Laufanalyse finde ich super! Mal sehen wer das hier anbietet, ich werde es aber auch jeden Fall probieren! Vielen DANK!

Essenstechnisch werde ich mich wohl ein wenig umstellen müssen, obwohl ich eigentlich ausgewogen esse und auch regelmäßig Obst und Gemüse zu mir nehme. Mal schauen, ob ich im Internet was konkreteres für mich finde!? @Jörg: Nüsse sind aber ein guter Tipp!

@StefanB: Den Tipp mit dem Trinken finde ich super, daran hätte ich nie vorher gedacht!!! Super, vielen Dank! Ich werde das Trinken in mein Training mit einbinden!

Vielen Dank nochmals!!

LG Mono

Geändert von Mo_no2 (17.06.2009 um 02:07 Uhr)
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  Untrainiert auf einen Halb-Marathon Beitrag #5 (permalink)  
Alt 16.06.2009, 20:36
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Beiträge: 5
jojo1 ist in Verruf geraten
Schönen Abend zusammen!

Ich träume (!!) auch von sowas wie einem Raketenstart ohne großartige Vorbereitungen.
Allerdings möchte ich nicht wie Mo gleich bei einer Veranstaltung laufen, nur eben es ausprobieren.
Von Berufs wegen verfüge ich über eine einigermaßen brauchbare Kondition und konnte nach wenigen Läufen die 10 km in unter 50 Minuten (anaerob) zurücklegen.

Jetzt wäre ich lediglich für's Abenteuer recht neugierig, wie sich so ein Halbmarathon anfühlt,
und würde gerne öfter laufen, als nur alle 14 Tage einmal einen Zehner.

Leider habe ich aber nach jedem Lauf einen Muskelkater, der verhindert, daß ich gleich nach zwei oder drei Tagen wieder laufen kann, und so ist kaum eine Steigerung bei der Zeit zu merken.

Drum meine Frage:
Läuft man auch mit mäßigem, aber dennoch spürbaren Muskelkater produktiv,
oder sollte man es sein lassen, bis man nichts mehr spürt?
(Ich entschuldige mich auch gleich, wenn dieses Thema schon überstrapaziert ist, aber ich habe in der SuMa nichts Entsprechendes finden können!)


Lieben Gruß

Jojo
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  Untrainiert auf einen Halb-Marathon Beitrag #6 (permalink)  
Alt 16.06.2009, 22:28
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Jörg befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Hallo jojo2,

als ich mit dem Laufen begonnen hatte (es war eine Laufeinheit von etwa 4,5km in einer Zeit von etwa 25 Minuten), hatte ich einen Muskelkater, der mich den Rest der Woche am Laufen gehindert hatte. Nach einer Woche dies wiederholt, danach ein Muskelkater, der 3-4 Tage anhielt. Danach wieder wiederholt ... es wurde immer besser. Ergo, ohne Training wird es wohl nichts mit Laufen ohne anschließendem Muskelkater ... Und - und das scheint mir hier wesentlich - auch ein Halbmarathon wird ohne Training nicht vernünftig absolvierbar sein!
Ein paar Anmerkungen:
1. 10 km unter 50 Minuten ist für einen sonst nicht Laufenden eine ansprechende Leistung, auch wenn sie offensichtlich an der Leistungsgrenze absolviert wurde.
2. Mit Muskelkater zu laufen - nun, ich denke, dass der eigene Körper es einem erlaubt oder dem einen Riegel vorschiebt ... höre bitte auf ihn!
Produktiv Laufen kann "man" durchaus, wenn ein Regenrationslauf hier (aus meiner Sicht absolut sinnvoll) hier mit einbezogen wird.
3. Vielleicht versuchst Du Deine offensichtlch intensiven 10 km 1*/Woche zu absolvieren, ansonsten vielleicht 2*/Woche die 10 km (oder eine etwas kürzere und eine etwas längere Strecke) langsamer zu absolvieren - ich denke, Du wirst sehen, dass Deine Konditionsleistung steigen wird. Ohne Training kommst Du da allerdings nicht vorbei ... und permanentes Laufen an der Leistungsgrenze ist nicht leistungsfördernd!

Grüße,
Jörg
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  Untrainiert auf einen Halb-Marathon Beitrag #7 (permalink)  
Alt 16.06.2009, 22:36
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Jörg befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Zitat:
Zitat von Mo_no2 Beitrag anzeigen
[...]Gerade wenn ich "Steigungen" laufe, machen meine Knie schlapp. Ich hoffe, ich kriege das in den Griff!
Kannst Du bitte beschreiben, wie genau sich Deine Kniebeschwerden manifestieren. Vielleicht lässt sich anhand der Beschreibungen ein wenig mehr sagen.

