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Zitat von SchwesterPetra
Hmm, aber ich habe doch schon mal was von der Low-Carb Diät gehört und dass man in Amerika da ziemlich verrückt danach ist. also wenig Kohlehydrate zu sich zu nehmen um die Insulinausschüttung in Schach zu halten, weil doch Insulin die Fettzellen öffnet. |
Diese Low-Carb-Diät basiert auf den Ideen von Atkins. Dieser wiederum hat versucht ein Ernährungssystem zu entwickeln, das ohne Kohlenhydrate (bzw. mit sehr wenig davon) auskommt. Atkins ließ die Energiebilanz außer Acht, dazu kommen rein kommerzielle Ziele. Nur basiert die Atkins-Diät auf den Ideen einer Diät für Ausdauersportler, wo man auch versucht hat, die Kohlenhydrate zu streichen, und es ("Diät für Ausdauersportler") hat nicht funktioniert: Warum sollte diese dann bei gesunden Menschen funktionieren?
Der Erfolg der LC-Diäten in den USA hat Dr. Worm in der "Propaganda"-Doku* über Diätenwähn indirekt erklärt: Die Amerikaner haben gelernt, dass die Kohlenhydrate "gut" sind und diese ohne Grenzen verzehrt werden können. Mit der "LC-Diät" und weiteren Verwirrungen wurde die Bevölkerung wachgerüttelt: In der Angst, dass Kohlenhydrate "böse" und allein für die Fettleibigkeit verantwortlich sind, ist man auf "LC"-Produkte umgestiegen (selbst auf LC-Wasser).
Das Insulin ist nicht böse, entscheidend ist die Energiebilanz. Weiterhin gibt es einen Irrglauben (gestärkt von LC-Vertretern), dass die Insulinausschüttung zu so einem starken Abfall des BZ-Spiegels führt, dass man wieder Heißhunger bekommt, um diesen zu stillen. Abgesehen davon, dass Hungergefühl und Insulinausschüttung von verschiedenden Organen gesteuert werden, wurde schon vermutet, dass es doch ein Zusammenspiel geben soll: Und es gibt eins! Vor ein oder zwei Jahren hat ein Forscher nachweisen können, dass das Insulin dem Körper gerade meldet, dass die Speicher voll sind und das Hungergefühl abgestellt werden kann.
(*Die Steinzeitdiät wird als
die ultima ratio dargestellt.)