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  #1 (permalink)  
Alt 09.05.2008, 00:37
peter1960 peter1960 ist offline
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Beiträge: 15
peter1960 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Wink marathon kontra muckies kontra sport?

habe am sonntag den düsseldorfer marathon an der ziellinie mehr als drei stunden beobachtet. auf grund einer kleinen wette habe ich die läufer mit optisch guter oberkörpermuskulatur gezählt. es waren grad mal zwei. optisch gute beinmuskulatur knapp 10. diese leute brauchten auch über 4,5 stunden. wie kommt das ?
im bereich von ca. 3,5 stunden waren sehr viele dicke, spindeldürre und erst recht viele verwachsene gestalten zu sehen. alles hatte mich schon eher an eine gruseligen geisterbahn erinnert.
hatte gewettet, dass marathon eher was für nichtsportler ist. habe auch noch fast nie sportler (squash, judo, boxen, fussball, karate, korbball, KDK, aerobic, football, radfahrer, freeclimber, fechter ... ) kennengelernt, die mehr als eine stunde joggen möchten.

DUMME frage : ist eine optisch gute oberkörpermuskulatur schädlich für marathon ? stimmt das argument, dass die muskeln dem körper den notwendigen sauerstoff beim langlauf rauben ?
auch ernste antworten dürfen humorvoll sein (ZU SCHÖN FÜR MARATHON ).
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  #2 (permalink)  
Alt 09.05.2008, 05:57
Jörg Jörg ist offline
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Jörg befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Zitat:
Zitat von peter1960 Beitrag anzeigen
... habe auch noch fast nie sportler (squash, judo, boxen, fussball, karate, korbball, KDK, aerobic, football, radfahrer, freeclimber, fechter ... ) kennengelernt, die mehr als eine stunde joggen möchten.

DUMME frage : ist eine optisch gute oberkörpermuskulatur schädlich für marathon ? ...
Wenn eine Leistung, 42,195 km in etwas mehr als 2 Stunden laufend zu bewältigen, keine sportliche sein soll, dann scheint mir die Begriffsdefinition für "Sport" eindeutig überholbar.

Allein eine Antipathie gegen das Laufen oder eine Unkenntnis darüber können Laufen als eine der natürlichsten Bewegungen des Menschen und eben als Sport nicht abqualifizieren.

Zum Thema Muskulatur:
Schau Dir einfach mal die Triathleten an, die bei Ironman-Distanzen am Ende noch enen Marathon hinzufügen und dabei in der Spitze durchaus einiges unter 3 Stunden unterwegs sein können ... da wirst Du sicher fündig.

Gruss,
Jörg
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  #3 (permalink)  
Alt 11.05.2008, 08:28
Benutzerbild von Das Experiment
Das Experiment Das Experiment ist offline
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Das Experiment befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Zitat:
Zitat von peter1960 Beitrag anzeigen
im bereich von ca. 3,5 stunden waren sehr viele dicke, spindeldürre und erst recht viele verwachsene gestalten zu sehen. alles hatte mich schon eher an eine gruseligen geisterbahn erinnert.
Lauf Gollum, lauf!
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  #4 (permalink)  
Alt 11.05.2008, 08:35
Benutzerbild von Das Experiment
Das Experiment Das Experiment ist offline
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Das Experiment befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Zitat:
Zitat von Jörg Beitrag anzeigen
Allein eine Antipathie gegen das Laufen oder eine Unkenntnis darüber können Laufen als eine der natürlichsten Bewegungen des Menschen und eben als Sport nicht abqualifizieren.
Es ist richtig und unumstößlich, dass Laufen eine der natürlichsten Bewegungen des Menschen ist. Aber ist es natürlich, sich über 42 km zu quälen? Eigentlich ist Laufen nur solange natürlich, wie es zwingend nötig ist. Ich glaube nicht, dass sich Urzeitmenschen "fit" gehalten haben, durch "sinnloses" Laufen. Die hatten andere, natürlichere Sachen nach der mit dem Laufen verbundenen Jagd zu tun (Werkzeuge schnitzen, Kinder machen - und ob man nach 42 km Laufen noch unbedingt Lust hat, Kinder zu machen ...). Die ganze Lauferei fing ja erst im antiken Griechenland an, als man Kriegsvorbereitungen als sportliche Wettkämpfe tarnte. Damals lief gerade mal EIN Mann von Marathon nach Athen die 42 km und starb dabei auch noch. Heute will das Jeder können - wie "natürlich".
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  #5 (permalink)  
Alt 11.05.2008, 14:45
Jörg Jörg ist offline
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Jörg befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Zitat:
Zitat von Das Experiment Beitrag anzeigen
[...]
Ich glaube nicht, dass sich Urzeitmenschen "fit" gehalten haben, durch "sinnloses" Laufen. [...]
Nein, sie haben sich sicherlich "fit" gehalten durch "sinnvollen" Sport wie "squash, judo, boxen, fussball, karate, korbball, KDK, aerobic, football, ..." ;-)