Zitat:
Zitat von Mo_no2 Beitrag anzeigen
[...]Ich bin wirklich uralt, fällt mir gerade auf!
Ich weigere mich, zu akzeptieren, dass ich noch älter als uralt sein sollte ... zumindest fühle ich mich mit meinen 44 Jahren nicht so

Ansonsten viel Erfolg und vor allem, viel Spaß beim Laufen! ... Dies war für mich immer der erste Anreiz!

Liebe Grüße,
Jörg
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  Untrainiert auf einen Halb-Marathon Beitrag #8 (permalink)  
Alt 16.06.2009, 23:10
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Beiträge: 5
jojo1 ist in Verruf geraten
Schönen Abend nochmal!

Vielen Dank für die Hinweise!
Dass man am Limit nicht viel Leistungssteigerung erfährt, muß ich mir immer wieder ins Gedächtnis rufen.
Beim Weglaufen nehme ich mir vor, das Tempo moderat zu halten, um die Ausdauer ausloten zu können.
Doch beim 3. oder 4. Kilometer spüre ich Unterlastung und schon wird instinktiv wieder losgebolzt.

Außerdem mangelt es auch an Erfahrung, wie man ein Tempo ordentlich einstellt, um eine Regelmäßigkeit zu erreichen.

Die Zeiten streuen zwischen 4:30 und 5:10 / km, genauer schaffe ich es einfach nicht.



In jedem Fall finde ich die Informationen hier sehr einleuchtend und hilfreich.
Auch dafür vielen Dank!


Lieben Gruß

Jojo
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  Untrainiert auf einen Halb-Marathon Beitrag #9 (permalink)  
Alt 17.06.2009, 02:05
Benutzerbild von Mo_no2
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Mo_no2 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Zitat:
Zitat von Jörg Beitrag anzeigen
Kannst Du bitte beschreiben, wie genau sich Deine Kniebeschwerden manifestieren. Vielleicht lässt sich anhand der Beschreibungen ein wenig mehr sagen.

Ich weigere mich, zu akzeptieren, dass ich noch älter als uralt sein sollte ... zumindest fühle ich mich mit meinen 44 Jahren nicht so

Ansonsten viel Erfolg und vor allem, viel Spaß beim Laufen! ... Dies war für mich immer der erste Anreiz!

Liebe Grüße,
Jörg
Hallo Jörg, ich weiß nicht wie ich das beschreiben soll? Also vielleicht als stechende Schmerzen im äußeren Knie, also rechts oder links außen vom Knie. Ich habe aber auch "zu kleine Kniescheiben", dass hat mir mal ein Arzt gesagt... hatte ich völlig vergessen, weiß aber auch nicht ob das damit zu tun hat!? Tja, vielleicht merkt man es schon.... ich bin wirklich kein Arztgänger und wenn sich das irgendwie vermeiden läßt, belasse ich es auch dabei!!! Das ist zwar nicht besonders klug, aber ich finde es wirklich ganz schrecklich beim Arzt zu sitzen!

Bezüglich des Alters wollte ich niemanden auf die Füsse treten, wie heißt es doch so schön: man ist so alt, wie man sich fühlt! Und wenn es sich nicht um meine Knie dreht, dann bin ich 26

Geändert von Mo_no2 (17.06.2009 um 02:39 Uhr)
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  Untrainiert auf einen Halb-Marathon Beitrag #10 (permalink)  
Alt 17.06.2009, 02:14
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Mo_no2 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
[quote=StefanB;149187]Hallo Mono,


Was du nicht brauchst, sind Pulsmesser oder ähnliches Spielzeug. Damit will man bei Laufanfängern nur Geld verdienen. Darüber hinaus muss man seine genauen Schwellenwerte kennen, wozu ein regelmäßiger Gang zum Sportarzt notwendig wäre. Ist also nur etwas für die ganz Ambitionierten oder diejenigen, die für die Motivation ein technisches Glitzerspielzeug benötigen.
Irgendwelche Powerriegel, Pulver oder besondere Ernährungsformen wirst du auch nicht benötigen. Deine Maschine läuft weitaus besser, wenn du dich schlicht ausgewogen und gesund ernährst.


