Hallo Matthias,
eine sehr interessante Frage hast du da gestellt.
Den Artikel hab ich noch nicht vollständig gelesen. Er scheint aber nicht schlecht zu sein.
Grundsätzlich muss man sich für eine Art der KB entscheiden.
1. Tiefe KB (nicht bis zu den Fersen) und dabei in Kauf nehmen, dass die Knie zu weit nach vorn geschoben werden (sog. Olympia-KB, wird in deinem Artikel beschrieben)
2. KB mit senkrechten Unterschenkeln, breitem Stand und weit nach hinten geschobenem Becken (sog. Powerliftig-KB, wird
hier beschreiben.)
Zwei Dinge verhindern das Kippen des Beckens:
1. Flexibilität der Körperrückseite (Hüfte, Hintern)
2. starke Rückenstrecker
Eine gute Flexibilität kann man auch durch KT über den vollen Bewegungsumfang erreichen. Ich verwende dabei eine Box. Die Höhe ist dabei so gewählt, dass ich das Kippen des Beckens gerade noch verhindern kann. Mit zunehmender Flexibilität reduziere ich die Höhe der Box.
Weiterhin kann man Dehnübungen ausführen, z. B. die Beingrätsche. Grätschstand, Körper aufrecht. Dann den Körper nach vorn bringen, dass die Ellenbogen den Boden berühren. Auf Hohlkreuz und Beckenhaltung achten. Nun mit Hilfe der Ellenbogen/Hände das Becken nach hinten schieben. (StefanB hat dazu mal Bilder hier veröffentlicht (suche mal im Archiv).
Grundsätzlich halte auch ich ein nach hinten Kippen (der Oberkante des Beckens!) für Bedenklich. Denn dadurch öffnen sich die unteren Bandscheiben nach außen und werden somit nicht mehr in der natürlichen Position (in der sie die größte Belastung aushalten) gehalten.
Schöne Grüße
Thomas (Der Momentan auch an diesem Problem arbeitet!)