Gruss,
Jörg
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  #6 (permalink)  
Alt 12.05.2008, 08:36
Benutzerbild von Das Experiment
Das Experiment Das Experiment ist offline
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Das Experiment befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Zitat:
Zitat von Jörg Beitrag anzeigen
Nein, sie haben sich sicherlich "fit" gehalten durch "sinnvollen" Sport wie "squash, judo, boxen, fussball, karate, korbball, KDK, aerobic, football, ..." ;-)
Hinter diesen Sportarten steckt weniger der "Sinn" des Fit-Haltens, als vielmehr der Spaß, den sie bringen. Keiner würde auf die Idee kommen, zu sagen: "Wenn du nicht mindestens ein Squash-Spiel mit soundsoviel Punkten gemacht hast, dann bist du nicht fit!". Wohl aber hört man ständig: "Wenn du einen Marathon in der und der Zeit gelaufen bist, dann bist du fit!" Und wenn nicht? Dann ist man zu faul oder man konnte sich nicht quälen ...

Solche Sportarten sind mal erfunden worden, um sich die Zeit angenehm zu vertreiben, um sich ein Kräftemessen zu liefern, oder um Krieg zu umgehen (eine Nation spielt gegen die andere Fußball, kann vielleicht auch Auseinandersetzungen provozieren ...) bzw. sich selbst verteidigen zu können.

Laufen kann ja genauso Spaß machen - schön Samstag morgen im vom Sonnenlicht durchfluteten Wäldchen ... aber die "schöne" Lauferei hat ihre Grenze spätestens nach 10-12 km, wenn Durst, Langeweile und platte Füße kommen.
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  #7 (permalink)  
Alt 12.05.2008, 09:51
Jörg Jörg ist offline
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Jörg befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Zitat:
Zitat von Das Experiment Beitrag anzeigen
[...]
Laufen kann ja genauso Spaß machen - schön Samstag morgen im vom Sonnenlicht durchfluteten Wäldchen ... aber die "schöne" Lauferei hat ihre Grenze spätestens nach 10-12 km, wenn Durst, Langeweile und platte Füße kommen.
Sei mir nicht bös, ich schätze Dich durchaus in Deinen Beiträgen, Deinem Wissen. Hier allerdings verallgemeinerst Du Deine persönlichen Erfahrungen und Vorlieben und stülpst sie anderen über. Ich kann Dir versichern, dass 10-12 km für mich nur als schneller Lauf oder als Regenerationslauf "schön" war. Viel befreiender, entspannender waren die langen Läufe ab 30 km bis hinauf zu 40 km im Training, langsam gelaufen, oder die schnelleren Zwischendistanzen über 20-25 km... Wenn Du für den Durst bzw. seine Vermeidung nicht sorgst, bist Du selbst schuld. Langeweile und platte Füße hatte ich jedoch nie!