Hallo StefanB, kannst du mir das mit den Schwellenwerten noch ein wenig genauer erklären? Ist das jetzt Tamtam oder doch zu empfehlen??? Regelmäßige Arztbesuche kommen nur bei wirklich "heftigen" Schmerzen in Frage, aber nicht wenn ich als Laie mal ein paar Runden drehen möchte! Das wäre dann mein AUS, da ich da keinen Bock drauf hätte!

LG Mono
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  Untrainiert auf einen Halb-Marathon Beitrag #11 (permalink)  
Alt 17.06.2009, 08:48
Benutzerbild von StefanB
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Beiträge: 1.476
StefanB
Kann ich gerne versuchen.

Es geht flach ausgedrückt bei dem Schnickschnack um die aerob-anaerobe Schwelle, also grob ausgedrückt dem Intensitätsbereich, der beginnt, ab dem du auf Dauer übersersäuerst.
Breitensportlber bekommen im allerschlimmsten Fall den Rat "Trainiere immer bei Puls 130". Weil die Herzfrequenz von etlichen Faktoren, vom Wetter übers Alter über die Sportart bis hin zum Trainingszustand abhängig ist, bringt einem diese Regel überhaupt nicht weiter. Anfänger würden sich hier oft wundern, warum sie auf einmal mehr spazierengehen müssen statt zu laufen.
Dann wäre da der Laktattest beim Breitensportler zur Ermittlung der Pulswerte. Absolute Geldmacherei. Idee hinter einem Laktattest ist, dass ein Bestandteil der Milchsäure im Blut (die u.a. entsteht, wenn wir übersäuern) während sportlicher Tätigkeit immer wieder gemessen wird, indem das Ohrläppchen punktiert wird. Überschreitet man einen gewissen Laktatwert, ist man im anaeroben Bereich. Knackpunkt ist die Höhe des Wertes. Die meisten nehmen einen fixen Wert von 3 oder 4 mmol Laktat pro Liter Blut. Wenn die Herzfrequenz abhängig von etlichen Faktoren ist, so sind es auch die Laktatwerte. Will man die Sache richtig machen, darf man mit einer Atemmaske auf dem Laufband ackern, die die Gaswerte der Atemluft ermittelt. Nennt sich Spiroergometrie. Diese Spiroergomerie in Verbindung mit Laktattests kann einem dann genau verraten, welche Pulsbereiche die richtigen sind. Weil diese Pulsbereiche sich mit der Zeit verändern, muss der Heckmeck regelmäßig durchgeführt werden. Ist ekelig, ist nervig, ist teuer... also nur etwas für Profis, die es genau wissen wollen. Ohne Spiroergometriemessung ist ein Laktattest also wieder ein Stochern im Dunklen und ich frage mich ernsthaft, wann die erste Klage wegen Betruges aufkommt. Diejenigen, die die Tests machen, wissen auch, dass die Messung ungenau ist und mit ca. 100 Euro einfach zu überteuert.
Dann wäre da die Möglichkeit, die Trainingsintensitäten anhand von gewissen Formeln zu berechnen. Aber auch die komplizierteste Formel kann niemals alles Faktoren mit einbeziehen. Wenn du im Sommer läufst, wird dein Puls schnell in die Höhe gehen. Wenn dein Laufstil noch etwas holpriger ist, wird dein Puls ebenfalls in die Höhe schnellen. Und mal ehrlich: es geht ums Laufen, nicht um irgendeine komplexe Rumrechnerei.

Was also tun:
Du kennst doch garantiert die Faustformel "sie müssen sich immer unterhalten können". Klingt erstmal nach einer dämlichen Binsneweisheit, wenn man sie mit den eben genannten ach so wissenschaftlichen Methoden vergleicht. Hintergrund davon ist aber ein ganz einfacher: gehen wir in den anaeroben Intensitätsbereich, reicht unsere normale Sauerstoffzufuhr nicht mehr aus, um "sauber" zu verbrennen. Es entstehen also Stoffwechselprodukte und somit auch wieder das Laktat. Das Laktat interessiert hier aber nicht. Interessanter ist, was mit der Atmung passiert. Wenn wir in den anaeroben Bereich gehen, atmen wir automatisch heftiger, um die Sauerstoffschuld auszugleichen und der Übersäuerung des Körpers entgegenzuwirken. Bei intensiver Atmung können wir keine ganzen Sätze mehr formulieren ohne zwischendrin Luft holen zu müssen.
Diese Methode ist mit der Spiroergometrie das Exakteste, was wir haben. Denn die Atmung belügt uns nie und signalisiert glasklar, wann wir über die Schwelle hinaus sind.
Gleichzeitig lernt man ein für Marathon oder Halbmarathon sehr wichtiges Körpergefühl. Man entwickelt ein gesundes Gefühl für sich und die richtige Laufgeschwindigkeit. Wird man im Laufe des Trainings ein besserer Läufer, merkt man es auch deutlich an der Atmung, läuft schneller und pendelt sich an der neuen "ganzen Satz" Grenze ein.

