Ich habe keine Ahnung wo ich ansetzen soll
Nach einfach(st)er mikroökonomischer Theorie hast du Recht. Nur schreibst du damit statische Marktbedingungen vor.
In einer solchen Situation hat ein Fleischproduzent die Möglichkeit Maßnahmen zu ergreifen, die wirtschaftstheoretisch einem Wechsel der Produktionstechnologie oder einer Senkung der Faktorpreise entsprechen (= Es kommt zu Preisdruck auf die Tiererzeuger und zur Abschaffung kostenträchtiger Maßnahmen für das Wohlbefinden der Tiere). Du musst also auch die Preis/Angebotsfunktion verschieben. Die Absatzmenge und der Unternehmensgewinn können gleich bleiben.
Das Wohlergehen der Tiere ist ein externer Effekt, der nur durch Gesetze internalisiert wird. Die Ökonomie des Verbrechens sagt, das Gesetzestreue nur durch regelmässige und wirksame Kontrollen, in Kombination mit ausreichend hohen Strafen erzwungen werden kann. Sobald die aber vorhanden sind, löst sich dein Grundproblem in Luft auf.
Ansatzpunkte für Einzelpersonen sehe ich somit eher im Engagement im Tierschutz, auch wenn in meinen Augen Vegetarier sein darf wer mag.