Dies alles ist hier jedoch OFFTOPIC.

Mein Hinterfragen galt den impliziten Aussagen
"Laufen bzw. Marathonlaufen ist kein Sport" und
"gute Läufer können keinen gut ausgebildeten Körper haben"

Gruss,
Jörg
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  #8 (permalink)  
Alt 12.05.2008, 14:28
Benutzerbild von Das Experiment
Das Experiment Das Experiment ist offline
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Das Experiment befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Ich bin dir doch nicht bös. Ich diskutiere allgemein nur mit Personen auf der Basis gegenseitigen Respekts (stimmt´s Sumoschlumpf )

Zitat:
Zitat von Jörg Beitrag anzeigen
"gute Läufer können keinen gut ausgebildeten Körper haben"
Die Frage ist eben, welcher Typ Mensch Marathoni wird. Für einen Menschen, der vorrangig weiße Muskelfasern besitzt, ist es wenig erfolgversprechend, lange Strecken zu laufen. Aber jemand, der sehr viele rote Fasern hat (meist ectomorph, auch wenn mir diese Typologie gar nicht gefällt), der wird auch schnell Erfolge beim Laufen haben. Also ist auch Motivation da, da er anerkannt wird oder die gelaufenen Zeiten für sich sprechen. Aber er sieht morphologisch auch dementsprechend aus - ist sehr drahtig und sehnig. Da Muskelfaserzusammensetzung und Depotfettstoffwechsel nicht korrelieren (Meinung war ja jahrelang anders), gibt es auch "dicke" Marathonis. Der Körper gibt das Depotfett partout nicht her. Lieber wird der Energiebedarf runtergeschraubt und körperliche Dysfunktionen in Kauf genommen. Das ist ungesund.

Es bleibt festzustellen, dass nur ein sehr kleiner Personenkreis mit ausreichend fast-twitch fibres die Motivation und gleichzeitig den Erfolg beim Marathon hat, um die körperlich top ausgebildete Marathoni-Spezies zu vertreten.

Übrigens ist mir bei Marathon-Veranstaltungen, denen ich selbst zugesehen habe (ein paar fanatische Freunde machen sowas ) aufgefallen, dass erst überwiegend drahtige, dann alte, dann "verwachsene", dann Frauen und dann junge Läufer das Ziel passieren.
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  #9 (permalink)  
Alt 13.05.2008, 00:56
SumoSchlumpf SumoSchlumpf ist offline
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SumoSchlumpf befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Zitat:
Zitat von Das Experiment Beitrag anzeigen
Ich bin dir doch nicht bös. Ich diskutiere allgemein nur mit Personen auf der Basis gegenseitigen Respekts (stimmt´s Sumoschlumpf )
hahahahahaha ..du olles Sackgesicht ..werde blos nicht plötzlich "lieb" ..könnte langweilig hier werden