Die ach so simple Methode ist also individueller und exakter als jede Pulsmessung.
Einziger Nachteil dieser Methode ist, dass weder Fitness-Studios noch die Firma POLAR Knete an ihr verdienen können.
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  Untrainiert auf einen Halb-Marathon Beitrag #12 (permalink)  
Alt 17.06.2009, 16:57
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Mo_no2 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
@StefanB: Das war sehr ausführlich, super lieben Dank, dass du dir die Mühe mit mir machst!!! Also letztendlich ist es Tamtam, wäre auch nicht meins!

Die Faustformel kenne ich natürlich, dass man sich unterhalten können muss. Ich trainiere nur meistens allein Nein, Spaß beiseite... ich merke auch ohne Pulsuhr, wann es zu heftig wird und ich einfach ein wenig im Lauf reduzieren muss.

Die Fitness eines Menschen ist doch anhand dessen messbar, wie der Puls sind nach der Anstrengung wieder normalisiert, oder? Als ich vor 2 Jahren mal kurze Zeit im Fitnessstudio war, haben die einen Fitnesstest mit mir gemacht und gesagt, ich hätte eine Fitness wie eine 20-Jährige, fand ich natürlich super, aber was bleibt davon? Ist das auch Tamtam?

Studio war nicht so mein Ding und da ich es leider übertrieben hatte, entzündeten sich meine Sehnen und das Training war vorbei, war auch super schmerzhaft! Bin dann nicht wieder in den Tritt gekommen und habe dann halt gar keinen Sport mehr gemacht, da ich halt 3 Monate vom Arzt pausieren sollte.

Geändert von Mo_no2 (17.06.2009 um 22:14 Uhr)
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  Untrainiert auf einen Halb-Marathon Beitrag #13 (permalink)  
Alt 17.06.2009, 19:31
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Jörg befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Hallo Mono,

ich habe den Eindruck, dass sowohl Stefan als auch ich ähnliche Erfahrungen und Meinungen unser Marathontraining betreffend haben. Diese einfache Faustformel ist ein Beispiel hierfür. Ich selbst hatte ein AHA-Erlebnis, als ich in einem Park in Antwerpen vor mich hinhechelte und mich zwei Läufer sich locker unterhaltend überholten - das hatte mich nachhaltend beeindruckt. Ein weiteres Beispiel ist ein Trainingslauf über etwa 25 km mit meinem Lauftreff, bei dem mich meine Rufbereitschaft auf der Mitte der Strecke erreichte - Ergebnis ein etwa 45-minütiges Gespräch mit unserem Kunden, wobei ich mit meiner Laufgruppe - ich mit ein wenig Abstand - weiter unterwegs war. Diese Form des Laufens hat zwei wesentliche Aspekte. Sie bewegt sich im aeroben Bereich (nach Herbert Steffny: "Um schneller zu werden mußt Du langsamer laufen") und beansprucht subjektiv nicht so stark und motiviert eher zum weiteren und erneuten Laufen (meine Erfahrung!).

Die Fitness zu bewerten? Da gbt es einen ganzen Haufen von Formeln und Ansätzen, wie z.B. auch den Erholungspuls, der mit Polaruhren auch ermittelbar ist. Ich halte hier von absoluten Werten gar nichts. Interessant scheint mir hier lediglich der Vergleich mit mir selbst, also inwieweit sich mein Erholungspuls im Laufe der Zeit/Training verändert - und selbst dann sind die Werte nicht unbedingt vergleichbar, da ich vielleicht anders trainiere, vielleicht anders esse, vielleicht gerade einen Infekt hinter mir hatte ... die subjektive längerfristige Entwicklung ist hier ansatzweise interessant.

