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  #37 (permalink)  
Alt 07.05.2008, 12:18
deekey777 deekey777 ist offline
Registrierter Benutzer
 
Registriert seit: Jul 2006
Beiträge: 75
deekey777 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Zitat:
Zitat von kurt Beitrag anzeigen
bleiben wir auf dem boden der realität. ich kenne niemanden, der seinen energie zu 100% aus proteinen gewinnt...
wir nehmen mischkost zu uns, und der anteil der nahrungsinduzierten thermgenese macht durchschnittlich nur 10% des gesamtenergieumsatzes aus (siehe "der energieumsatz" auf meiner homepage).
ich danke dir für deine aufklärung, aber als ernährungsmediziner weiß ich ausreichend über die nahrungsinduzierte thermogenese (die früher als spezifisch-dynamische wirkung bezeichnet wurde) bescheid.
wie gesagt - bleiben wir auf dem boden der realität. sich in hypothesen zu verlieren, macht keinen sinn. will man seinen energieumsatz steigern, führt kein weg an einer gesteigerten körperlichen aktivität vorbei. gegen die bewegungsabhängige thermogenese ist selbst die proteininduzierte thermogenese nur ein tropfen auf den heißen stein.

gruß, kurt
Ich glaube, das war weniger an Dich gerichtet, sondern als vermutliche Quelle für die Aussage aus dem McFit-Artikel.
Und wenn wir schon dabei sind:
http://www.dr-moosburger.at/pub/pub014.pdf
Zitat:
Die nahrungsinduzierte Thermogenese (thermogene Wirkung der Nahrung) entspricht der Steigerung des Energieumsatzes nach Nahrungsaufnahme. Körpertemperatur und Wärmeabgabe an die Umgebung steigen nach Nahrungsaufnahme. Die postprandiale (=nach Nahrungsaufnahme) Thermogenese beruht darauf, dass für Verdauung, Resorption und Transport der Nährstoffe Energie benötigt wird und dass die diskontinuierliche Nahrungsaufnahme eine zwischenzeitliche Speicherung von Nährstoffen erfordert, um eine kontinuierliche Energieversorgung aller Körperzellen zu gewährleisten. Der Energieaufwand für diese Leistungen bewirkt eine postprandiale Steigerung des Grundumsatzes.
Die postprandiale Thermogenese ist geschlechts- und altersunabhängig und hängt nur von Art und Menge der aufgenommenen Nahrung ab. Sie macht durchschnittlich 10% (8 - 15%) des täglichen Energieumsatzes aus und entspricht 2 - 4% der mit Fett, 4 - 7% der mit Kohlenhydraten und 18 - 25% der mit Protein aufgenommenen Energiemenge.
Die postprandiale Thermogenese hält nach einer proteinreichen Mahlzeit ca. doppelt so lange an wie nach einer kohlenhydrat- oder fettreichen Mahlzeit gleichen Energiegehaltes.
Ich habe bisher die wildesten Interpretationen dieser Zahlen gelesen. Verstehe ich aber richtig, dass von den 100 kcal Proteine 18-25 kcal "verloren gehen"?

Da habe ich noch etwas gefunden:
Zitat:
Mehrere Untersuchungsreihen zeigten aber, dass die postprandiale Thermogenese bei Adipösen nach Nahrungsaufnahme im Vergleich zu Normalgewichtigen vermindert ist. Dieser Effekt kann eindeutig nachgewiesen
werden, wenn Probanden mit der gleichen fettfreien Körpermasse verglichen werden. Die Testmahlzeiten betrugen 720 kcal bzw. 35 %
des Energieverbrauches vom GU. Die Unterschiede zwischen beiden Gruppen waren bei allen drei Zuständen signifikant. Die Körperzusammensetzung (fettfreie Masse, Fettmasse) spielt demnach eine größere Rolle als das Körpergewicht und der Body-Mass-Index.
(Aus einer Broschüre des forum.ernährung heute)
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