zb. Thews, Mutschler, Vaupel: Anatomie, Physiologie, Pathophysiologie des Menschen, 1991, Seite 254:
Zitat:
|
Postprandiale Energieumsatzsteigerung. Die mit der Nahrungsaufnahme verbundene Steigerung des Energieumsatzes wird nach Rubner als spezifisch-dynamische Wirkung bezeichnet. Diese umsatzsteigernde Wirkung ist bei Eiweißzufuhr besonders ausgeprägt. Dabei handelt es sich nicht - wie zunächst vermutet wurde - um einen erhöhten Energiebedarf für die Verdauungsarbeit. Vielmehr liegt die Hauptursache darin, daß für die Synthese von ATP mehr Energie bei Eiweißumsatz als bei Kohlenhydrat- oder Fettumsatz benötigt wird. Um den gleichen ATP-Gewinn zu erzielen, müssen im Fall des Aminosäureabbaus etwa 20% mehr Energieeinheiten umgesetzt werden als beim Abbau der anderen Stoffklassen. Hierzu kommt noch ein zusätzlicher Energiebedarf für die Harnstoffsynthese und die Synthese körpereigener Eiweiße in der Leber.
|