Zu Deinen Knieproblemen:
Ich möchte nicht anzüglich sein, aber hast Du Ansätze eher zu X-Beinen ... und um es zu entkrampfen: ich habe O-Beine und Innenmeniskusprobleme! Bei X-Beinen können Probleme an der Knieaußenseite entstehen, die durch Schuhwahl und Einlagen in den Griff bekommen werden könnten. Daher Laufanalyse und ggf. der Gang zum Sportmediziner/Orthopäden, der Dir dann ggf. notwendige Einlagen verschreiben könnte.
Zu kleine Kniescheiben - hier bin ich ein wenig im Bereich der Spekulation, vielleicht wäre die Frage im Bereich Krafttraining besser aufgehoben. Aber, zu kleine Kniescheiben suggeriert mir eine etwas höhere Beweglichkeit vielleicht auch Labilität im Kniegelenk, vielleicht auch mit einer höheren Anfälligkeit bei höheren Belastungen. Hier wäre dann wirklich die Aussage von Stefan - Krafttraining für Beine - heranzuziehen ... Wie gesagt, alles ein wenig spekulativ!

Liebe Grüße,
Jörg
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  Untrainiert auf einen Halb-Marathon Beitrag #14 (permalink)  
Alt 17.06.2009, 21:36
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Mo_no2 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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Zitat von Jörg Beitrag anzeigen
Hallo Mono,


Zu Deinen Knieproblemen:
Ich möchte nicht anzüglich sein, aber hast Du Ansätze eher zu X-Beinen ... und um es zu entkrampfen: ich habe O-Beine und Innenmeniskusprobleme! Bei X-Beinen können Probleme an der Knieaußenseite entstehen, die durch Schuhwahl und Einlagen in den Griff bekommen werden könnten. Daher Laufanalyse und ggf. der Gang zum Sportmediziner/Orthopäden, der Dir dann ggf. notwendige Einlagen verschreiben könnte.
Zu kleine Kniescheiben - hier bin ich ein wenig im Bereich der Spekulation, vielleicht wäre die Frage im Bereich Krafttraining besser aufgehoben. Aber, zu kleine Kniescheiben suggeriert mir eine etwas höhere Beweglichkeit vielleicht auch Labilität im Kniegelenk, vielleicht auch mit einer höheren Anfälligkeit bei höheren Belastungen. Hier wäre dann wirklich die Aussage von Stefan - Krafttraining für Beine - heranzuziehen ... Wie gesagt, alles ein wenig spekulativ!

Liebe Grüße,
Jörg
Kein Problem! X-Beine... mhhhh, wahrscheinlich eher als O-Beine!!! Jojo hatte einen Beitrag kürzlich geschrieben, indem er meinte, er hätte nur durch neue Laufschuhe seine Knieschmerzen verloren. Das wäre natürlich gigantisch, ich werde hier in den USA einfach mal Ausschau halten... bin noch nicht so lange hier und muss mich erstmal zurecht finden!

Das Krafttraining finde ich naürlich interessant, wie könnte das für mich aussehen, wenn ich definitiv kein Sportstudio besuchen möchte?

Hab schon ein schlechtes Gewissen, FRAGEN über FRAGEN von mir.... vielleicht sollte ich mir doch noch mal eine "Lektüre" besorgen! Finde eure Unterstützung aber super klasse und auch hilfreich..... und letztendlich natürlich viel netter, als ein Buch zu lesen

Vielen lieben Dank nochmals!!!

LG Mono
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  Untrainiert auf einen Halb-Marathon Beitrag #15 (permalink)  
Alt 18.06.2009, 07:10
Benutzerbild von StefanB
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Registriert seit: Oct 2003
Beiträge: 1.476
StefanB
Wenn es ein Buch übers Krafttraining sein soll, wäre Starting Strength von Mark Rippetoe zu empfehlen.
Mehr Bücher in Sachen Krafttraining kann ich eigentlich nicht empfehlen. Wenn schon Selbstschulung, dann wären Videos besser. Weil ich hier aber nicht einfach so Werbung machen möchte (wären 25 USD im Jahr für einen Zugriff auf ne Datenbank), erstmal ein anderer Vorschlag:
Da du "drüben" bist, könntest du auch mal schauen, ob es in deiner Nähe ein CrossFit Gym gibt. Das hat nichts mit einem Sportstudio zu tun, sondern ist eher so etwas wie sehr harter Gruppenunterricht. Falls dir die Frage nichts ausmacht: in welchem Eck wohnst du denn ungefähr? Müsstest ja nicht Ewigkeiten dabei bleiben.

Zur Not könnte man dir sicherlich auch einen Krafttrainingsplan für zuhause zusammenbasteln. Das bringt aber ein dickes Risiko mit sich, weil niemand deine Ausführung überprüfen kann. Da du ohnehin schon Knieprobleme hast, könnte das heikel werden. Das zu dem Risiko dazu, dass ein Buch nur schlecht Bewegungen vermitteln kann ... lieber nicht.
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