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Thema: Schnellkraft
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  Schnellkraft Beitrag #8 (permalink)  
Alt 13.04.2005, 09:11
Benutzerbild von kurt
kurt kurt ist offline
Registrierter Benutzer
 
Registriert seit: Aug 2004
Beiträge: 4.832
kurt befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Du hast nicht richtig verstanden

hallo julian,
du unterliegst einigen irrigen vorstellungen (wie übrigens auch viele, um nicht zu sagen, die meisten profisportler und trainer). erstens ist die zweckmäßigkeit eines stretching im sinne eines statischen dehnens von vorn herein kritisch zu hinterfragen, wie ich dir schon zu erklären versucht habe. für eine weite rumpfdrehung (es ist nicht nur eine schulterdrehung!) zum aufbau der "körperfederspannung" (es wird keine kraft, sondern spannung aufgebaut), wie es z.b. auch beim tennnisaufschlag notwendig ist, braucht es kein stretching. hiefür ist ein vorbereitendes sportartspezifisches, dynamisches dehnprogramm zweckmäßiger. drittens stimmt es nicht, dass "große muskeln" nur behindern würden (abgesehen davon, dass man von einem kraftraining ohne "chemische keule" ohnehin keinen übermäßigen muskelzuwachs zu erwarten hat). viertens hat der golfschwung nur teilweise mit schnellkraft zu tun (eine klassische schnellkraftsportart wäre z.b. das kugelstoßen), vielmehr ist es die bereits erwähnte "feder" durch die vorbereitende körperspannung der rumpfmuskulatur, die schulter folgt quasi nach. ein schnellkrafttraining der arme allein würde dir also nicht helfen, du musst insgesamt "schnell" sein. deswegen habe ich dir schon den tipp mit den komplexen hauptübungen gegeben.
fazit: falsche vorstellungen im zusammenhang mit dehnen sind weit verbreitet, und nur weil etwas tradition hat und auch von weltklassesportlern durchgeführt wird sowie von trainern usw. propagiert wird, gewinnt es deswegen noch lange nicht an richtigkeit. ich wundere mich z.b. auch über basket- und volleyballspieler, die vor dem match oberschenkel und waden statisch dehnen - die das tun, wissen offensichtlich (wie auch ihre trainer) nicht, dass dadurch die schnell- und damit auch sprungkraft leidet. auch für's golfspiel braucht es kein starrsinniges stretching, sondern in erster linie ein zweckmäßiges, ausbalanziertes bzw. balanzierendes krafttraining von agonisten und antagonisten und ein zweckmäßiges dynamisches dehnprogramm für die rumpf- und schultergürtelmusklatur.

gruß, kurt

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