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  schlank durch schlaf Beitrag #9 (permalink)  
Alt 19.11.2007, 20:05
Benutzerbild von ChristianeL
ChristianeL ChristianeL ist offline
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ChristianeL
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Zitat:
Zitat von Timm Beitrag anzeigen
Und Cortisol hatte ich auch eher als "böses" Hormon in Erinnerung...
Cortisol ist ein körpereigenes Hormon, das viele unterschiedliche Funktionen im menschliches Steffwechsel erfüllt. Cortisol pauschal als "böse" zu bezeichnen, wird seiner Wichtigkeit nicht gerecht. Natürlich ist zuviel Cortisol ungünstig, genauso wie zu wenig. Wenn man von eine gesunden Menschen ausgeht, bewegt sich der Cortisolspiegel in "normalen" Grenzen, so wie es der natürliche Regelkreis des menschlichen Stoffwechsels vorsieht.

In Pollmers eingangs verlinktem Artikel geht es um das Körpergewicht von Kinder und derem Schlafverhalten. Pollmer ist kein Ernährungwissenschaftler, sondern Lebensmittelchemiker. Dass er sich als Ernährungsexperte betätigt, darf nicht darüber hinweg täuschen. So müssen auch die Statistiken, die zur Belegung seiner Thesen angeführt werden, kritisch betrachtet werden. Wenn eine Statistik eine Korrelation zwischen mehrern Faktoren belegt, beweist dies noch lange keinen kausalen Zusammenhang. Und hier bezwifle ich den kausalen Zusammenhang zwischen Schlafdauer -> Cortisolspiegel -> Körpergewicht.

Auch für Kinder gilt der Energieerhaltungssatz. Von nichts kommt nichts. Wenn Kinder, die kürzer schlafen einen höheres Risiko haben übergewichtig zu werden, als Kinder, die länger schlafen, wird die Erkärung im unterschiedlichen Ernährungs- und Bewegungsverhalten liegen.

Eigentlich merken wir es doch an uns selbst, wenn wir unserem natürlichen Schlafbedürfnis nachgehen können, gehen wir ausgeruht und fit in den nächsten Tag. Optimal regeneriert fällt die Bewegung wesentlich leichter, als wenn man erschöpft und müde in den Tag geht. Und genauso wird es bei den Kindern sein, ausgeruhte Kinder bewegen sich mehr, als müde Kinder. Diese höhere Bewegungsrate muss nicht mal merklich auffallen. Viele kleine Bewegungseinheiten reichen aus, um einen Effekt bezüglich des Körpergewichtes zu erzielen.

Jetzt zu sagen, das Kind muss zwei Stunden länger schlafen um schlank zu werden (oder bleiben), so wie es aus Pollmers These hervor geht, bringt wenig. Das Kind muss so lange schlafen, wie es sein individuelles Schlafbedürfnis erfordert, dann ist es optimal für den nächsten, aktiven Tag gerüstet.

Ausgeschlafen oder nicht, jedes Kind hat neben seinem individuellen Schlafbedürfnis auch einen individuellen Bewegungsdrang. Also wird man es gar nicht schaffen können, alle Kinder schlank schlafen zu lassen. Eine Leseratte bewegt sich nunmal weniger, als ein kleiner Raufbold. Gegen die Persönlichkeit des Kindes zu arbeiten, nur damit es den Standardvorstellung von "schlank" entspricht, halte ich persönlich nicht für besonders kindgerecht. Das bedeutet nicht, ein krankmachendes Übergewicht des Kindes zu dulden, sondern auch die obere Toleranzgrenze eines gesunden Normalgewichtes zu akzeptieren.

LG
Christiane
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Es mißfällt mir. Warum? Weil ich ihm nicht gewachsen bin. Hat je ein Mensch so geantwortet?
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