Gruß
Jörg
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  #10 (permalink)  
Alt 13.05.2008, 20:32
peter1960 peter1960 ist offline
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peter1960 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Zitat:
Da Muskelfaserzusammensetzung und Depotfettstoffwechsel nicht korrelieren (Meinung war ja jahrelang anders), gibt es auch "dicke" Marathonis. Der Körper gibt das Depotfett partout nicht her. Lieber wird der Energiebedarf runtergeschraubt und körperliche Dysfunktionen in Kauf genommen. Das ist ungesund.
Danke EXPERIMENT, das mit dem ungesunden - vor allem die optik - war auch der grund meiner fragenden anmerkung. in unserem fitnesscenter (zeitweise über 6000 mitglieder) ist mir auch aufgefallen, dass die hobby marathonläufer oft sehr faltige gesichter haben, nach einem 45 minütigen intensiven spinning- oder kardiokurs total geplättet sind und im bankdrücken schon bei ihrem eigenen körpergewicht scheitern. als ich vor 20 jahren (heut bin ich knapp 48) die o.a. angegebenen sportarten betrieben habe, hatte ich öfter versucht mit ca. 30 km waldlauf meine kondition zu verbessern. alerdings fühlte ich mich danach eher unwohl und es hat NICHTS NADA RIEN NOTHING für die kondition gebracht. gebracht haben es intervallmässige laufeinheiten von einer knappen stunde. auch viele mir bekannten kampfsportler verfahren so. als der ringfrei mühlheim oder bayer leverkusen noch erfolgreich boxbundesliga geschichte geschrieben haben, sagten sie lauftraining ist gut, aber lass deine kraft nicht auf der laufstrecke.
natürlich würde ich mich über medizinisch wissenschaflich beweise ala kurt moosi zu meiner frage freuen. aber wenn u.a. fussball- / boxtrainer von weltrang ein intensives konditionstraining auf eine stunde begrenzen, reichen mir auch empirische beweise.
natürlich habe ich wahnsinnigen respekt vor leuten, die mit ca. 20 km/h durch sie strecke fegen. das ist für viele schon fast sprint (18 sekunden auf 100 meter). aber wenn ein boxweltmeister wie sven ottke mit 03:47:53 schlechter darsteht als die geisterbahnfiguren gibt es rätsel auf. aber wie heisst es in einem linkverweis von KURT : du kannst aus einem sprinter einen marathoni machen, aber nicht umgekehrt.
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  #11 (permalink)  
Alt 14.05.2008, 07:46
Benutzerbild von Das Experiment
Das Experiment Das Experiment ist offline
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Ort: Magdeburg
Beiträge: 658
Das Experiment befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
In dem Fall würde ich mich auch mehr auf empirische Beweise verlassen, da Marathon, laufen, etc. derzeit einen großen wirtschaftlichen Hintergrund haben. Wissenschaftliche Studien werden von Sportherstellern (oder deren Mittelmännern) in Auftrag gegeben, was bei den Wissenschaftlern, denen die Studie übertragen wurde, zu der Einstellung "Wes Brot ich ess, des Lied ich sing!" führt/ führen kann. Ergebnisse lassen sich lenken und leicht uminterpretieren. Es gibt so viele Beispiele, da lohnt ein Blick in Udo Pollmers "Die größten Fitnessirrtümer".
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HIT IT HARDER - PITT Force
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  #12 (permalink)  
Alt Gestern, 09:30
Benutzerbild von Spin_me
Spin_me Spin_me ist offline
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Spin_me
Zufällig war ich auch da, auch wenn ich mich mehr um das Geschehen auf dem Rhein, bzw mein Kirschsaftschorle gekümmert habe.
Mal ganz abgesehen von dem Training, was Marathonläufer absolvieren, mal ganz abgesehen von der Ernährung, schlepp du mal bitte 5kg unwichtige Körpermasse über 42km. Noch klarer wird das vielleicht bei Radrennfahrern. Grob überm Daumen kostet beim Rad jedes kg Gewicht unter 10kg etwa 500 Euro mehr, welchen Sinn macht es ein Rad aus Carbon zu haben, schweineteuer und dann überflüssiges Gewicht am Leib zu haben? Jede Sportart hat seine Auswüchse nach oben und unten, sprich es sind immer welche dabei, die schlafen wenn sie Sport betreiben, oder die ihrer Umwelt beweisen wollen, daß man mit 40kg Übergewicht auch "sportlich" sein kann.
Bei allen Sportarten stellt die Sportart die Bedingungen an den Körperbau. Ein super Freeclimber ist nicht automatisch ein guter Schwimmer, ein schneller Radfahrer ist ne 0 beim American Football.
Wenn mir die Hungerlappen beim Laufen nicht gefallen, ich muss sie nicht heiraten, dann doch lieber Kirschsaftschorle!
Obwohl da schon ne ganze Menge Mädels lecker aussahen!
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