| Hallo Hans!
Nochmals zur Sauerstoffaufnahme: In der Spiroergometrie gibt es, beinahe möchte ich sagen, ein Naturgesetz, demnach hat die Sauerstoffaufnahme mit 10 ml/min/Watt zu steigen (bei Sportlern auch bis zu 12). Dies gilt jedoch nicht bei ischämischen Herzerkrankungen (wie z.B. KHK). Im Februar des Jahres hatte ich 11,5 ml/min/Watt die bei ca 180 Watt auf 7 ml/min/Watt abknickten. Außerdem wurde eine ST-Senkung die immer schon da war (aber früher als nicht signifikant eingeordnet wurde) als grenzwertig bezeichnet. Man riet mir diese Ergebnisse meinem Internisten vorzulegen. Sein Belastungs-EKG ergab pathologische ST-Senkung ab der 175 Watt-Stufe. Er wies mich ins Krankenhaus ein zu erneutem Herzkatheter (dem 2. in 2007 nach Stent im Januar). Neuer Befund war alles wie im Januar (also keine Veränderung). Als nun wieder ein Termin beim Internisten fällig war, habe ich es vorgezogen zunächst darauf zu verzichten und erst mal zu Spiro zu gehen (dort bekomme ich die EKGs und Spirodaten ausgehändigt). Bei der vorletzten Spiro (nach Stent) hatte ich eine besser abgesicherte Diagnose der ischämischen Reaktion die den Herzkatheter gerechtfertigt hat und nun wollte ich ganz einfach den neuesten Status erfahren. Das erstaunliche war nun, dass die Ischämieanzeichen in der O2-Kurve weg sind, allerdings war das EKG (gleiches Verhalten wie im Februar) immer noch Grund für einen Abbruch. Die Frage lautet nun. Lebe ich um zu trainieren, oder trainiere ich um zu leben?
So ich denke jetzt verstehst Du meinen Hang zur Spiro. Und wenn ich sie schon häufig machen lasse, dann sollten auch die daraus bestimmten Schwellen stimmen. Die eigene Interpretation der Daten ist mein Hobby geworden.
Nochmals zurück zu Sauerstoffaufnahme: Kurt hat eine Formel (3,5 x kg + 12 x Watt Ergebnis in ml/min). Für meine Verhältnisse trifft 3,3 x kg +10,3 x Watt besser zu (hohe Sauerstoffschuld?).
Im Prinzip hast du recht, dass 150 Watt als Trainingsleistung schnell erreicht sind, aber 1 Stunde durchzuhalten hat bei mir schon Jahre gedauert.
Derzeit mache ich ca 240 Trainingseinheiten im Jahr, das entspricht ca. 7500 km, davon 1/3 Mountainbike (seit Anfang 2005 nach Herzinfarkt ohne Mountain) und 2/3 Ergometer.
Hoffentlich habe ich alles beantwortet.
Mit besten Grüßen
Joe
Geändert von Joe23 (05.12.2007 um 13:55 Uhr).
|